Archivierte Einträge für Print

Eyetrack 2007

Ich bin gespannt auf die Ergebnisse der Studie Eyetrack 2007 des Poynter Instituts. Vor kurzem stand im Online Journalism Review etwas über das Design der Studie und erste Erkenntnisse. Wie in den Vorgängerstudien wurden die Augenbewegungen der Nutzer aufgezeichnet – allerdings wurden diesmal Online-Medien, Zeitungen im traditionellen und im Tabloid-Format miteinander verglichen, die Zahl der Probanden und der Nutzungsvorgänge ist erheblich höher als früher.

Zwei Vorab-Ergebnisse: Online-Leser lesen durchaus intensiver als Print-Leser, wenn sie sich erst mal entschieden haben, eine Story überhaupt zu lesen (Den Unterschied zwischen linearen Von-vorne-nach-hinten-Lesern und solchen, die überfliegen und scannen, gibt es aber in beiden Medien.). Und: User bleiben besonders an Karten hängen.

Ausführliche Ergebnisse sollen im Sommer kommen, dann hoffentlich wieder so extensiv aufbereitet wie beim letzten Mal.

Links zum Thema

Sueddeutsche.de: „Vielleicht waren wir zu zögerlich“

Sueddeutsche.de-Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs

Im vergangenen Sommer wollte der Verlag die Redaktion noch nach Prag auslagern, jetzt wird personell aufgestockt. Ist jetzt alles im Lot bei Sueddeutsche.de? Wir sprachen mit Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs über dieses Thema, die gefühlte Boulevardisierung von Sueddeutsche.de und die Rechtschreibfehler dort. Weiterlesen…

re:publica / Alte und Neue Medien

Einige – nicht wörtliche – Eindrücke von der Hauptdiskussionsrunde der re:publica, Titel: “Die Medien(r)evolution – wie überholt sind die alten Medien, wie innovativ die neuen?”
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Stern.de greift nach den Sternen: Führendes Online-Magazin als Ziel

Große Pläne bei Stern.de: Die Zahl der Mitarbeiter soll von derzeit 20 in den nächsten drei Jahren verdreifacht werden. Die Hamburger möchten eine eigene Nachrichtenredaktion aufbauen. Und natürlich sollen Print- und Online-Redaktion in Zukunft auf allen Ebenen noch enger zusammenarbeiten.

Stern.de soll zum “führenden deutschen Online-Magazin” werden, bisher habe man “das enorme Potential im Internet noch nicht ausgeschöpft”, sagt “Stern”-Verlagsgeschäftsführer Ove Saffe. Mittelfristiges Ziel sei ein Wachstum der Page Impressions von derzeit rund 140 Millionen auf zirka 600 Millionen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Nachdem der “Stern” zum 1. März nach sechs Jahren bei der News-Community Stern Shortnews ausgestiegen war, soll “kurzfristig” eine neue Community starten, “so so wie es sie für den Bildbereich bereits mit Augenzeuge.de gibt.” (Wir berichteten über Augenzeuge.de.) Für den Sommer wird außerdem mit Stern-Shortlist der Start eines “ganz neuen Entertainment-Portals” angekündigt.

Etwas ausführlicher dazu Horizont.net, das seit kurzem wieder kostenlos abrufbar ist.

Die Welt steht Kopf

web_first_welt

“Die Welt” setzt auf Web first: Alle Nachrichten erscheinen zuerst online. Fraglich ist, ob diese kleine Revolution nicht Opfer fordert. Weiterlesen…

A little offtopic: Bröckelfernsehen

Gerne wird immer wieder auf den Leserschwund der Zeitungen verwiesen. Dabei sind sie nicht allein, schreibt Theo van Stegeren:

Das Fernsehen, geben die Menschen bei Umfragen stets an, ist unser wichtigstes und vertrauenswürdigstes Informationsmedium. Ja, an Tagen, an denen die Nordsee-Deiche brechen, wäre das natürlich so. Aber in der Zwischenzeit verschwindet das breite Anschauen von Nachrichten und Aktualitäten im TV unmerklich aus unserer Kultur. Der Fernsehjournalismus sendet für einen Seniorenzirkel, der auf natürlichem Wege wegbröckeln wird.

Für De Nieuwe Reporter hat er sich die Quoten der niederländischen TV-Nachrichtensendungen angeschaut.

Weitere Links
bei onlinejournalismus.de

Zeitungen erleiden Schiffbruch im World Wide Web

Schweizer Zeitungen erleiden Schiffbruch im Web
Schweizer Online-Zeitungen ziehen eine ernüchternde Bilanz, nur Gratisblätter sorgen für ein wenig Hoffnung. Weiterlesen…

Holtzbrinck: Kreativ und billig

Nein, offenbar ist doch doch nicht Sevenload die Videoplattform, die sich Holtzbrinck nach dem StudiVZ-Deal als nächstes unter den Nagel reißt. Stattdessen bereitet die Verlagsgruppe laut Werben & Verkaufen den Start eines eigenen Videoportals Mitte Februar vor. Es werde von der zu Holtzbrinck gehörenden Produktionsfirma AVE betrieben.

Soweit keine Überraschung. Doch Holtzbrinck will sich offenbar von MyVideo, Clipfish & Co dadurch absetzen, dass man eigene – auch journalistische – Inhalte anbietet. Wie schafft man das, wenn man eigentlich ein Printhaus ist? Natürlich – man drückt denen eine Kamera in die Hand, die Spaß am Ausprobieren haben und/oder sich nicht wehren können: “Basis sind professionell aber ungewöhnlich, kreativ und billig produzierte Video-Beiträge von jungen Journalisten und Volontären”, erfuhr W&V aus Verhandlungskreisen. Rein private Videos der Nutzer sollten angeblich nicht gezeigt werden (was ich persönlich aber erst mal abwarten würde).

Ein bisschen Zündstoff also für den von Handelsblatt-Oberblogger Knüwer prophezeiten Kampf der Kulturen im Journalismus und die weitergehende Evolution des Online-Videos durch Quereinsteiger mit all ihren möglichen Folgen (dazu wahrscheinlich demnächst mehr von Roman Mischel). Andererseits war AVE laut seiner Homepage im TV bisher eher für glänzerende Formate und Dokus über klassische Musik verantwortlich. Das passt ja erst mal wenig zusammen.

Frankfurter Rundschau stellt auf Tabloid um

… das ist eigentlich eine Meldung etwas abseits unseres Themenfelds. Aber neben der Tatsache, dass sie interessant ist, kann sie auch als Lehrbuchbeispiel dienen, wie man eine E-Mail-Pressemitteilung auf keinen Fall versenden sollte.

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Fleißkärtchen für Spiegel Online

Salopp gesagt “nervig” war Spiegel Online vor Weihnachten mit einer Vielzahl von Boulevardgeschichten (siehe hierzu Thomas Knüwers Blog-Beitrag Der Müll, das Netz und Spiegel Online). Heute gibt’s hingegen für fünf erwähnenswerte Medienberichte an zwei Tagen ein Fleißkärtchen. Als da wären: Anzeigen-Vertrieb: Google gewinnt mit Print; “Wall Street Journal”: Alte Dame, auf jung getrimmt; “Wall Street Journal”: Premiere für das Schrumpfblatt; Neue Zeitungsmodelle: Rückkehr der rasenden Reporter und Community-Millionendeal: Holtzbrinck schnappt sich StudiVZ. Ob diese geballte Seriosität mit dem morgigen 60. Geburtstag des “Spiegels” zusammenhängt, weiß ich nicht.

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