Archivierte Einträge für Print

Auch aufgewacht?

Herr Murdoch hat seinen Verlegerkollegen schon letztes Jahr den Marsch geblasen. Herr Kundrun von Gruner und Jahr äußert jetzt auch für ein klassiches Medienhaus ungewohnte Töne:

«Wir müssen unsere Medien-Marken nicht mehr nur als reine Zeitschriftenmarken verstehen, sondern als Themenleuchttürme, die heute ihren Ausgangspunkt im Magazingeschäft haben, aber sehr viel mehr beinhalten können.» So erwartet Kundrun auch über das Internet neue Impulse. Immer mehr Menschen organisierten sich im Netz in neuen «Communities», der Verlag müsse «Leser und Anzeigenkunden» dorthin
begleiten, wo sie sich austauschen. (dpa)

In der klassischen Jahrebilanz bei G+J spielt Online allerdings keine Rolle.

Online-News am Frühstückstisch

Die belgische Tageszeitung “De Tijd” sucht 200 Testkandidaten, die auch mal auf Online-Nachrichten Marmelade-Flecken hinterlassen wollen. Der Versuch soll drei Monate dauern und mit einem neuartigen, ultradünnen e-paper erfolgen, das besonders flexibel ist und mit extrem geringer Energieversorgung auskommt. Noch müssen sich die Leser die neueste Ausgabe per Kabel-Adapter aus dem Internet herunterladen. Und sobald die ersten Exemplare mit WLAN-Verbindung ausgestattet werden, steht einer komfortabel und stetig aktuell gehaltenen Tageszeitung nichts mehr im Wege…

Konvergenz beim Guardian

Weitere Schritte zur Verschmelzung von Print- und Online-Redaktion beim britischen Guardian: Cyberjournalist.net.

Mitmachen: Nutzung von Weblogs im Vergleich zur klassischen Printmedien-Nutzung

Im Rahmen einer Magisterarbeit für das Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IfKW) der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München findet derzeit eine Online-Befragung statt, bei der es um die Nutzung von Weblogs im Vergleich zur klassischen Printmedien-Nutzung geht.

Die Umfrage (knapp 30 Fragen) dient wissenschaftlichen Zwecken und hat keinen kommerziellen Hintergrund. (Mehr dazu im Projektblog.)

Zum Fragebogen …

Anmerkung: Die Ergebnisse möchte die Magistrandin unter die Creative Commons-Lizenz stellen, das heißt, sie können von allen Interessierten eingesehen werden. Wir werden natürlich dann darauf hinweisen.

Was macht Murdoch?

Der Medienmogul, der letztes Jahr bei einem Verlegerkongress seinen Kollegen ins Stammbuch schrieb, sie versäumten das, was da im Netz abgeht. Falk Lüke verweist auf einen Artikel im Economist.

Videos bei der New York Times

… und zwar eigens produzierte, nicht der Reuters-Kram. Hier: http://video.on.nytimes.com/.

Warten wir mal ab, was bei Spiegel Online passiert, wenn dort die im Dezember ausgeschriebene Video-Stelle (-Stellen?) besetzt ist.

Die Barrikaden stehen schon

Stefan Niggemeier ruft in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung eine Medienrevolution aus, die bereits begonnen hat – und die die alten Medien zu verpassen drohen. Link zu Volltext und Kommentaren zusammengestellt bei Wortfeld.

Susanne Weingarten greift das Thema für den Spiegel auf, Schwerpunkt Fernsehen: “Der Intendant im Wohnzimmer”. Bei ihr kommt der Medienwirtschaftsprofessor Mike Friedrichsen zu Wort, der ARD und ZDF bedroht sieht:

“Sie verlieren ihre Kompetenzen”, sagt der Medienforscher Mike Friedrichsen. Und dadurch wird sich gerade für die Öffentlich-Rechtlichen, die ihre Gebührenfinanzierung bislang noch mit ihrem gesellschaftspolitischen Auftrag einer “Grundversorgung” begründen können, die Frage stellen, welche Aufgabe sie in dieser neuen TV-Welt noch erfüllen. “Irgendwann”, sagt Friedrichsen, “müssen wir die gesellschaftliche Entscheidung treffen: Wollen wir uns ARD und ZDF gönnen?”

Der ehemalige Verfassungsrichter Wolfgang Hoffman-Riem hat dagegen bei einer Jubiläumsveranstaltung des NDR und vor einigen Tagen in der SZ (kostenpflichtig) betont, dass die Ö-R deshalb umso wichtiger seien und nicht von neuen Verbreitungswegen ausgeschlossen werden dürften.

Interview: “Medien sollen Nutzer-Beiträge einfordern”

Die Fachjournalistin Katja Riefler berät Zeitungsverlage beim Einsatz der neuen Medien. “Citizen Media”, in den USA eines der heißen Schlagwörter des letzten Jahres, hält sie ” für einen ganz wichtigen Trend, der in Deutschland seine Zukunft noch vor sich hat”. Darauf müssten sich die Medienhäuser einstellen. Gleichzeitig gibt Riefler im Interview zu bedenken: “Auch die Beteiligung an Mailinglisten war in Deutschland ja nie so stark wie bei vergleichbaren Initiativen in den USA.”

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Citizen Journalism: Die Laien kommen

Ob Surflehrer mit Internet-Tagebuch oder Touristin mit dem Fotohandy: Der Tsunami in Asien machte Augenzeugen von einem Augenblick zum anderen zu Reportern, Weblogs und andere Internet-Seiten zu wichtigen Nachrichtenquellen. Und spätestens seit Zeitungszar Rupert Murdoch im April in einer Rede vor dem US-Verlegerverband seinen Kollegen ins Stammbuch schrieb, sie hätten den Draht zu den Lesern verloren und stattdessen von miteinander kommunzierenden Bloggern und Podcastern schwärmte, ist klar: Im Netz passiert etwas, was die traditionellen Medien kaum ignorieren können.

Einige haben bereits reagiert: Vor allem in den USA sind in den letzten Monaten Internet-Projekte an den Start gegangen, bei denen die Nutzer selbst Artikel veröffentlichen können. Sie verstehen sich als “mikrolokale” Ergänzung der Tageszeitung – oder gar als deren Ablösung.

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