Archivierte Einträge für Reportage

Moderne Diashows

Reportagen und Porträts lassen sich im Internet dank Audio-Slideshow besonders emotional und persönlich erzählen. Videos und Bildergalerien waren lange die Favoriten in den Onlineredaktionen. Doch langsam etabliert sich die Audio-Slideshow im journalistischen Alltag – auch wenn sie pro Leser nur einen Klick bringt.
Weiterlesen…

Zeit Online: Video-Reise, Thema Wiedervereinigung

Andrea Senzel und Simon Seeger sind für Zeit Online quer durch Deutschland unterwegs gewesen und haben Menschen gefragt: “Woran denken Sie, wenn Sie an die Wiedervereinigung denken?” Herausgekommen sind Video-Porträts von ganz normalen Menschen, ihren Geschichten und ihren Ansichten.

Das ist gut gelungen. Auch zeigt Zeit Online, dass sich so ein Projekt mit für jeden zugänglichen externen Mitteln bauen lässt und man keine extra Flash-Oberfläche zu designen braucht: Auf einer Google-Map können die Reise nachverfolgt und einzelne Stationen angewählt werden. Die Videos bei Vimeo gelagert – dadurch lassen sie sich auch auf anderen Websites einbinden.



Eines der Videos von Zeit Online

Gewöhnungsbedürftig ist aber der extrem wackelige Handkamera-Stil mit zahllosen Unschärfen, vermutlich durch einen wildgewordenen Autofokus. Ohne die beruhigende Hintergrundmusik wäre das kaum zu ertragen. Aber im Netz zählt ja bekanntlich der Content mehr als die Verpackung.

New York Times auf Wahlkampfreise


Blog-Besitzer Lukas Heinser wies uns auf “Road to November” hin. Die Wahlkampf-Reportage-Reise der “New York Times” ist heute mit einer Folge in San Francisco gestartet. Im verbleibenden Monat sind die NYT-Reporter unterwegs zur Westküste und berichten mit Texten, Fotos, Videos etc. „Meiner Meinung nach ist das Onlinejournalismus, wie er sein sollte“, meint Lukas Heinser. Also ein klarer Fall für die Kategorie Beispielhaft?
Weiterlesen…

Zehn mal Osama pro Tag

Die Ärzin Farrah Jarral und der Filmemacher Masood Kahn aus Großbritannien hatten 50 Tage Zeit, um fünfhundert Osamas zu finden. Das Ziel ihrer Reise durch die islamische Welt: Weg vom Klischee – das menschliche Gesicht des Islams präsentieren. Projektitel: “Osama loves” – jeder Osama sollte auf ein Poster schreiben, was er liebt. Mittlerweile sind die beiden wieder zurück in London, aber auf der Channel-4-Website können sich weitere Osamas melden (via NewTeeVee).

Angriff auf den Platzhirsch

Screenshots Wall Street Journal und New York Times | [M]: ojour.de

Wie das “Wall Street Journal” die “New York Times” online bedrängt.

Von Michael Soukup

Weiterlesen…

Interactive Narratives ist wieder da

Während die langjährige Pflichtlektüre für Online-Journalisten, das Online Journalism Review, seinen Betrieb kürzlich eingestellt hat, ist die Website Interactive Narratives nach längerer Relaunch-Pause wieder da: Sie sammelt Links auf Multimedia-Features (“packages” im US-Jargon) – ideal, wenn man auf der Suche nach gelungenen Beispielen ist, aber kaum Zeit hat, selbst diverse Online-Medien danach zu scannen. Nun gibt es auch einen RSS-Feed für die Seite, um Neuzugänge im Auge zu behalten.

Die Seite ist nach dem Relaunch mit einigen Web-2.0-gemäßen Sortier- und Bewertungsfunktionen ausgestattet, dort tut sich aber im Moment noch nicht sehr viel.

Gefallen hat mir zum Beispiel das “After the Destruction” von Travis Fox. Der Multimedia-Pionier der Washington Post ist zwei Jahre nach Hurrican Katrina nach New Orleans zurückgekehrt und hat dort Menschen wiedergetroffen, die er damals interviewte. Außerdem gibt es einige schöne Panoramabilder, bei denen jeweils zwei Aufnahmen des gleichen Ortes einander gegenübergestellt werden. Ansonsten arbeitet Fox mit Elementen, wie sie derzeit typisch für Multimedia-Features sind: Menschen selbst im O-Ton erzählen lassen, Kombinationen von Stills und Bewegtbild, keine Erzähler – oder aber gleich als Reporter selbst die eigene Arbeit und die Erfahrungen vor Ort thematisieren.

Ähnlich ist es bei Hank Wilson, der – ausgestattet mit einem Stipendium – die Story “Keinen Verpfeifen – keine Verdächtigen” produziert hat. Dabei geht es um ein Viertel, in dem viele Morde geschehen, aber kaum jemand etwas gesehen haben will. Wilson lässt die Bewohner in vielen kurzen Standbild-/O-Ton-Bewegtbild-Einspielern zur Wort kommen.

Und es gibt noch mehr zu entdecken – oder selbst bei Interactive Narratives vorzustellen. Der Anteil deutscher Beispiele ist dort erwartungsgemäß weiter äußerst gering.

Interactive Narratives erscheint unter dem Dach der Online News Association.

Weitere Link
s
… bei onlinejournalismus.de

Typologie der Audio-Slideshow

Titelbild

Im folgenden Aufsatz werde ich verschiedene Formen der Audio-Slideshow unterscheiden. Dabei werde ich nicht nach verwendeten Formaten gliedern, wie es ewa Fabian Schweyher in seiner Diplomarbeit zur Audio-Slideshow versucht hat. Sondern ich möchte die möglichen Formen der Audio-Slideshow nach ihrer Vermittlungsform kategorisieren. Grundlage sind die verschiedenen Arten des Erzählers, die der französische Literaturwissenschaftler Gérard Genette in seinem Werk “Die Erzählung” unterscheidet. Daraus ergeben sich auch Erkenntnisse für die praktische Umsetzung einer Audio-Slideshow.
Weiterlesen…

“Playboy-Reportage”: Nachbarschaftshilfe bei Burda

Vielleicht ist es ein ganz alter Hut – aber mir war es noch nicht bekannt: Wer den Playboy nur wegen der “klasse Reportagen” liest, braucht sich nicht mehr das Magazin voll nackter Mädchen kaufen.

Bei Focus Online werden die “Playboy-Reportagen” groß gefeatured. Schön, dass Focus Online hier den sonst in Playboy-Nische versteckten Aufklärerstücken und Sozialreportagen (Alltag eines Waffenhändlers; Was tun, wenn die Luxus-Yacht nach ein paar Martinis in der Hafen-Bar nicht mehr wiederzufinden ist?; Alligatorjagd in Florida, Clan-Kämpfe in Somalia; Europas größter Sexguru) Zugang zu einem breiteren Publikum verschafft.

Okay, ein Playmate-Video und artverwandte Bilderstrecken gehören auch zur gegenseitigen Nachbarschaftshilfe im Rahmen dieser “Panorama Spezial” getauften Rubrik. Die direkten Links zum ebenfalls zu Burda gehörenden Playboy sind aber in der rechten Spalte ordnungsgemäß als “Anzeige” gekennzeichnet.

Kollegenlob: Bloggen aus dem Katastrophengebiet

Als tagesschau.de-Mitarbeiter zugegebenermaßen nicht neutral lese ich im Moment dort am liebsten die Blog-Einträge von Ariane Reimers. Nachdem sie gerade noch im Basiscamp am Mount Everest die PR-Aktion mit dem Olympischen Feuer begleitet hatte, berichtet sie nun aus dem improvisierten ARD-Studio Hanwang (ein Satcar und ein paar Zelte für Techiker und Reporterinnen) im chinesischen Erdbebengebiet – neben Live-Schalten und Beiträgen fürs Fernsehen auch im Blog. Spannend, was man hier über die Arbeitsbedingungen vor Ort und über das, was – aus technischen oder anderen Gründen – nicht in die Fernsehbeiträge eingeht, erfährt.

Für die BBC berichtet derweil ein Mitarbeiter einer Hilfsorganisation in seinem Tagebuch vom Geschehen in Birma/Myanmar.

(Hinweise auf ähnliche Aktivitäten anderer Medien gerne in den Kommentaren)

CNN-Preis für junge (Online-)Journalisten

Der “CNN Journalist Award 2008″ ist noch bis zum 21. April ausgeschrieben. Die Organisatoren meinen: “Wir freuen uns immer sehr über neue kreative Formen von Beiträgen, die sich ausserhalb der klassischen Reportage und Berichterstattung bewegen. Wir möchten so viele junge Journalisten wie möglich mit dieser Ausschreibung erreichen”.

Gesucht sind Beiträge von Nachwuchsjournalisten mit internationalem Bezug in den Kategorien Print, TV, Radio, Online und Foto einreichen. Der CNN Journalist Award richtet sich an Nachwuchsjournalisten in Deutschland, Österreich und dem deutschsprachigen Teil der Schweiz. Alle Beiträge müssen zwischen dem 1. April 2007 und dem 31. März 2008 veröffentlicht worden sein.

 « 1 2 3 4 5 »


onlinejournalismus.de beobachtet die Entwicklung des Journalismus im Internet.

onlinejournalismus.de wird mit WordPress betrieben (Theme: Modern Clix von Rodrigo Galindez).