Archivierte Einträge für Suchmaschinen

Überblick zum zweiten Tag der Datenjournalismus-Konferenz

Nach dem ich gestern via Storify live von der Datenjournalismus-Tagung von Netzwerk Recherche berichtet habe, beschränke ich mich heute auf einen Überblick über das, was andere berichten.

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Google+: Platzhaltern und Probieren mit Seiten

“Goldgräber-Stimmung” macht Wortfeld aus, seit Google gestern Abend in seinem Netzwerk Google+ die angekündigten Seiten für Firmen, Marken und Organisationen freigeschaltet hat. Im Momen schießen die offiziellen Seiten aus dem Boden – man kennt die Rolle von Facebook-Seiten als Kommunikationsmittel, Viralträger und Trafficgenerator und will bei Google+ von Anfang an dabei sein. Dabei sind die Seiten bei Google+ bisher noch sehr beta.

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Sie lernen es nicht: sueddeutsche.de und die Links

Ach, sueddeutsche.de, du und deine Links wieder … Weil ich gerade an anderer Stelle den Artikel von sueddeutsche.de über die nach Deutschland schwappenden Proteste der “Occupy Wall Street”-Bewegung gelobt habe, darf ich auch meckern. sueddeutsche.de schafft es in dem Artikel tatsächlich, zwei immer wieder kritisierte – weil hinrissige – Fehlerklassiker miteinander zu verknüpfen:

  • einen SEO-Link auf ein völlig allgemeines Stichwort setzen, der dem Nutzer überhaupt nichts bringt
  • diesen Link ausgerechnet auf ein Wort zu setzen, das ein Teil des Namens einer Website ist, statt auf die zitierte externe Website zu verlinken.

Dabei haben die Kollegen doch auf Seite 1 des gleichen Artikels bewiesen, das sie durchaus wissen, dass man auf externe Seiten verlinken kann – sogar direkt aus dem Text.

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… bei onlinejournalismus.de:

Spickzettel für das Schreiben fürs Netz

Von Claus Hesseling

Spickzettel (engl. “Cheat sheets”) sind eine praktische Sache. Für meine Trainings zum Thema “Texten für das Internet” habe ich folgende DIN A5 Schnellübersicht erstellt, die praktischerweise in kaffeefleckensichere Plastikfolie laminiert und direkt neben den Computer platziert werden kann (Download).

Einige Themen:

  • Wie schreibe ich einen Teaser?
  • Was kommt in die Überschrift?
  • Was muss ich beim Thema SEO beachten?
  • Welche Internet-Textformen gibt es?
  • Und wie verlinke ich richtig bei Facebook und Twitter?

Das Ganze steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz.

Die Chancen von Google+

Google+ (Screenshot [M])

Über Google+ ist bereits enorm viel geschrieben worden – auf gute Einführungsbeiträge habe ich an anderer Stelle hingewiesen. Die große Frage bleibt: Wie krempelt der Neuling, der inzwischen 10 Millionen Nutzer hat, die Social-Network-Szene um?

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Die neue Google-Bildersuche

Google hat seine Bildersuche erweitert und akzeptiert jetzt statt eines Worts auch ein Bild als Suchbegriff. “Google Search by Image” funktioniert sehr einfach per Drag’n Drop. Noch einfacher als bisher können so unbekannte Bildinhalte identifiziert und geklaute Bilder auf anderen Websites identifiziert werden.

Bei prominenten Personen liefert die Funktion auch erstaunlich gute Treffer anderer Bilder, auf denen diese in ähnlichen Bildsituationen zu sehen sind – bei weniger prominenten Personen oder Objekten bietet sie bei den Treffern Bilder an, die dem Suchbild farblich und vom Bildaufbau ähneln (was natürlich zu witzigen Ergebnissen führt).

Wahrscheinlich handelt es sich also um eine Mischung aus Stichwort, Datei- und Bildanalyse – auch wenn Google doch bei Google Goggles erklärt hatte, die Zeit sei für die allgemeine automatische Gesichtserkennung von Personen (noch) nicht reif … Wenige Tage nach der Diskussion um Facebooks Gesichtserkennung bin ich auf das Echo auf die neue Google-Funktion gespannt.

Google und die Adresszeile

Browser-Puristen wird die Galle hochkommen: Die Liste der am häufigsten bei Google eingegebenen eingegebenen Suchbegriffe zeigt einmal mehr, wie viele Menschen inzwischen das Internet benutzten, ohne der Adresszeile ihres Browsers Beachtung zu schenken, um dort ordnungsgemäß eine URL einzugeben (Angaben für Deutschland 2010):

Die häufigsten Suchbegriffe:
1. Facebook
2. YouTube
3. Berlin
4. eBay
5. Google
6. Wetter
7. TV
8. GMX
9. You
10. Test

Am schnellsten wachsende Suchbegriffe:
1. WM 2010
2. Chatroulette
3. iPad
4. DSDS 2010
5. Immobilienscout24
6. iPhone 4
7. Facebook
8. Zalando
9. Street View
10. Studi VZ

Gefettet habe ich die Begriffe, bei denen ohne Zweifel einfach nur eine Website angesteuert werden sollte und der User auch “Facebook.com” oder “GMX.de” hätte eingeben können. “You” könnte auch gut der erste Teil des Suchbegriffs “You Tube” sein. Schleierhaft ist mir allerdings, warum man bei Google nach “Google” sucht. Sind das die Menschen, die noch nicht mal wissen, dass sie sich auf der Google-Homepage befinden bzw. das Suchfeld in ihrem Browser eine Google-Anfrage ist?

Was heißt das?

1. Google bekommt eine gigantische Menge “Durchgangsverkehr” von Nutzern, die eigentlich nur zu einer ihnen längst bekannten Website wollen, die sie durch ein Bookmark oder direkte Eingabe der URL sofort ansteuern könnte. Und in der obigen Auswertung sind ja noch nicht einmal die Fälle enthalten, die zwar standardmäßig eine komplette URL samt “www.” eintippen – allerdings nicht in die Adresszeile, wo sie hingehört, sondern ins Google-Suchfeld.
2. Wer seinen Nutzer – etwa durch Bewerbung – beibringen will, eine lange und womöglich noch durch eine Schrägstrich getrennte URL in die Adresszeile einzugeben, kämpft bei vielen Zielgruppen auf verlorenem Posten.
3. Die Adresszeile wird zunehmend weniger wichtig werden. Klar, ehe man lange überlegt, ob man nun eher Sony.com oder Sony.de eingibt, um ans Ziel zu gelangen, ist es auch für Profi-Nutzer einfacher, die “Sony” ins Suchfeld einzugeben. Wer als Online-Redakteur Telefon-Support für orientierungslose Nutzer leisten muss und im Gespräch erst mal auf den Gedanken kommen muss, dass der Nutzer gar nicht von den Navigationspunkten auf der eigenen Website spricht, sondern die von Google als Shortcuts angebotenen “Sitelinks” unter dem ersten Suchergebnis meint, muss trotzdem erst mal tief durchatmen.

Weitere Links

Der “Elektrische Reporter” zur Zukunft des Journalismus


Die Sendereihe “Elektrischer Reporter” mit Teil eines zweiteiligen Beitrags zur Zukunft des Journalismus: Wer soll das bezahlen?Im Beitrag kommen unter anderem Tom Rosenstiel, Christopher Albritton, Lorenz Lorenz-Meyer und Hans-Jürgen Jakobs zu Wort. Letzterer wirft Google “Imperialismus” im Nachrichtengeschäft vor.

(Ich arbeite auch für den Elektrischen Reporter.)

Nachrichten.de: Rätselhafter Bildbeschnitt und anderer Nachholbedarf

Screenshot nachrichten.de
Kollege Thomas Mrazek sah nachrichten.de in der Beta-Phase „auf gutem Wege“. Die Macher freuen sich im Begleitblog nun über „Überwältigende Trafficzahlen, erfreuliches Feedback“.

Mir fallen mir nach ein paar Tage sporadischer Beobachtung des neuen Nachrichtenaggregators aus dem Haus Burda eher die Stellen auf, wo es noch Nachholbedarf ist. Seltsamkeiten des Automatismus gibt und gab es bei bei Google News natürlich auch – aber dort hatte vorher auch nicht ein Verleger kräftig gepoltert … Ein paar Notizen zu Nachrichten.de Weiterlesen…

“Wie Journalismus heute funktioniert. 17 Behauptungen.”


Internet | Foto: Fiete Stegers
Auch ohne oder trotz Sachkenntnis kannt man ja heutzutage Erklärungen in die Welt posaunen oder fromme Wünsche formulieren oder forsche Forderungen aufstellen. Wir haben versucht, Sachkenntnis einfließen zu lassen. Auch wenn wir uns an manchen Stellen nicht einigen konnten und andererorts auf abwägendes Einerseits-Andererseits zugunsten der Thesenhaftigkeit der große Linie mit dem griffigen Kürzel Internet-Manifest verzichtet wurde.

1. Das Internet ist anders.
Es schafft andere Öffentlichkeiten, andere Austauschverhältnisse und andere Kulturtechniken. Die Medien müssen ihre Arbeitsweise der technologischen Realität anpassen, statt sie zu ignorieren oder zu bekämpfen. Sie haben die Pflicht, auf Basis der zur Verfügung stehenden Technik den bestmöglichen Journalismus zu entwickeln – das schließt neue journalistische Produkte und Methoden mit ein.

Formuliert und unterzeichnet haben diese und 16 weitere Behauptungen zum Journalismus im Internet-Zeitalter Johnny Haeusler, Thomas Knüwer, Stefan Niggemeier, Mario Sixtus u. a.

Update:
Da der Internet-Manifest-Server auch ohne Link von Heise oder SpOn schon ächzt, gibt es gesamte Manifest jetzt auch hier.


Update, 08.09.2009:
Internet-Manifest, ein Beitrag zur Diskussion

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