Archivierte Einträge für TV

Diplom-Blog: Websehen

Professor Klaus Meier macht auf das Blog einer Diplomandin aufmerksam:

Das Web als neuer Fernsehsender. Herausforderung und Zukunft für den Online-Journalismus. Diese Website ist praktischer Teil einer Diplomarbeit, die aktuelle Entwicklungen des Websehens dokumentiert, analysiert und selbst ausprobiert.

Der erste längere Eintrag von Julia Schmid über die jüngste Debatte über Online-Video-Strategien in Mainz liest sich bei “Websehen” jedenfalls schon einmal vielversprechend.

Relaunch RTL.de

Auch offtopic? Schwierige Frage, immerhin geht es bei uns vornehmlich um Journalismus. Jedenfalls ist auch bei RTL.de alles neu. Stefan Niggemeier, der ja auch vor längeren Neun-Live-Sessions nicht zurückschreckt, hat sich intensiver damit beschäftigt und jede Menge aufschlussreiche Screenshots gezogen. Sein Zwischenfazit:

Selbst wenn RTL.de es irgendwann schaffen sollte, die unfassbare Zahl von Programmier-Fehlern zu korrigieren, bleiben die Seiten eine unfassbare Zumutung. Nach wie vor packt RTL.de Nachrichten in endlose Bildergalerien (wie diese) von unbestimmter (und nie angegebener) Größe, bei denen die Texte unter wahllos zusammengeklaubten und dazu eher nur zufällig passenden Fotos stehen.

Immerhin kann man RTL.de zugute halten, dass die Startseite jetzt etwas aufgeräumter und weniger mit Links zugekleistert aussieht. Die gesamte untere Hälfte rangiert übrigens unter einer “Shopping” betitelten Trennlinie. Übervorsichtig? Neben Partnerschaftsvermittlung und Tittenfotos werden dort auch ein Superstar-Video und ein Oscar-Special annonciert, die – zumindest auf den ersten Blick – als normale Programmbegleitung durchgehen würden.

Userfeedback sammelt RTL vorsichtigerweise nur als E-Mail (userfeedback@rtl.de).

A little offtopic: Bröckelfernsehen

Gerne wird immer wieder auf den Leserschwund der Zeitungen verwiesen. Dabei sind sie nicht allein, schreibt Theo van Stegeren:

Das Fernsehen, geben die Menschen bei Umfragen stets an, ist unser wichtigstes und vertrauenswürdigstes Informationsmedium. Ja, an Tagen, an denen die Nordsee-Deiche brechen, wäre das natürlich so. Aber in der Zwischenzeit verschwindet das breite Anschauen von Nachrichten und Aktualitäten im TV unmerklich aus unserer Kultur. Der Fernsehjournalismus sendet für einen Seniorenzirkel, der auf natürlichem Wege wegbröckeln wird.

Für De Nieuwe Reporter hat er sich die Quoten der niederländischen TV-Nachrichtensendungen angeschaut.

Weitere Links
bei onlinejournalismus.de

Wall Street Journal gibt seine Videos für Blogs frei

Wer die Videos des Wall Street Journal in sein Blog einbinden will, kann das schnell und einfach über die im Player integrierte Funktion “Embed Code” erledigen. Laut Beet.TV ist das WSJ einer der wenigen Nachrichtenanbieter, der seine Videos auf diese Art und Weise auf die Reise schickt.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Werbung, die mit den Videos verbunden ist, wird auf diesem Weg viel breiter gestreut, was die Einnahmen für das WSJ steigen lässt.

Nachteil: Für Werbetreibende ist immer auch der Kontext wichtig, in denen ihre Werbespots erscheinen. Dieser Kontext wird nicht nur durch das Video selbst bestimmt, sondern auch durch die Websites, in die das Video eingebunden wird.

Das WSJ nutzt den Video-Dienstleister Brightcove (mehr dazu im Blog Digitaler Film), der sich von Diensten wie YouTube oder Sevenload (die natürlich auch über eine Embed-Funktion verfügen) vor allem darin unterscheidet, dass er sich hauptsächlich an professionelle Video-Produzenten wendet.

Ob eine Embed-Funktion in absehbarer Zeit wohl eine Rolle für Nachrichtenangebote wie Spiegel Online, Focus Online oder gar die Öffentlich-Rechtlichen spielt?

Und wie sieht es dann mit rechtlichen Fragen aus? Was wenn beispielsweise Musik in einem Clip genutzt wird? Wer zahlt dafür die Lizenzgebühren? Der Urheber des Videos? Oder der Blogger?

Zeitungs-TV im Netz

Zeitungs-TV im Netz

Den Tageszeitungen bieten sich vor allem im lokalen Bereich realistische Chancen, im Internet-TV Fuß zu fassen. Kurze Videos sind sowohl für das Publikum als auch für die Werbewirtschaft interessant. Wie das lokale TV-Format einer Zeitung im Netz aussehen kann, zeigt das Beispiel des “Kölner Stadt-Anzeigers”. Weiterlesen…

Erwartungen für 2007, Nachtrag

Parallel zu unserer Serie über “Einschätzungen für 2007″ (Christoph Neuberger, Thomas Knüwer [Video], Jan Schmidt und Spiegel-Online-Leiter Mathias Müller von Blumencron) habe ich für einen Artikel für das Medienmagazin Insight (jetzt erschienen in Heft 2/2007) auch die Chefredakteure von anderen großen Online-Redaktionen befragt: Robert Amlung (ZDF), Hans-Jürgen Jakobs (seit Dezember bei sueddeutsche.de), Frank Thomsen (stern.de) und Jochen Wegner (Focus Online). Web-Video und Nutzerinhalte bleiben die großen Themen, da sind sich alle einig. Jakobs gibt als Ziel aus, klar die “Führungsposition unter den Websites der Tageszeitungen” zu erreichen.

Jochen Wegner hat noch zwei interessante Sachen gesagt, die keinen Platz mehr im Heft gefunden haben: Zum einen beobachtet er, dass große Online-Redaktionen beginnen, einander verstärkt Leute abzuwerben. Zum anderen wunderte er sich, dass bisher in Deutschland kein Internet-Unternehmen wie Yahoo versucht hat, sich mit eigenproduzierten (auch journalistischen) Qualitätsinhalten abzuheben: Da seien die klassischen Medienhäuser nach wie vor unter sich. Langfristig meint Wegner: “Irgendwann einmal wird es einen Verdrängungswettbewerb um die Augäpfel geben wird, der sich dann zwischen einer Videoplattform wie MyVideo und einem klassischen Online-Medium abspielt, aber 2007 sind wir noch nicht so weit. 2007 wachsen wir einfach.”

Holtzbrinck: Kreativ und billig

Nein, offenbar ist doch doch nicht Sevenload die Videoplattform, die sich Holtzbrinck nach dem StudiVZ-Deal als nächstes unter den Nagel reißt. Stattdessen bereitet die Verlagsgruppe laut Werben & Verkaufen den Start eines eigenen Videoportals Mitte Februar vor. Es werde von der zu Holtzbrinck gehörenden Produktionsfirma AVE betrieben.

Soweit keine Überraschung. Doch Holtzbrinck will sich offenbar von MyVideo, Clipfish & Co dadurch absetzen, dass man eigene – auch journalistische – Inhalte anbietet. Wie schafft man das, wenn man eigentlich ein Printhaus ist? Natürlich – man drückt denen eine Kamera in die Hand, die Spaß am Ausprobieren haben und/oder sich nicht wehren können: “Basis sind professionell aber ungewöhnlich, kreativ und billig produzierte Video-Beiträge von jungen Journalisten und Volontären”, erfuhr W&V aus Verhandlungskreisen. Rein private Videos der Nutzer sollten angeblich nicht gezeigt werden (was ich persönlich aber erst mal abwarten würde).

Ein bisschen Zündstoff also für den von Handelsblatt-Oberblogger Knüwer prophezeiten Kampf der Kulturen im Journalismus und die weitergehende Evolution des Online-Videos durch Quereinsteiger mit all ihren möglichen Folgen (dazu wahrscheinlich demnächst mehr von Roman Mischel). Andererseits war AVE laut seiner Homepage im TV bisher eher für glänzerende Formate und Dokus über klassische Musik verantwortlich. Das passt ja erst mal wenig zusammen.

Wie man einen YouTube-Killer baut

In letzer Zeit gab es in Sachen Videohoster wenig zu berichten, “mit Ausnahme eines neuen Videohosters jeden Tag”, schreibt Bertram Gugel. Er analysiert die Stärken und Schwächen der Konkurrenz von Revver bis MyVideo und gibt lesenswerte Tipps, wie gerade die ja bereits in dieses Gebiet eingestiegenen klassischen Medienhäuser eine Killerapplikation bauen könnten.

Könnten. Denn:

Leider glaube ich nicht daran, dass sich die Medienkonzerne jemals auf einen YouTube-Killer einigen können. Und falls doch wird es wohl Monstrum wie Movielink werden, das sich in nichts von YouTube unterscheidet und das obwohl so viele Trümpfe bei den Medienhäusern liegen.

“Die haben uns vom Stuhl gehauen”

Mathias Müller von Blumencron (Foto: Spiegel/Montage: ojour)

… sagt SpOn-Chef Mathias Müller von Blumencron. Er meint neue Kompressionstechniken, die Online-Video seiner Ansicht nach in nächster Zeit noch mal einen kräftigen Schub nach vorn verleihen werden – nicht die anderen Medienhäuser, die im Netz kräftig ausbauen wollen. Über deren angekündigte “Online-Offensiven” freue er sich, sagt Blumencron im Gespräch mit onlinejournalismus.de, denn davon “werden wir alle profitieren”.

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Clipshows im TV

UPromTV (“Du-Promi-Glotze”) will als Spartensender für User-Videos starten, meldet TVBlogger. Wo genau sie senden will, verrät die dahintersteckende Münchner Produktionsfirma auf ihrer Website noch nicht.

Die Idee ist ja nicht neu: RTL hat mit Clipfish auf Giga ab 8. Janur was ähnliches vor, die bereits existierende Sat1/MyVideo-Show hat sich Spiegel Online schon einmal angeschaut.

Ich bin auf die erste fundierte Analyse zum Thema gespannt und hoffe hier zum Beispiel auf einen Nachschlag der (unbedingt empfehlenswerten Site) Digitaler Film. Oder hat sich die Thematik in spätestens einem Jahr bereits wieder erledigt, wie ein User bei TVBlogger meint, wenn die Inhalte auf “Pleiten, Pech und Pannen”-Niveau bleiben (im TV allerdings ein Dauerbrenner)?

Al Gores Internet-TV-Crossover Current.tv gibt es immerhin noch. Und zumindest hat es teilweise ganz andere Themen: Wie einfach es ist, in Somalia eine AK-47 zu kaufen.

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