Archivierte Einträge für Recherche

Visualisierung der “Maschsee-Mafia” mit Gephi

Claus Hesseling hat in seinem Blog das Gephi-Projekt: Wulff und die “Maschsee-Mafia” begonnen, dass die Beziehungen zwischen Bundespräsident Christiain Wulff und anderen dem “Hannoverschen Klüngel” zugerechnenten Politikern und Unternehmern visualisiert.

Die Daten beruhen nicht auf eigener Recherche, sondern auf einer Auswertung vorhandener Medienberichterstattung. Per Crowdsourcing werden Hinweise über das Beziehungsgeflecht auf in einer Google-Docs-Datei gesammelt. Die Informationen – wer wie mit wem verbunden ist – sind in der Grafik jedoch spärlich.

An einer eher klassischen Form der Visualisierung hatte sich bereits vor einigen Tagen die “Welt” versucht (hier leider nur in klein).

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Wolfgang Blau ist Chefredakteur des Jahres

Das Medium Magazin hat Wolfgang Blau von ZEIT ONLINE zum Chefredakteur des Jahres gewählt. Fernsehjournalist und Blogger Richard Gutjahr wurde zum Newcomer des Jahres gekürt. Lobend erwähnt wurde auch das digitale Engagement des Rhein-Zeitung-Chefredakteurs Christian Lindner.

Außerhalb der Web-Sphäre erfreulich: Die Rechercheurinnen Andrea Röpke (frei) und Christine Kröger (Weser-Kurier) wurden in anderen Kategorie ausgezeichnet, ebenso wie Arnd Zeigler (Sportjournalismus).

Gäbe es diese Kategorie, dann hieße es in diesem Jahr “Online” sei der “Journalismus des Jahres”.

stellt angesichts Preisträger 2011 Christian Jakubetz gleich erfreut fest.

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Zwickau: Neonazi-Jagd per Crowdsourcing?

Die Ermittler hoffen auf die berühmten sachdienlichen Hinweise aus der Bevölkerung, um rückwirkend neue Erkenntnisse über die Bewegungen der Zwickauer Nazi-Terroristen zu gewinnen. Aufgerufen wird per PlakatCrowdsourcing analog zusagen. Interessant, dass die “Süddeutsche Zeitung” den Hinweis, dass dazu ein Plakat eingesetzt werden sollte, vor der heutigen Pressekonferenz der Bundesanwaltschaft als dramatische exklusive Info verkauft …

Warum nicht gleich echtes, digitales Crowdsourcing in einem NeonaziWiki oder ähnliches? Könnten so nicht viel schneller Erkenntnisse zu Tage gefördert werden und so nicht nur die Veröffentlichungen von Journalisten die Erkenntnisse von Polizei und Verfassungsschutz alt aussehen lassen, sondern die Intelligenz des Schwarms noch viel mehr?

Ich bin skeptisch. Anders als im Fall des GuttenPlag-Wikis liegen hier die allermeisten Quellen nicht offen und für jeden überprüfbar vor. Stattdessen müssten sich Betreiber und Benutzer mit Persönlichkeitsrechten auseinandersetzen. Es könnte gerade angesichts des schwer abgrenzbaren Themenfelds schnell eine Plattform für schwer nachweisbare Verdachtsäußerungen, falschen Verdächtigungen bis hin zur Menschenjagd entstehen – ein juristisches und ethisches Himmelfahrtskommando.

Oder?

(Positiv hervorheben kann man aber mal wieder den Wikipedia-Artikel zum “Nationalsozialistischen Untergrund”, der die zahllosen Fakten und Vermutungen, die sich in den Berichten jedes einzelnen Mediums über zahllose Einzelbeiträge verstreut finden, ordnet und verdichtet.)

Mach deinen eigenen Scoop!

Transparent "Scoopcamp 2011" (Foto: Fiete Stegers)

  Bei der Konferenz Scoopcampin Hamburg ging es zum dritten Mal ums “New Storytelling”. Unter der Devise: “Einfach machen”. Weiterlesen…

Die neue Google-Bildersuche

Google hat seine Bildersuche erweitert und akzeptiert jetzt statt eines Worts auch ein Bild als Suchbegriff. “Google Search by Image” funktioniert sehr einfach per Drag’n Drop. Noch einfacher als bisher können so unbekannte Bildinhalte identifiziert und geklaute Bilder auf anderen Websites identifiziert werden.

Bei prominenten Personen liefert die Funktion auch erstaunlich gute Treffer anderer Bilder, auf denen diese in ähnlichen Bildsituationen zu sehen sind – bei weniger prominenten Personen oder Objekten bietet sie bei den Treffern Bilder an, die dem Suchbild farblich und vom Bildaufbau ähneln (was natürlich zu witzigen Ergebnissen führt).

Wahrscheinlich handelt es sich also um eine Mischung aus Stichwort, Datei- und Bildanalyse – auch wenn Google doch bei Google Goggles erklärt hatte, die Zeit sei für die allgemeine automatische Gesichtserkennung von Personen (noch) nicht reif … Wenige Tage nach der Diskussion um Facebooks Gesichtserkennung bin ich auf das Echo auf die neue Google-Funktion gespannt.

OpenLeaks sucht hundert Partner

Open Leaks auf der re:publica 2011 | Foto: Fiete Stegers
Einen hastigen Schnellstart und Fehler, die bei WikiLeaks gemacht wurden, wollen die Macher von OpenLeaks vermeiden – aber wann kommt die Plattform nun? Diese Frage beantworte Daniel Domscheidt-Berg auf der Konferenz re:publica nicht, informierte aber über einige andere Details des Projekts.

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Linklisten waren gestern, kuratieren ist die Zukunft

Die Informationsflut im Internet fordert die Journalisten heraus. Sie müssen mehr denn je fremde Inhalte sichten, aufbereiten und in einen Zusammenhang stellen. Wenn sich Journalisten in die Rolle des Mehrwert schaffenden Kurators begeben, entsteht eine neue Form des Storytellings. Weiterlesen…

Guttenberg: Gelungene SPON-Visualisierung der Vorwürfe

 

Die Visualisierung auf Spiegel online.

Wie vergleicht man eigentlich ein Plagiat, dass es die Leser einer Zeitung oder eines Online-Magazins gut verstehen? Richtig: Man legt die Texte übereinander. Spiegel online ist auf die Idee gekommen und zeigt, wie man mit den Möglichkeiten des Netzes gut arbeiten kann.

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Ägypten und Prozessjournalismus, Nachtrag

Als Nachtrag zu Lorenz Matzats Artikel “Ägypten und Prozessjournalismus: Deutschsprachige Onlinemedien enttäuschen” der Hinweis auf zwei interessante Beiträgeüber Andy Carvin von NPR und seine Erfahrungen, Ägypten-Nachrichten über Twitter zu kuratieren.

Und ein Hintergrund: NPR Takes ‘Web-First’ Approach to Blogging. What Does That Mean? (September 2010)

Update, 14.02.2011:
Medial Digital empfiehlt noch einen weiteren Beitrag zum Thema beim Knight Digital Media Center, der wiederum auf einem Interview von Ethan Zuckermann mit Carvin basiert.

Die Irak-Protokolle von WikiLeaks

Todesopfer in Bagdad (Screenshot von Guardian.co.uk)
Mit einem Twitter-Gewitter macht sich die parallele Veröffentlichung der Iraq War Logs bemerkbar. Diesmal hat Wikileaks für die Auswertung und Aufbereitung seiner geleakten Dokumente zum Irak-Krieg eine ganze Armada großer Redaktionen ins Boot geholt.
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