Archivierte Einträge für TV

Junge Leute nutzen Internet häufiger als Fernsehen

… zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine Untersuchung der nicht ganz unparteiischen European Interactive Advertising Association:

Das Internet hat dem Fernsehen vor allem unter den jungen Deutschen den Rang als meist genutztes Medium abgelaufen. Dies zeigt die von der EIAA (European Interactive Advertising Association), dem Branchenverband der pan-europäischen Online-Vermarkter, in Auftrag gegebene Studie „Mediascope Europe 2007“. Befragt wurden im Rahmen dieser Studie über 7.000 Internetnutzer in ganz Europa, davon mehr als 1.000 in Deutschland. Für Deutschland hat die Studie ergeben, dass drei Viertel der 16- bis 24-jährigen Befragten (75 Prozent) fünf bis sieben Tage die Woche das Internet nutzen. Das TV kommt dagegen nur bei zwei Drittel von ihnen (66 Prozent) regelmäßig zum Einsatz.

Zuschauer drücken “record”, Politiker sollen antworten

Unter frage.tagesschau.de gibt es die ersten Videos einer Aktion von ARD-Morgenmagazin, Mittagsmagazin und tagesschau.de zu sehen: Zuschauer nehmen ihre Frage auf Video auf und laden diese hoch. Vom 3. bis 5. September sind Spitzenpolitiker in Morgenmagazin und Mittagsmagazin zu Gast und sollen darauf antworten (Guido Westerwelle, Edmund Stoiber, Renate Künast, Ursula von der Leyen, Peer Steinbrück und Kurt Beck).

In den USA hat eine ähnliche Video-Fragestunde ja bereits Eingang in den Vorwahlkampf gefunden. ABC folgte mit einer ähnlichen Aktion – NewTeeVee berichtet über deren magere Resonanz und Manipulationsvorwürfe. Vlogger Zennie Abraham hat sich über die Ursachen Gedanken gemacht: Für die User hätten zu viele technische Hürden bestanden (Video).

Update: Im Tagesschau-Blog sind die Nutzerkommentare zur Aktion bisher überwiegend kritisch.

Wie Zeitungen eine Video-Redaktion aufbauen können

Wenn sie es richtig anstellen, haben Zeitungen im Internet die Chance, einen wesentlich besseren Videojournalismus zu etablieren als ihre TV-Konkurrenz, ist der langjährige Videojournalist, Berater und Gründer des viewmagazine.tv David Dunkley Gyimah sicher.

Im Editors Weblog gibt Dunkley gute und nachvollziehbare Anregungen, wie sich Zeitungsredaktionen auf Videojournalismus einlassen können – und zwar mit realistischem Aufwand.

Es geht um strategische vorbereitende Fragen, um Personalrekrutierung, Equipment, Trainingsaufbau und -dauer, Arbeitsorganisation und warum Videos von Zeitungs-VJs möglicherweise “besser” sein könnten als die von TV-Spezialisten.

Platz für etwas, das nicht ins TV passt

Folge-Mag (Screenshot [M]: ojour.de)
Beim ersten Mal war er seiner Zeit voraus. Diesmal sollte es angesichts des Video-Booms im Netz eigentlich genau der richtige Zeitpunkt sein, dachte Frerk Lintz. Sein neues Projekt ist ein erstklassig produziertes Interview-Magazin, das im Web seinesgleichen sucht. Allerdings bisher auch noch einen Abnehmer.
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Franzosenblog beim RBB

Darauf muss man erst mal kommen. Ausgerechnet eine Kunstausstellung wird beim RBB mit einem Blog begleitet. Gut, es ist die mit großem Trara zelebrierte Schau französischer Werke aus dem New Yorker Met in Berlin, aber trotzdem auf den ersten Blick eine nette Idee. Zumal mit Video- und Audio-Beiträgen aufgepeppt (Prominente über ihre Lieblingsstücke aus der Austellung) – so wird das Blog sinnvoll mit dem Rest des RBB-Programms verknüpft.

WAZ-TV geplant

Während wir weiter auf den Start der WAZ-Plattform WestEins warten, hatten wir uns gefragt, wie diese angesichts der steigenden Relevanz von Video und der starken Regionalberichterstattung des WDR mithalten will. Die Antwort: Die WAZ hat offiziell einen Lizenantrag für einen “richtigen” Fernsehsender im Ruhrgebiet gestellt, wie sie jetzt selbst verkündete. Dessen Inhalte fänden sich dann mit Sicherheit auch auf Westeins wieder.

Das Pottblog fasst die aktuellen Meldungen zum Thema zusammen. Unsere frühere Berichterstattung zu WAZ/Westeins findet sich hier.

Arte auf Abruf

Arte bietet ja bereits seit einiger Zeit für französische Nutzer teils kostenpflichtige On-Demand-Videos (siehe Wortfeld). Ab September sollen auch deutschsprachige Videoinhalte in einer Mediathek als Sieben-Tage-Online-Archiv abrufbar (“Arte plus 7″) sein. Laut Arte-Programmdirektor Christoph Hauser könnten diese teilweise ebenfalls kostenpflichtig sein – allerdings sei wohl nur ein Unkostenbeitrag für die Bereitstellung denkbar. Die bisher angebotenen Filme für französische Nutzer scheinen so zwischen 0,99 und 2,99 Euro zu kosten, drei Sendereihen soll es auch jetzt schon für deutsche Nutzer geben.

Digitalstrategie der ARD / Diskussion

Kai Gniffke, Erster Chefredakteur von ARD-aktuell, kündigt im Tagesschau-Blog für nächste Woche einige Neuigkeiten zur digitalen Strategie der ARD an. Erste Zuschauerkommentare und -forderungen dazu gibt es schon – ich bin auf die weitere Diskusssion gespannt.

Dass Gniffke über einen Vortrag zur Strategie der BBC nicht geschockt war, wie einem bei der Netzeitung veröffentlichten EPD-Artikel zu entnehmen, glaube ich aufs Wort. Nicht nur, weil ich als freier Mitarbeiter bei tagesschau.de arbeite, sondern weil ich gerade deshalb weiß, wie in den entsprechenden Abteilungen seit längerem BBC-Vorträge und -Vortragende durchgereicht werden.

Diesmal hat Axel Springer recht

Unglaublich – ich bin mal einer Meinung mit Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner.

Denn die Idee, dass für Videopodcasts und andere von Online-Medien verbreitete Bewegtbildinhalte eine Sendelizenz notwendig sei, ist absurd und anachronistisch. Weiterlesen…

Medienaufsicht für Internet-TV?

Medienaufsicht für Internet-TV?

Die Experimentierphase ist in vollem Gange, die großen Online-Redaktionen haben in Sachen Video aufgerüstet. Klassische Print-Häuser wie Springer sehen hier eine Chance, mit den TV-Sendern gleichzuziehen. Dann sei aber auch eine klassische Sendelizenz notwendig, meinen VPRT und NRWs Medienwächter.

Von Steffen Grimberg
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