Archivierte Einträge für Onlinejournalismus

Visualisierung der “Maschsee-Mafia” mit Gephi

Claus Hesseling hat in seinem Blog das Gephi-Projekt: Wulff und die “Maschsee-Mafia” begonnen, dass die Beziehungen zwischen Bundespräsident Christiain Wulff und anderen dem “Hannoverschen Klüngel” zugerechnenten Politikern und Unternehmern visualisiert.

Die Daten beruhen nicht auf eigener Recherche, sondern auf einer Auswertung vorhandener Medienberichterstattung. Per Crowdsourcing werden Hinweise über das Beziehungsgeflecht auf in einer Google-Docs-Datei gesammelt. Die Informationen – wer wie mit wem verbunden ist – sind in der Grafik jedoch spärlich.

An einer eher klassischen Form der Visualisierung hatte sich bereits vor einigen Tagen die “Welt” versucht (hier leider nur in klein).

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Leserkommentare zwischen redaktionellen Texten

Ich weiß nicht, ob es vielleicht übertriebene Sorgfalt ist, aber wie NDR.de die Leserkommentare in journalistische Texte einbindet, halte ich für nicht gelungen.

Ein Beispiel: “Maschmeyer-Erpresser forderte 2,5 Millionen”: Vor dem letzten redaktionellen Absatz sind per Überschrift “Kommentare der NDR.de Nutzer:” in den Fließtext eingebunden; die Überschrift erscheint in der gleichen Schreibweise wie redaktionelle Zwischenüberschriften. Unter der Überschrift erscheint jeweils ein Leserkommentar auf deutlich vom redaktionellen Fließtext unterscheidbaren hellblauem Hintergrund. Der Nutzer bekommt einen Leserkommentar angezeigt, kann aber noch zwei weitere lesen (nach welchen Kriterien diese drei Leserkommentare ausgewählt wurden, erschließt sich mir nicht). Gut so? Nein, für mich stört es den Lesefluß enorm, das erscheint nicht nutzerfreundlich, das lenkt einfach beim konzentrierten Rezipieren des redaktionellen Textes ab; Information und Meinung verschwimmen mitunter. Am Ende des Textes diese Auswahl an Leserkommentaren (nach nachvollziehbaren Kriterien, etwa “die neuesten Kommentare”) zu platzieren wäre wohl sinnvoller.

Audio-Einsatz: Teenager-Tagebücher reloaded

Viel zu selten im Onlinejournalismus eingesetzt, in diesem Fall ein Muss und auch besser als Video: Im Artikel “Liebes Tagebuch, ich bin verliebt. Endgültig!” bei Spiegel Online lesen Studentinnen und Studenten aus ihren einst geheimgehaltenen Pubertätstagebüchern vor und blicken so auf die eigene Jugend zurück.

Etliche der amüsanten wenngleich etwas ungelenkt vorgelesenen Zitate sind als Audio-O-Töne eingebunden: an promimenter Stelle, auch gleich im Teaser beworben (“Mit Hörproben”) und deutlich mehr als die Text-Zitate.

Wolfgang Blau ist Chefredakteur des Jahres

Das Medium Magazin hat Wolfgang Blau von ZEIT ONLINE zum Chefredakteur des Jahres gewählt. Fernsehjournalist und Blogger Richard Gutjahr wurde zum Newcomer des Jahres gekürt. Lobend erwähnt wurde auch das digitale Engagement des Rhein-Zeitung-Chefredakteurs Christian Lindner.

Außerhalb der Web-Sphäre erfreulich: Die Rechercheurinnen Andrea Röpke (frei) und Christine Kröger (Weser-Kurier) wurden in anderen Kategorie ausgezeichnet, ebenso wie Arnd Zeigler (Sportjournalismus).

Gäbe es diese Kategorie, dann hieße es in diesem Jahr “Online” sei der “Journalismus des Jahres”.

stellt angesichts Preisträger 2011 Christian Jakubetz gleich erfreut fest.

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Preisverdächtige Webreportagen

Am 5. Dezember verleiht das Reporter-Forum wieder den Deutschen Reporterpreis. Nominiert ist in der Kategorie Webreportage u. a. eine grandiose halbstündige Dokumentation über Fußball-Fans in Argentinien, gedreht von Studenten mit Spiegelreflexkamera.

Los Cerveceros de Quilmes – Die Bierbrauer aus Quilmes von FirleFranz.

Besonders webspezifisch ist sie allerdings nicht, sieht man mal vom Einsatz von Standbildern wie in Audio-Slideshows ab. Sie hätte auch in einem – guten – Fernsehprogramm laufen könne. Das ist für die Nominierten symptomatisch.

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Reporter ohne Grenzen: Petition für ägyptische Blogger

Unser Mitstreiter Matthias Spielkamp fungiert auch als Vorstand bei Reporter ohne
Grenzen (ROG). Er bat uns, die folgende Petition für ägyptische Blogger, die ROG eben startete, weiterzuleiten.

Die Lage für ägyptische Online-Dissidenten verschlechtert sich zunehmend. Die Inhaftierung von Alaa Abdel Fattah am 30. Oktober in Kairo und die Situation des immer noch inhaftierten Maikel Nabil Sanad haben wir mehrfach kommentiert. Jetzt müssen wir aber selbst aktiv werden, und das soll in Form der Petition geschehen. Diese Petition ist nicht für eine Person, sondern für die Freilassung aller inhaftierten Blogger in Ägypten.

Die Petition soll Anfang Dezember 2011 an die ägyptische Botschaft in Berlin übergeben werden.

Weitere Informationen und zur Petition auf der Website von ROG.

Google+: Platzhaltern und Probieren mit Seiten

“Goldgräber-Stimmung” macht Wortfeld aus, seit Google gestern Abend in seinem Netzwerk Google+ die angekündigten Seiten für Firmen, Marken und Organisationen freigeschaltet hat. Im Momen schießen die offiziellen Seiten aus dem Boden – man kennt die Rolle von Facebook-Seiten als Kommunikationsmittel, Viralträger und Trafficgenerator und will bei Google+ von Anfang an dabei sein. Dabei sind die Seiten bei Google+ bisher noch sehr beta.

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Deutsche Medien bei Google+

Gestern Abend hat Google den Start von Seiten für Firmen, Marken etc. bei Google+ verkündet. Welche deutschen Medien sind schon mit offiziellen Seiten auf Google+ vertreten?

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Prothmanns Pläne

Hardy Prothmann

Seit April 2009 betreibt Hardy Prothmann (45) das lokale Heddesheimblog. Wir führten damals das erste Interview mit ihm. Inzwischen hat sich einiges getan, Prothmann betreibt sechs Lokal-Blogs im Mannheimer Raum, er gründete mit mehreren Kollegen eine Interessensgemeinschaft zur Förderung des unabhängigen Online-Lokaljournalismus, Istlokal – aber er eckte auch gründlich an. Wir sprachen mit Hardy Prothmann über seine künftigen Pläne, seine Perspektiven aber auch über die nicht wenigen Probleme bei seiner Arbeit.

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SZ auf dem iPad: Multimedial top, interaktiv ein Flop

So sieht die Startseite einer iPad-Ausgabe aus. Die Navigation links ist immer präsent

Vier Monate nach dem SZ-Magazin geht nun auch die Süddeutsche Zeitung selbst mit einer eigenen iPad-App an den Start: Die Benutzerführung ist logisch, optisch ist die App ansprechend, es wird auch viel multimedialer Mehrwert geboten. Schade ist nur, dass die App in sich abgeschlossen ist und auch kein Feedback erlaubt. Weiterlesen…
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