Archivierte Einträge für Social Networks

Viral dank Bundeswehr

Sehr lange E-Mailadresse

Vor einer Woche habe ich ein Foto getwittert, das inzwischen mehr als 1.000 Retweets und 1.200 Favorites erreicht erreicht. Als Social-Media-Redakteur habe auch schon Medien-Accounts mit großer Reichweite mit Inhalten zu aktuellen Ereignissen bestückt oder über virale Effekte berichtet. Aber das ist das erste Mal, dass ich über ein persönliches Account eine derartige Resonanz erziele. Auch die Halbwertszeit ist erstaunlich – immer noch tröpfeln neue Reaktionen auf den Tweet nach. Für mich also eine neue Perspektive – aus der sich einige Viralitätseffekte geradezu lehrbuchmäßig nachvollziehen lassen. Zu verdanken habe ich das alles der Bundeswehr.
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Propaganda per Filter und Verstärkung – Die leise Gefahr für Journalismus und Pressefreiheit in Krisenzeiten

Straßenumfrage ade: In den letzten Jahren hat sich die Arbeitsweise von vielen Journalisten radikal geändert: Soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook dienen als Sensor für die Meinung der Bevölkerung, als Gruppenmedium zwischen Kollegen, als Recherchetool und als zusätzlicher Marketingkanal für die eigenen Beiträge. Je stärker ein Journalist in diesen Netzen Informationen aufnimmt und wieder abgibt, desto wichtiger wird die Neutralität dieser Netze, da es sonst zu erheblichen Verzerrungen kommen kann. Nun ist das leider schon länger nicht mehr der Fall: Twitter, Facebook oder Google formen unsere Streams nach unseren Leseinteressen. Der Buchautor Eli Pariser warnte 2012 in “The Filter Bubble” davor, dass wir uns dadurch intellektuell isolieren.

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Größer wäre das Problem nun, wenn die Filter in diesen Netzwerken absichtlich nach politischen Interessen geschaltet wären. Vor kurzem bewies Facebook, dass es die Technologie für eine inhaltliche Filterung der Streams bereits hat: In einem psychologischen Test hatte man bei 100.000 ahnungslosen Nutzern positive oder negative Meldungen herausgefiltert und die Reaktion darauf gemessen. Gemerkt hat anscheinend niemand etwas davon.

Eine politische Filterblase wirkt weiter als Zensur, da sie sich verstärkend in verschiedene Bereiche fortsetzt: Angenommen, regierungskritische Meinungen werden in den persönlichen Streams von Facebook oder Twitter über Algorithmen reduziert, bestätigende Meinungen werden dagegen verstärkt. Für Journalisten würde sich das an drei Stellen auswirken: Unsere Wahrnehmung von Öffentlichkeit wird verzerrt, die Texte, die wir dann schreiben, verstärken diese Sichtweise auch in den ungefilterten Medien. Und schließlich werden die kritischen Journalisten in den Netzen unsichtbarer, was sie möglicherweise auch ökonomisch schwächt. Das perfide an der Methode wäre aber sicherlich, dass bei mäßiger Filterung bzw. Verstärkung niemand etwas von diesem Einfluss merken würde.

“Can we be friends?”

Aus der Sicht einer Regierung ist dieses Vorgehen in einer Krise oder während eines Krieges verlockend. Die innere ethische Perspektive wäre: Warum nicht unauffällig auf die Meinungsbildung im Ausland einwirken, wenn sich dadurch Kriege und Tote vermeiden lassen. Der Twitter-Gründer Biz Stone erzählte bereits 2011 von einem verstärkten Interesse des amerikanischen Außenministeriums an seinem Dienst. Die wollten plötzliche beste Freunde mit ihm sein: “Oh wow, we were trying to get this done with AK-47s and you guys got it done with Tweets. Can we be friends?”

Auch in den letzten Wochen gab es wieder zwei Meldungen, die das Interesse an dieser Form des Einflusses verdeutlichen:

  • Der englische Geheimdienst GCHQ hat ein Tool, um Online-Umfragen gezielt zu ändern und damit in den Prozess der Meinungsbildung einzugreifen
  • Eine russische Firma mit 600 Mitarbeitern hat während der Ukraine-Krise gezielt Diskussionsforen von deutschen Medien mit prorussischen Fake-Beiträgen geflutet

Man kann von Glück reden, dass deutsche Journalisten während der Ukraine-Krise nicht alle bei dem russischen Facebook-Klon vk.com organisiert waren. Erst im Frühjahr war der Gründer des Social-Media-Netzwerks vermutlich aus politischen Gründen aus der Firma geworfen worden und durch putinfreundliche Manager ersetzt worden. Dann hätte Putin zumindest in der Theorie einen leichteren Weg gehabt, um die deutsche Presse zu beeinflussen. Vom chinesischen Weibo gar nicht zu reden, wo politische Zensur und Filterung schon lange üblich ist.

Radio_-_Keep_It_Free.gifUnd die amerikanischen Dienste? Vorerst gibt es ganz klar keine Belege für einen Einfluss der amerikanischen Regierung auf die Filter von Facebook, Twitter und Google. Kritische Journalisten sollten diese mögliche Gefahr jedoch nicht vergessen, wenn sie ihre Werkzeuge für die Zukunft wählen. Je nachdem, wie politisch die eigene Arbeit ist und wie stark man Social-Media als Ideengeber, Recherchetool und Publikationskanal verwendet, wäre ein solcher Filter ein ziemliches Problem für unabhängige Berichterstattung. Eine starke Skepsis gegen die Streamzusammenstellung wäre im Krisenfall sicher angebracht.

100% filterfrei

Zusätzlich sollte man vielleicht doch öfter mal darüber nachdenken, ob es so toll ist, dass wir die Filterung unseres digitalen Lebens zwei bis drei Konzernen anvertraut haben, ohne kontrollieren zu können, wie ihre Algorithmen unser Weltbild und das unserer Leser prägen. Wer wegen der fehlenden Privatsphäre oder der Massenüberwachung ohnehin nach Alternativen sucht, hat nun einen weiteren Grund für den Umstieg: dezentrale Open-Source-Netzwerke sind immer transparent in ihrer Filterung bzw. bilden den Stream in der Grundeinstellung zu 100% ab. Das wäre auch für die journalistische Arbeit besser.

Damit sind wir aber wieder beim alten Diaspora-Problem: Schon bei den letzten Facebook-Kritikwellen gab es dezentrale Netze, die sich aber nicht durchsetzen konnten: Ist auch logisch: Was soll man in einem dünn besiedelten Netzwerk, wenn alle Freunde und Kollegen bei Facebook bleiben? Ich weiß, dass es schwer ist, dagegen ein Argument vorzubringen: Wir hängen nicht an Facebook, sondern an unseren sozialen Kontakten, das ist nur menschlich. Aber ein Argument habe ich: Wer keine Alternativen anbietet, verhindert jede Änderung. Wer Freunden und Kollegen dagegen zusätzlich ein oder zwei alternative Netzwerke anbietet, ermöglicht, dass sich ein besseres System etabliert.

Dezentrale Alternativen gibt es genug: Friendica und Diaspora sind zwar keine Usability-Raketen, aber gut funktionierende Alternativen für Facebook. Für beide gibt es offene Server, auf denen man sich kostenlos anmelden kann (Friendica, Diaspora). Auch für den Twitter-Ersatz Pump.io gibt es offene Server. Ich nutze alle drei Dienste seit über einem Jahr ohne Probleme.

Wer schonmal eine eigene Website per FTP gepflegt hat, kann hingegen in die nächste Wissensstufe vorrücken und mit dieser einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitung per SSH einen eigenen Friendica-Server bei dem Hoster Uberspace installieren. Das ist schneller erledigt als eine WordPress-Installation und bietet Platz für mindestens 20 Kollegen. Und eröffnet nebenbei auch die Möglichkeit für eine eigene Cloud. Wer experimentieren will, dem empfehle ich dagegen das neue Red Matrix. Ein Social-Media-Netzwerk, bei dem die eigenen Daten immer nomadisch und verschlüsselt auf verschiedene Server verteilt werden, so dass man nicht von einem Betreiber abhängig ist.

Und auch beim Lesen von Nachrichten kann man sich einfach aus der Filterblase befreien: Im Unterschied zum Konsum von Nachrichten per Facebook-Abonnement sind die guten alten Feedreader 100% filterfrei. Sie sind bereits in den meisten Browsern, Emailprogrammen und auch bei Friendica eingebaut. Und für jedes Handy als App zu bekommen.

Bildrechte: “Neutral density filter demonstration” by Robert Emperley from Strasbourg, Alsace, France – silver falls 21Uploaded by NotFromUtrecht. Licensed under CC BY-SA 2.0 via Wikimedia Commons.

Vorbildlicher Vorreiter: Heute-Nachrichten auf Instagram

"Heute"-Profil auf Instagram (Screenshot [M])

Seit gut einer Woche sind die “Heute”-Nachrichten des ZDF auf Instagram aktiv. Mit Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft startete das “Experiment”, wie es in der Pressemitteilung heißt. Das Ziel ist klar: “Instagram werde ausschließlich mobil genutzt – und sei somit ein wichtiger Baustein neben der ZDFheute-App, um junge Nutzer zu erreichen, die sich unterwegs informieren möchten.”

Mehrmals täglich postet die Redaktion von heute.de seitdem Videos und Fotos auf Instagram. Sie sind nicht die ersten Nachrichtenredaktion, die das tut (Die BBC und der Guardian zum Beispiel sind, wenig überraschend, schon länger aktiv), aber in Deutschland Vorreiter. Und die ZDF-Leute machen ihren Job ziemlich gut.

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Omg, wtf, LOL: Der Buzzfeed-Hype

Buzzfeed rockt mit seiner unterhaltungslastigen News-Seite die USA. Anspruchsvoller Journalismus steckt nur selten dahinter, doch die Seite ist so beliebt, dass es auch Pläne für eine deutsche Version gibt.

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50 Prozent Bild, 20 Prozent YouTube, 20 Prozent Digg und 10 Prozent Zeit: Die Social News-Seite Buzzfeed.com ist eine wilde Mischung aus Unterhaltung, Videos, In-Themen und Nachrichten. Der Fokus liegt dabei eindeutig auf Unterhaltung und leichter Konsumierbarkeit. Buzzfeed ist voll von Listen-Artikeln – so genannten Listicles – Ansammlungen von mehr oder weniger steilen Thesen, garniert mit einem (animierten) „Beweisbild“: Von “10 herzerweichenden Dingen, die passiert sind, als US-Olympioniken nach Hause kamen“ über „15 schockierende Wahrheiten, was Katzenverhalten alles bedeuten kann“ (ja, Katzen-Content ist groß auf Buzzfeed!) bis zu „26 Dingen, die Dir passieren, wenn Du kein Gluten mehr isst“. Dazu gibt es eine Menge Quizzes und Videos, auf YouTube zählt Buzzfeed zu den größten Inhalteanbietern – Inhalten, die massiv geguckt werden, zum Teil mehr als 110 Millionen Mal pro Monat.

Drei Viertel des Traffics aus dem social web
Die Buzzfeed-Website selbst erreichte in ihrem bislang erfolgreichsten Monat im November 2013 130 Millionen Unique Visitors. Nicht weil viele Leute Buzzfeed als Startseite im Browser haben, sondern weil Buzzfeed-Content wie hulle über die Social Networks geteilt wird. Drei Viertel des Traffics auf der Seite kommen über Links aus sozialen Netzwerken. Vor allem der Facebook-Algorithmus findet Buzzfeed klasse und verhilft so der Seite zum Erfolg. Social-Media-Sharing-Buttons sind in Hülle und Fülle vorhanden, in Listicles sogar für jedes Bild einzeln. Weil Bilder so prominent sind, ist die Bilder-Seite Pinterest für Buzzfeed genauso wichtig wie Twitter.

Unter jedem Text gibt es dann noch eine Reihe von „Text-Emoticons“ wie „omg“, „wtf“, „LOL“ oder „cute“. Für jede dieser Kategorien gibt es eigene Rankings. Die Community-Mitglieder können auch selbst Artikel schreiben – besonders gelungene werden von der Redaktion auch mal auf die Homepage gehievt. Ein Prinzip, dass Buzzfeed von social news-Seiten wie Digg (deutsches Pendant: yigg) übernommen hat: Dort können die Nutzer selbst abstimmen, welche Artikel sie witzig und interessant finden. Die Buzzfeed-Redaktion holt sich im social web Futter für „eigene“ Artikel.

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Kohle kommt natürlich auch hier über Werbung rein, besonders gut ist Buzzfeed beim Native Advertising – Inhalten, die gar nicht auf den ersten Blick als Anzeige erkennbar sind, sondern im Gewand eines normalen Artikels oder eher Listlcles daherkommen: „17 Probleme, die nur Buchliebhaber verstehen“ sehen genauso aus wie andere Listicles, sind aber vom Buchhändler HarperCollins gesponsort. Diese Native Ads erstellt ein Team innerhalb der Buzzfeed-Redaktion auf Wunsch des Kunden.

“We would love to come to Germany”
Die News stehen zwar in der Hauptnavigation an erster Stelle, haben gegen die ganzen bunten Geschichten aber eher einen schweren Stand. Damit Buzzfeed aber auch von anspruchsvolleren Lesern angenommen wird, hat die Seite Ben Smith von Politico abgeworben und mit dem Aufbau eines Hintergrund- und Investigativ-Ressorts beauftragt, das längere und gehaltvollere Artikel zum Buzzfeed-Universum beisteuert.

In den USA ist Buzzfeed schon lange eine große Nummer und auch in Deutschland steigen Aufmerksamkeit und Klick-Raten. Inzwischen macht Buzzfeed-Gründer Jonah Peretti keinen Hehl mehr daraus, dass er die Seite auch bald nach Deutschland bringen will. Schon jetzt verzeichnet “BuzzFeed” eine Million Nutzer im Monat aus Deutschland, sagt Peretti. “We would love to come to Germany. Wir müssen noch die richtigen Leute finden. Dann werden wir es machen“, sagte Peretti kürzlich in einem Interview mit Gründerszene. Allerdings nicht wie die Huffington Post mit einem Verlagspartner, sondern allein. Das deutsche “Buzzfeed“ soll wohl eine Mischung von englischen Beiträgen, deutschen Übersetzungen und eigenen Inhalten werden. Das könnte eine echte Konkurrenz für bild.de werden.

Dieser Post wurde zuerst auf dem Torial-Blog veröffentlicht.

Die Community-Redakteurin: Annika von Taube (Zeit Online) im Video-Porträt

Wenn ich mich auf Zeit Online informiere, lande ich oft – noch bevor ich überhaupt Artikel lese – im Kommentarbereich darunter. Warum? Weil mir häufig schon die ersten drei bis vier bestbewerteten Nutzer-Reaktionen Aufschluss über die Relevanz des Themas oder dessen Aufbereitung geben. Das klappt zwar nicht immer, aber dennoch verblüffend oft.

Auf vielen anderen Nachrichtenangeboten würde diese Vorgehensweise nicht funktionieren, weil die Nutzer dort in den Kommentarbereichen oft ihrem eigenen Schicksal überlassen werden und nicht selten die verbale Brechstange herausholen.

Seit Juni 2013 leitet Annika von Taube die Community-Redaktion bei Zeit Online. Für die siebte Folge des Journalisten-Berufsporträt-Formats ABZV Videoreporter habe ich mit ihr ein ausführliches Interview geführt und sie und ihr Team einen Tang lang bei der Arbeit beobachtet.

“Wir sind berühmt und berüchtigt dafür, sehr stark in die Debatten einzugreifen”, sagt Taube und spricht auf die zahlreichen Kommentare an, die ihr Team im täglichen Geschäft kürzt oder sogar komplett entfernt. “Der Zensurvorwurf hängt ständig über unserer Arbeit”, sagt die Community-Chefin und stellt klar: “Wir zensieren nicht, sondern wir lenken Debatten.”

Das Video steht unter der Creative Commons Lizenz (BY-NC-ND 3.0 DE), das heißt Teilen, Verbreiten und Einbetten in andere Kontexte ist erwünscht, solange dies zu nicht-kommerziellen Zwecken geschieht.

Weitere Links zum Thema:
… bei onlinejournalismus.de

… im übrigen Internet

“Fox News Deck” soll Social-Media-Nachrichtenfluss navigieren

Moderator Shepard Smith vor riesigen Touchscreens

Vorne der Nachrichtenmoderator, hinter ihm entweder eine riesige Videowand oder ein halbes Dutzend Journalisten an riesigen Touchscreens, die an Zeichentische erinnern: Es sieht komplett albern aus, was Fox News da als neues Studio präsentiert.

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Demo-Zahlen: Die dezentrale Nicht-Live-Meldung

Demonstranten am 27.07.2013 in Hamburg

Wie viel Demonstranten sind es? (Foto: Holger Röttgers)

“Bundesweite” – also in verschiedenen Städten am gleichen Tag veranstaltete – Protestaktionen, wie sie heute und schon mehrfach zu Themen rund um staatliche Überwachung stattfanden, haben zwei unbestrittene Vorteile: Menschen können sich leichter an den Protesten beteiligen, ohne erst an einen zentralen und (für Nicht-Berliner wahrscheinlich tendenziell weit entfernten) Kundgebungsort anreisen müssen. Sie können Anwohner und Passanten an verschiedenen Orten erreichen.

Die Chancen, über die mediale Öffentlichkeit Aufmerksamkeit zu bekommen, ist für die meisten Anliegen allerdings erheblich geringer als bei einer zentralen Demonstration. Hier 50 Demonstranten, dort 200 und in einer der größeren Städte vielleicht eine vierstellige Zahl – das kommt der Mechanismen und der Logistik der (Online-)Berichterstattung der größeren Medien alles andere als entgegen. Weiterlesen…

Der Social Media-Redakteur: Lars Wienand im Video-Porträt

“Wenn da nur die fiesen Fragen zur Trennung von Beruf & Freizeit nicht gewesen wären…”, twitterte Lars Wienand am 18. April direkt nach unseren Dreharbeiten für die fünfte Folge des Journalisten-Berufsporträt-Formats ABZV Videoreporter. Als so fies habe ich meine Fragen eigentlich gar nicht empfunden. Die Antworten des Rhein-Zeitung-Redakteurs waren aber umso ehrlicher und differenzierter.

Lars Wienand ist der wohl erste Social Media-Redakteur einer Regionalzeitung in Deutschland, was – wenn man es sich aus leichter Distanz anschaut – unspektakulär, vielleicht sogar ein bisschen langweilig aussieht: Ein Mann, der den größten Teil seines Arbeitstages vor zwei großen Monitoren sitzt, auf denen unaufhörlich ein Strom von Tweets und anderen Informationshäppchen vorbeifließt.

Bei genauerem Hinsehen wird deutlich, dass hinter seinem Job im besten Fall spannender Journalismus steckt, von dem seine Kollegen jeden Tag profitieren können – wenn sie denn wollen…

Das Video steht unter der Creative Commons Lizenz (BY-NC-ND 3.0 DE), das heißt Teilen, Verbreiten und Einbetten in andere Kontexte ist erwünscht, solange dies zu nicht-kommerziellen Zwecken geschieht.

Weitere Links zum Thema:

Online-Frühling: Generationswechsel oder digitale Spaltung in den Redaktionen?

Diskussinosrunde auf der Republica 2013

Moderator mit Jochen Wegner, Katharina Borchert und Stefan Plöchinger (links)

Wie sieht es aus mit der Experimentierfreude bei Formaten und Finanzierungsmodellen? Darüber diskutierten auf der re:publica 2013 drei Vordenker des deutschen Onlinejournalismus, die in vielen einer Meinung waren. Allerdings nicht ganz bei der Frage, ob mit einer neuen Journalisten-Generation (den richtigen Digital Natives) alte Wände zwischen Print- und Online-Redaktionen von selbst wegfallen – oder ob die digitale Spaltung zwischen Papierfesthaltern und digital Denken (unabhängig vom Alter der Journalisten) noch eine Weile bestehen bleibt. Eine Dokumentation der Diskussion.

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Aufschrei über das Aus für den Google Reader

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