Archivierte Einträge für Onlinejournalismus

Liveticker-Leid bei stern.de

Ich bin ja durchaus ein Fan von Livetickern – aber will stern.de wirklich bis 2022 durchhalten?

Ankündigung Liveticker bei stern.de (Screenshot)

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Storify im Praxistest

Vor kurzem habe ich über das Kuratieren gebloggt und dabei auch Storify erwähnt, den Dienst der sich meines Erachtens am besten eignet, um Web-Inhalte zu Kuratieren. Bislang war Storify nur mit einem Invite zugänglich, jetzt ist die Public beta-Phase angelaufen. Jeder, der will, kann sich einen Storify-Account besorgen.Ein guter Zeitpunkt, um einen genaueren Blick auf die Funktionalität zu werfen und ein paar Tipps fürs Storifying zu geben. Weiterlesen…

OpenLeaks sucht hundert Partner

Open Leaks auf der re:publica 2011 | Foto: Fiete Stegers
Einen hastigen Schnellstart und Fehler, die bei WikiLeaks gemacht wurden, wollen die Macher von OpenLeaks vermeiden – aber wann kommt die Plattform nun? Diese Frage beantworte Daniel Domscheidt-Berg auf der Konferenz re:publica nicht, informierte aber über einige andere Details des Projekts.

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re:publica: Rückblick

Auf der gestern eröffneten re:publica 11 hat Markus Beckedahl die Initiative “Digitale Gesellschaft” vorgestellt, die de Kampf für Bürger- und Verbraucherrechte im digitalen Raum auf eine gesicherte Basis stellen will.

Diesem Ziel haben sich Beckedahl und seine Mitstreiter um das Blog Netzpolitik.org schon lange verschrieben – spätestens seit der ersten Ausgabe der re:publica 2007, die noch in erheblich kleinerem Rahmen stattfand. “Der digitale Gesellschafter” hieß deshalb auch mein kurzes Videoporträt, in dem Beckedahl und die re:publica vorgestellt werden. Wer auch noch einmal zurückschauen möchte:

Mehr bei onlinejournalismus:

Aktuelles zur re:publica 2011:

Linklisten waren gestern, kuratieren ist die Zukunft

Die Informationsflut im Internet fordert die Journalisten heraus. Sie müssen mehr denn je fremde Inhalte sichten, aufbereiten und in einen Zusammenhang stellen. Wenn sich Journalisten in die Rolle des Mehrwert schaffenden Kurators begeben, entsteht eine neue Form des Storytellings. Weiterlesen…

New York Times setzt (erneut) auf Bezahlschranke

Arthur Ochs Sulzberger Jr., Herausgeber der The New York Times, kündigt in einem “Brief an unsere Leser” an, dass die Times von heute an wieder hinter einer Bezahlschranke verschwinden wird. Zuerst in Kanada, damit die Times “das Kundenerlebnis feiner abstimmen kann” (“will enable us to fine-tune the customer experience” – auch die NYT ist sich leider längst nicht mehr für dieses Brechreiz hervorrufende PR-Gefasel zu schade), bevor dann am 28. März alle Leser weltweit zur Kasse gebeten bzw. ausgesperrt werden, sobald sie mehr als eine bestimmte Anzahl Artikel gelesen haben. Weiterlesen…

Online-Medien zur Katastrophe in Japan – Update

Screenshot: Vorher-Nachher-Vergleich im Slider bei ABC
Erst ein Erdbeben, dann ein Tsunami und nun ein drohendes, möglicherweise schon eingetretenes Atom-Desaster: Hinter den Online-Nachrichtenreaktionen liegen ereignisreiche Tage. Seit Freitag laufen die Liveticker quasi durchgehend. Nun ein paar weitere, willkürliche Schlaglichter zur Japan-Berichterstattung


(Dank für Tipps an C.R. und T. K.)

Erdbeben in Japan: Umschalten auf Live-Ticker

Eine Momentaufnahme: Gut zwei Stunden nach den ersten Eilmeldungen zum schweren Erbeben mit Tsunami in Japan haben etliche große Online-Medien für ihre Berichterstattung auf Liveticker umgestellt. So zum Beispiel Spiegel Online, sueddeutsche.de, FAZ.Net und Bild.de, Focus Online, inzwischen auch ZDF (heute.de) und ARD (tagesschau.de).

Die BBC bot zunächst ihren “nackten” Video-Livestream zum Erdbeben in Japan an. Mittlerweile hat sie ihr bewährtes Tool angeschmissen, das parallel Video-Livestream, einen Kasten mit „Key Facts“ und einen Ticker anbietet, in dem auch User-Reaktionen berücksichtigt werden (wegen der vorherigen Ägypten-Berichterstattung steht in der URL noch “middle-east”). Damit ist sie technisch den deutschen Medien wieder meilenweit voraus.

tagesschau.de überträgt den Livestream des japanischen Senders NHK English. Al Jazeera English bietet bisher hauptsächlich eine Textmeldung – die Fernsehliveberichterstattung wurde aber auf Twitter von mehreren Nutzern hoch gelobt.

Bei N24 findet sich online außer dem Livestream wenig. Auf N-TV.de setzt man vor allem auf große Bilder.

Update, 11:45 Uhr
Zeit Online hat die wichtigsten Internet-Quellen zum Erdbeben zusammengestellt.

Update, 16:41
Ein paar weitere Beobachtungen und Skurrilitäten: Alle Reaktionen haben schnell reagiert (die einen mehr, die anderen weniger) – was sicher auch am Zeitpunkt der Katastrophe lag. Nach den Großereignissen der vergangenen Wochen ist man in den Redaktionen die Berichterstattungen sicher auch mit größerer Routine angegangen. ARD und ZDF kam gleich zupass, dass man Korrespondenten aus Japan in die Morgensendungen schalten und online verwerteten konnte. Animationen und Hintergrundtexte zur Erdbeben hatten viele Redaktionen zu früheren Katastrophen erstellt und bereits auf Lager (z. B. BBC, ZDF).

CNN wies online prominent auf seine UGC-Subsite iReport hin. Dort waren auch bereits heute morgen mehrere Videos zu Erdbeben und Tsunami zu finden – skurrilerweise zunächst vor allem abgefilmte TV-Geräte, die die Berichterstattung der Fernsehsender zeigten. Wesentlich besser scheint es seitdem nicht geworden zu sein.

Bild.de bettete in seinen Bericht ein YouTube-Video unklaren Ursprungs ein, dass die Ausbreitung des Tsunamis mit abgefilten Seiten von Tsunami-Internet-Seiten illustrierte. Inzwischen ist es statt 300 Mal am Morgen mehr als 26.000 Mal abgerufen worden.

Spiegel Online hat seinen Ticker um eine Liste von Tweets zum Thema erweitert. Geplegt wird sie manuell: “Mit Mühe, händisch, Twittersuche, lesen, einordnen, entscheiden.”

Update 14.03.2011 hier

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Wann sind Facebook-Likes für News-Websites erfolgreich?

Yuri Lifshits hat bei Yahoo Labs eine interessante Studie dazu veröffentlicht, wie oft Storys von Online-Medien bei Facebook geliked werden und wie viel PageViews damit erzielt würden (bei letzterem bin ich nicht ganz sicher, wie das gemessen wurde). Einige wichtige Ergebnisse – nicht sehr überraschend, aber aufschlussreich:

  • Pro 1000 Visits geht Lifshits von 5-20 Usern aus, die auf Like klicken.
  • Wenige gute Storys erzielen die meisten Likes und Klicks
  • Bestimmte Themen funktionieren, andere nicht. Viele Likes erzeugen Meinungsbeiträge und “odd news”. Politik, aber auch Promithemen funktionieren weniger gut. Welche Themen funktionieren, unterscheidet sich aber je nach Site.

Lifshits empfiehlt daher unter anderem:

  • Promote deine besten Inhalte.
  • Investiere entsprechende Ressourcen in die am meisten gefragten Inhalte: “Publishers should ask themselves: Why do we write so many weak stories?”

(Via Holger Schmidt)

München: Crossmedia in der Praxis

Auf Tagungen und Kongressen wird Crossmedialität als Zukunft journalistischen Arbeitens beschworen. Und ohne Social-Media-Angebote wie Facebook und Twitter gehe gar nichts mehr – meinen zumindest die Social-Media-Berater.

Aber wie arbeiten Redaktionen wirklich? Darüber soll’s bei einer Gesprächsrunde in München gehen. Es diskutieren:
Dr. Michael Schmidt, Bayerischer Rundfunk, Klassikportal und Ulrike Langer, Medienjournalistin und Social-Media-Expertin, am 9. März 2011, ab 19.30 Uhr auf Einladung der Münchner Journalistenakademie.

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