Archivierte Einträge für Print

Stasi-Affäre bei der “Berliner Zeitung”

Es ist ein sehr schwieriges Thema: Die Stasi-Verstrickung von zwei Redakteuren der “Berliner Zeitung”. Als hätte dieses Blatt derzeit nicht genug andere Sorgen und Baustellen. Auf der Website versuchen die Berliner offensiv mit dem Thema umzugehen: Unter dem gestrigen “Seite 3″-Artikel “Glaubwürdigkeit als höchstes Gut” von Chefredakteur Josef Depenbrock (“Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit sind beschädigt.”) finden sich Hinweise auf weitere Artikel zum Thema.

Heute erklärt der Sprecher des Redaktionsausschusses, Thomas Rogalla, dass die Mehrheit der Redaktion Anträge auf Akteneinsicht bei der Birthler-Behörde stellen will: “Mehr Klarheit”. Die Leser können sich in einem Weblog zur Stasi-Affäre äußern.

Hurra, ich bin in Geo

Dankeschön. Für die netten Grüße, die G+J geschickt hat. Aus der Geo-Reisecommunity, einem neuen Projekt aus dem Verlagshaus. Das so richtig schön am Nutzer verdient.

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Digitale Daumenschrauben

Es ist erschreckend, mit welchem Ingrimm die Verleger mittlerweile die Digitalisierung vorantreiben. Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) lädt demnächst zu einem “Digital Bootcamp” ein (der Begriff kommt aus dem Militärischen und kann auch als Trainings- und Umerziehungslager übersetzt werden), “für diejenigen, die sich im Bereich Online noch nicht als Experten sehen”. Dort werden vermutlich die, die sich noch verzweifelt an’s Papier klammern in gebotener Eile auf Höhe der Zeit gebracht: “Dieser Crashkurs vermittelt in einem halben Tag ein interaktives “Training on the Job” für die digitale Welt.” Hoffentlich liest’s Wolf Schneider nicht.

Quelle: E-Mail des VDZ

Putzig klingt die englische Ausschreibung:

Digital Bootcamp:

If blogs, wikis, tags, CMS and RSS feeds make you shiver in your boots… and then pull out a dictionary, you need to join us for this intense five-hour introductory training session. Get over your fear of digital jargon and learn how to make sense of it all at Digital Bootcamp on Sunday 2 March 2008.

“Spiegel”-Doppelspitze mit Mathias Müller von Blumencron

Mathias Müller von Blumencron (Foto: Spiegel/Montage: ojour)

Mathias Müller von Blumencron und Georg Mascolo kommen für Stefan Aust. Die neuen Chefredakteure sollen laut FAZ.NET ihre Posten schon zum 1. Februar beziehen. Laut Sueddeutsche.de/AP soll Blumencron “weiter die Online-Aktivitäten im Blick behalten.” Das operative Geschäft übernehme dessen bisheriger Stellvertreter Wolfgang Büchner.

Mehr über Mathias Müller von Blumencron bei Onlinejournalismus.de:

Nekrolog 2007 – kaum Internet-Publikationen betroffen

Immer wieder lesenswert und trotz des unerfreulichen Themas nicht ganz staubtrocken geschrieben – Jens Schröders Nekrolog für den Zeitschriftenbereich im Blog Retromedia: “64 Publikumszeitschriften haben 2007 zum letzten Mal das Licht des Kiosks erblickt – ein paar weniger Todesfälle als 2006 also.” Bei Internet-Publikationen listet Schröder nur zwei Abgänge auf: die PDF-Publikationen “Sport Bild täglich” und “onruhr” (Waren es wirklich so wenig? Rohrkrepierer aus der Sparte der Redaktionsblogs zählen nicht). Dem “Todestrend der Sexhefte” (ob das Internet – wieder mal – schuld ist?) widmete sich im Zeitschriftenblog Franziska.

Umfrage: Boulevardisierung von Nachrichtenseiten im Internet

Andreas Klatt von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg bat uns auf seinen Fragebogen zur “Boulevardisierung von Nachrichtenseiten im Internet” hinzuweisen. Die Befragung findet im Rahmen einer Diplomarbeit statt, das Fach nannte Klatt leider nicht.

“Information oder Unterhaltung: Webportale setzen professionelle Nachrichtenseiten wie stern.de oder spiegel.de zunehmend unter Druck. Sollen sie sich dem “Massengeschmack” beugen und klickträchtige Themen mit Sexappeal bevorzugen oder wird der Journalismus damit überflüssig? Um diese Frage zu beantworten, sind die Motive der Nutzer von Nachrichtenseiten zu berücksichtigen: Eine Studie untersucht, was Rezipienten sich vom Besuch einer Nachrichtenseite versprechen.”

Die Teilnahme an der Studie dauert knapp fünf Minuten; mir erscheinen die Fragen etwas zu knapp, aber schauen Sie es sich selbst an: Zur Umfrage.

Machet auf das Tor! “Zeit” erweitert Online-Archiv um 250.000 Artikel

Nach dem “Spiegel”, der im Frühjahr sein Archiv kostenfrei öffnen wird (wir berichteten), beschert nun die “Zeit” die Internet-Nutzer. In einer Pressemittteilung heißt es:

“ZEIT online erweitert das kostenlose Online-Archiv der ZEIT um über 250.000 Artikel. Seit Juni 2007 sind unter http://www.zeit.de/archiv alle seit 1995 in der ZEIT erschienenen Texte frei zugänglich – nun kommt auch ein Großteil des Archivs seit 1946 dazu.”

Der neue Hype

Screenshot von sueddeutsche.de

Die Internetableger von Printmedien investieren derzeit kräftig in Personal und Inhalte. Die allzu starke Fixierung auf Klickquoten könnte allerdings dem Bestreben um Qualitätsjournalismus schaden. Weiterlesen…

Zapp zu Video-Kooperationen zwischen Verlagen und Öffentlich-Rechtlichen

Das NDR-Medienmagazin Zapp hat sich mit den Online-Video-Offensiven der Zeitungsverlage beschäftigt. Interessant sind die Statements von Vertretern beider Seiten zu möglichen Kooperationen, bei denen den Online-Redaktionen der Printhäuser TV-Material der Öffentlich-Rechtlichen zur Verfügung gestellt wird: ARD und ZDF führen nach eigenen Angaben schon Gespräche, die Zeitungsvertreter zeigen sich angetan, VPRT-Präsident Jürgen Doetz – na, was wohl? – wettert dagegen. Spannend, wohin diese Entwicklung geht – da stellen sich doch eine Menge Fragen, wer wie von wem proftieren würde und welche Gegenleistungen fällig wären …
Den Beitrag finden Sie online bei Zapp.

(Ich bin u. a. NDR- und WDR-Mitarbeiter.)

Münte wirft die Flinte – und die Onliner der “Berliner Zeitung” auch

“Franz Müntefering wird als Vizekanzler und Bundesarbeitsminister zurücktreten. Das meldet die “Berliner Zeitung”. Der Schritt erfolge aus “rein familiären Gründen”", berichtet eben Spiegel Online, ebenso natürlich die meisten anderen Online-Medien. Viel gibt’s noch nicht zu berichten zum Thema, “mehr in Kürze” heißt es. Also wirft man einen Blick auf die Website der “Berliner Zeitung” – die werden wohl die ganze Geschichte haben. Fehlanzeige. Chance vertan.

Nachtrag, 11:19 Uhr
Jetzt ist es auch bei der “Berliner Zeitung” online zu lesen.

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