Archivierte Einträge für Reportage

Kollegenlob: Bloggen aus dem Katastrophengebiet

Als tagesschau.de-Mitarbeiter zugegebenermaßen nicht neutral lese ich im Moment dort am liebsten die Blog-Einträge von Ariane Reimers. Nachdem sie gerade noch im Basiscamp am Mount Everest die PR-Aktion mit dem Olympischen Feuer begleitet hatte, berichtet sie nun aus dem improvisierten ARD-Studio Hanwang (ein Satcar und ein paar Zelte für Techiker und Reporterinnen) im chinesischen Erdbebengebiet – neben Live-Schalten und Beiträgen fürs Fernsehen auch im Blog. Spannend, was man hier über die Arbeitsbedingungen vor Ort und über das, was – aus technischen oder anderen Gründen – nicht in die Fernsehbeiträge eingeht, erfährt.

Für die BBC berichtet derweil ein Mitarbeiter einer Hilfsorganisation in seinem Tagebuch vom Geschehen in Birma/Myanmar.

(Hinweise auf ähnliche Aktivitäten anderer Medien gerne in den Kommentaren)

CNN-Preis für junge (Online-)Journalisten

Der „CNN Journalist Award 2008“ ist noch bis zum 21. April ausgeschrieben. Die Organisatoren meinen: „Wir freuen uns immer sehr über neue kreative Formen von Beiträgen, die sich ausserhalb der klassischen Reportage und Berichterstattung bewegen. Wir möchten so viele junge Journalisten wie möglich mit dieser Ausschreibung erreichen“.

Gesucht sind Beiträge von Nachwuchsjournalisten mit internationalem Bezug in den Kategorien Print, TV, Radio, Online und Foto einreichen. Der CNN Journalist Award richtet sich an Nachwuchsjournalisten in Deutschland, Österreich und dem deutschsprachigen Teil der Schweiz. Alle Beiträge müssen zwischen dem 1. April 2007 und dem 31. März 2008 veröffentlicht worden sein.

Gut kombiniert: Video und Text im Westen

Screenshot: Bruckhausen-Reportage bei DerWesten

Video und Text nicht als getrennte, sondern als sich ergänzende Elemente sehen – darüber wird viel theoretisiert, in der Praxis läuft es dann doch meistens anders. DerWesten hat mit der längeren Reportage „Die verlorenen Straßen von Bruckhausen“ jedoch eine gelungene Kombination veröffentlicht. Weiterlesen…

ZDF: Mekka-Blog

Als Darstellungsform für Reportage-Reisen sind Blogs ideal. Ein gelungenes Beispiel findet sich gerade beim ZDF: Dort berichten derzeit drei Autoren im Mekka-Blog von der traditionellen Pilgerfahrt der Muslime (nicht zu verwechseln mit dem „Mecker-Blog“ der Zeit). Hintergründiges, Beobachtungen, Banales – alles dabei. An den Bildern könnten die Herren aber teilweise noch etwas arbeiten. Andererseits, schön, dass sie keine falsche Eitelkeit kennen. Man darf ihnen auch bei der Mundhygiene mit einer traditionellen arabischen Zahnbürste zusehen.

„Gemeinschaft und Bier“ in Bild und Ton

Schützenfest in Meschede bei sauerlandthemen.de (Screenshot [M])
Die Böller donnern, der Spielmannszug marschiert, die Schützenbrüder loben das frische Pils am Vormittag – Andreas Beer, sonst Text- und Bild-Journalist, hat bei einem Sauerländer Schützenfest auch das Mikro für Atmo und O-Töne dabeigehabt. Dem Gesamtwerk tut das äußerst gut. Solche Audio-Bildergalerien sind als Darstellungsform in Deutschland bisher kaum verbreitet – obwohl hier eigentlich so Zeitungsjournalisten mit verhältnismäßig wenig Aufwand Multimedia produzieren können – gerade im Lokalen. Andreas Beer schildert im Interview seine Erfahrungen.
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Treffer, leider versenkt

Zwei Jahre nach dem verheerenden Hurrikan Katrina beschreibt das „Time Magazine“ in einem Schwerpunkt die Konsequenzen, die New Orleans und Lousiana aus der Katastrophe gezogen haben. Ein sehr lesenswerter Bericht, dessen Tenor eine vernichtende Kritik an Politikern und dem für den Hochwasserschutz zuständigen Army Corps auf Engineers ist, die auf verhängnisvolle alte Fehlentscheidungen neue folgen lassen. Gewürzt wird der Bericht immer wieder mit trockenen Kommentaren und Zitaten („Rückzug ist unamerikanisch. Deshalb brauchen wir ein besseres Wort dafür.“), die ihn umso lesenswerter machen. Nachlesen lässt sich der Report in voller Länge auch online. Dort ist er Teil eines noch ausführlicheren Specials, das um zusätzliche Blickwinkel auf das Geschehen erweitert wurde.

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Von wegen nicht vor die Tür gehen

Endlich ist man nicht mehr von Sendezeiten abhängig – dank der Video-Sektion von Spiegel Online, wo man Filme jederzeit ansehen kann. Also nicht mehr warten, bis die üblichen Sauf-Reportagen aus den „Ferienparadiesen“ im Spätprogramm der Privatsender laufen – die Online-Reporter von SpOn sind diesmal selbst vor Ort:

Unterwegs mit einer Gruppe ostdeutscher Abiturienten im Nachtleben von Lloret de Mar – am Ende von Teil 1 verabschiedet sich die Reporterin mit der unheilvollen Ankündigung einer Flatrate-Party in Teil 2. Dabei will der Zuschauer doch endlich nackte jugendliche Körper sehen.

„Alltag Überwachung“ als Video-Serie

Alltag Überwachung

Aktuell: Am Samstag, 13. Januar, wird „Alltag Überwachung“ in der Sendung „Blogspiel“ auf Deutschradio Kultur vorgestellt. Die Sendung ist hinterher auch Audio abrufbar.

Ob durch Überwachungskameras in Bus und Bahn, beim Surfen im Internet oder beim Bezahlen mit einer Treuekarte: Freiwillig oder unfreiwillig hinterlässt jeder Spuren. In Zeiten der Terrorangst versprechen Innenpolitiker Sicherheit durch mehr Überwachung – und viele Bürger halten das für nötig. Datenschützer warnen – allerdings meistens vergeblich.

Die Dokumentation „Alltag Überwachung“ geht der Frage nach, ob Deutschland auf dem Weg in den Überwachungsstaat ist oder ob wir nur unser Verständnis von Privatsphäre und Recht auf informationelle Selbstbestimmung dem digitalen Zeitalter anpassen müssen.

„Alltag Überwachung“ von Roman Mischel und Fiete Stegers erscheint als vierteilige Video-Serie bei tagesschau.de – beginnend mit Teil 1

Kurzinfos zur Dokumentation gibt es hier.

Online-Video und Zeitungen

Flash-Videoplayer auf Nachrichtenseite (Foto: Mischel)

„Video“ war eines der Schlagwörter 2006. Und wie aus Branchenkreisen zu hören ist, wollen einige Online-Redaktionen im kommenden Jahr beachtliche Summen investieren, um ihre Berichterstattung mit bewegten Bildern zu bereichern. Grund genug für eine Momentaufnahme: Wie setzen deutsche Online-Redaktionen, deren Ursprung im Print liegt, heute Video ein? Ein kurzer Überblick.

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Video-Offensive bei Handelsblatt.com

„Spannende Gespräche und Reportagen“ im Bewegtbild kündigt Handelsblatt.com an und startet zwei neue Video-Formate: Ein mobiles Video-Blog, in dem Webreporter per UMTS-Handy live berichten. Und den Elektrischen Reporter, ein Video-Blog, in dem einmal wöchentlich Trends aus der Online-Welt vorgestellt werden.

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