Terroristen töten, “Gefährder” wegsperren, Verdächtigen das Telefonieren verbieten – am Wochenende hat Wolfgang Schäuble noch mal erklärt, was seiner Meinung nach nötig sei, um Deutschland vor Terroristen zu schützen. Den Versuchsballon startete er diesmal in einem Spiegel-Interview.
Leider bietet Spiegel Online auch zwei Tage später aber nicht den Volltext, sondern nur eine Zusammenfassung mit AFP-Einstieg. Auch über das Archiv ist das Interview scheint’s nur im kostenpflichtigen E-Paper des aktuellen Hefts erhältlich. Ob das die richtige Taktik bei einem derart diskutierten Text ist? Die Diskussion ging doch hin zu “Weg von closed garden mit minimalen Paid-Content-Erlösen, wir setzen auf Reichweite.”
Wo wir gerade beim Kritteln sind: Das ZDF bietet zu dem Thema einen Flash-Überblick über “Schäubles Innere Sicherheit” von “Bundeswehr im Inland” bis “Vorratsdatenspeicherung”, der als “Tipp” und “interaktiv” angepriesen wird. Inhaltlich zwar solide, die Interaktivität beschränkt sich allerdings auf die Möglichkeit, klicken zu dürfen, die Darstellung nutzt Flash nicht aus. Reiner Text hätte die gleiche Wirkung erzielt. Da sind schon die kleinen Flash-Erklärboxen sinnvoller, die Spiegel Online zuweilen einsetzt, da diese direkt in den Hauptartikel integriert werden und nicht wie beim ZDF mit einem Popup funktionieren.
(An dieser Stelle sei auch noch mal ein Hinweis auf unseren Film “Alltag Überwachung” gestattet).