Archivierte Einträge für Twitter

Good experience, not a lot to show

Mobile reporting can be a frustrating experience. The worst part is lack of connectivity. G3 is just not fast enough to make uploading video files and even audio files a worthwhile experience, and when travelling the signal is to unstable to do anything other than checking email (with a client, no web mail) and Twittering.

Technical difficulties add to the problem: my – very interesting – short Audioboo interview with Thomas H. Kaspar, Executive Editor for Community at Chip, a community with 1.5 million members and outlets in more than 10 European countries and India, vanished from the face of the earth without the option to make a backup before publication. And the Qik videos my colleague Van from Vietnam supposedly live streamed this morning during our visit to jetzt.de never showed up on the website. I have no idea where they went.
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Auf Reisen in Deutschland mit Multimedia- und Online-Journalisten aus 11 Ländern

Ich bin mal wieder zu Gast bei Onlinejournalismus, denn seit heute bin ich mit 15 Journalisten aus 11 Entwicklungsländern unterwegs durch Deutschland. Was genau wir vorhaben, steht unten auf Englisch erklärt. Ich unterrichte derzeit beim Internationalen Institut für Journalismus (IIJ) den Kurs „Multimedia and Online Journalism“, der neun Wochen dauert und auch diese Exkursion mit einschließt. Obwohl ich den Kurs bereits zum dritten Mal unterrichte, ist es meine erste Exkursion, da wir immer zwei Dozenten sind und in der Vergangenheit die Kollegen die Study Tour geleitet haben.

Ich kann nicht verhehlen, dass ich recht stolz auf das Programm bin, das uns zu acht interessanten Online-Redaktionen bringt, wo wir mit den verantwortlichen RedakteurInnen sprechen. Ich denke, dass das eine oder andere auch für meine deutschen Follower interessant sein könnte. Daher habe ich unter Tweetdeck, das ja mehrere Accounts erlaubt, auch einen IIJ-Account eingerichtet und werde das meiste, was ich twittere, auf beide Accounts schicken. Wer sich für mehr Informationen von der Tour interessiert, der sollte Follower von IIJ werden, denn die Tweets, die andere vom IIJ-Account aus schreiben, kommen natürlich nicht über meinen spielkamp-Account.

Bloggen werde ich hier, im IIJ-Blog und bei immateriblog.de. Weiterlesen…

Heilige Dreifaltigkeit im Westen: Symbolbilder – Klickstrecke – rechtsfreier Raum

“Ein Online-Artikel einer Zeitung darf kein klickstreckenfreier Raum sein?”… fragt das Pottblog angesichts eines Artikels bei Der Westen, der das Twitter-Mem des vermeintlichen rechtsfreien Raums Internet mit einer – ja, wirklich – Zitate-Bildergalerie illustriert.

See for yourself.

(Diese Funktion, um Fotos aus der Bildergalerie gleich als Abzug zu bestellen – ist die Standard bei Der Westen?)

News von uns und anderen Fach-Websites im Überblick

Das Beispiel von Interactive Narratives – einer sehr empfehlenswerten US-Website, die neue Multimedia-Produktionen im Web vorstelllt – hat uns inspiriert: Auf dieser (Netvibes-)Seite gibt es die Feeds von onlinejournalismus.de (Artikel und Links) sowie von anderen maßgeblichen Fach-Websites, -blogs und Twitter-Accounts zu Onlinejournalismus, Multimedia und Web-Video-Journalismus u. a. im Überblick.

Im Gegensatz zur Seite von Interactive Narratives gibt es einen deutlichen deutschen Fokus. In nächster Zeit wird vielleicht noch der eine oder andere ergänzt (und gegebenfalls die Präsentation etwas angepasst), Vorschläge für Ergänzungen nehmen wir gern entgegen.

Außerdem haben wir einen Twitter-Feed für onlinejournalismus geschaltet (http://www.twitter.com/ojour_de). Dort gibt es automatisiert Hinweise auf neue Einträge auf unserer Seite und empfehlenswerte Links aus unserer täglich aktualisierten Delicious-Sammlung.

P.S.: Wir denken darüber nach, unsere Blog-Feeds auch bei Facebook einzuspeisen, wüssten aber gerne, ob sich der Aufwand für ein Fachpublikum lohnt. Ideen, Erfahrungen diesbezüglich gerne in die Kommentare posten.

Iran im westlichen Web

“Wenn ich auf Twitter lese, CNN berichte von Schüssen auf Demonstranten in Teheran und berufe sich dabei auf Twitter, ist irgendwas kaputt”, wunderte sich Mario Sixtus. Wie geht die westliche Webwelt sonst mit dem Protesten in der Blogger-Nation Iran um? Einige kurze Eindrücke:

CNN verlinkt prominent auf Videos und Fotos seiner Nutzerplattform iReport, die auch schon “on CNN” im “richtigen” Programm zu sehen waren.

Der Guardian, die Huffington Post und die New York Times folgen den Ereignissen in ständig aktualisierten Newsblogs, die auf eigene und fremde Inhalte verweisen.

Screenshot BBCDie BBC bietet in ihrem umfangreichen Info-Paket auch von ihrer Abteilung “Have Your Say” angeforderte User-Kommentare und macht deutlich, wie sie der Diskussion im Web folgt (siehe Screenshot rechts):

Twitter: HYS on Twitter
We’re following #IranElection
And #Iranvote
Flickr: Iran feed


Nachtrag:

Carta folgert großspurig:

Während man also im Iran von unten her (Bürgerjournalismus!) alles daran setzt, die aktuelle Lage ungefiltert im eigenen Land und international bekannt zu machen, verlieren unsere Leitmedien buchstäblich den Anschluss, weil ihre überholten Publikationsrhythmen sowie das Festhalten an unnötig bürokratischen Arbeitsprozessen sie einfach nicht mehr mitkommen lässt.

Nüchterner ist die Analyse des “Lab” bei der Deutschen Welle, die von “Process Journalism” spricht.

Wer sich für iranische Quellen interessiert: Mashable erklärt “HOW TO: Track Iran Election with Twitter and Social Media”. Die New York Times berichtet über die relevanten Websites (via Netzpolitik), ebenso Spiegel Online.

Weitere Nachträge

“Lernt die Kultur kennen!”

Regina McCombs | Foto: Fiete Stegers

Journalisten müssen die “Kultur” von Social Media verstehen und diese Techniken selbst ausprobieren, meint Regina McCombs im Audio-Interview mit onlinejournalismus.de

Sie ist Journalismus-Ausbilderin am Poynter Institute in Florida. Zuvor arbeitete sie bei einem lokalen Fernsehsender in Minneapolis und als verantwortliche Video- und Multimediaredakteurin bei der Minneapolis Star Tribune.

Insbesondere für thematische spezialisierte Journalisten sei es unverzichtbar, Social Media zu ihrem Fachgebiet zu verfolgen, sagt McCombs. Aber auch alle anderen sollten sich damit beschäftigten. “Auch wenn gerade erst herausfinden, wie wir die Anwendungen als Journalisten verwenden sollten und was wir nicht tun sollten – zum Beispiel nicht von einer Beerdigung zu twittern.”


Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.


Interview in englischer Sprache [MP3, 9'49 min, 9 MB, Download]

Woher Journalisten angesichts ihrer bisherigen Arbeitsbelastung die Zeit nehmen soll, nebenher mit Social Media zu experimentieren – dafür hat Combs leider auch keinen Tipp. Angesichts der Wirtschaftskrise und Angst vor Jobverlust sei die Bereitschaft dazu aber auch bei Skeptikern gestiegen.

Weitere Links
… im übrigen Internet:

Konferenz-Twitterei: Was bringt’s?

Nein, ich habe es noch nie getan, von einer Konferenz zu twittern und habe es auch nicht vor. Ich rezipiere solche Beiträge zumeist sporadisch. Allerdings frage ich mich zunehmend nach dem Sinn und Unsinn solchen Publizierens – wem bringt das was? Den Twitternden selbst, den Teilnehmern, den Lesern im Lande an den Empfangsgeräten; den Veranstaltern, den Akteuren (Menschen, Marken), deren Namen immer wieder kursieren, den Anbietern von Mobilgeräten? Ist es nur noch mehr Rauschen?

gckl schrieb bei Twitter eine gute Antwort: “Das Kongressgezwitscher scheint ein diffuses Zugehörigkeitsgefühl zu fördern.” Geben Sie auch Ihre 140 Zeichen oder gerne mehr hinzu …

Aktuelle Beispiele: #next09 oder hier: Medientreffpunkt.

Das Thema wäre übrigens auch ein – wie ich finde – dankbarer Gegenstand einer wissenschaftlichen Arbeit.

Mehr zu Twitter hier bei Onlinejournalismus.de und bei Delicious.

Darf ein Politik-Redakteur bei Facebook lästern?

Darüber, wie offenherzig Nutzer von sozialen Netzwerken mit privaten Informationen umgehen und welche Folgen das haben kann, berichten Journalisten immer wieder (Beispiel-Klassiker: Party-Foto zerstört Bewerbungschancen). Wie sie sich selbst verhalten, wenn sie bloggen, twittern oder sich bei Facebook tummeln, haben sie aber noch kaum diskutiert.

Warum wir das aber sollten, habe ich bei dnews.de aufgeschrieben. Stephen Myers hat sich bei Poynter Online vor einiger Zeit noch ausführlicher Gedanken gemacht.

Sonder-Twitterfeed für Nachrichtenereignis

Mario Sixtus wundert sich zwar schon, wo die “die ersten hyperventilierenden ‘Über den Amoklauf wurde zuerst auf Twitter berichtet’-Tweets” und die Bildstrecken zu den 100 schlimmsten Amokläufen bei den Online-Medien bleiben. Hervorheben kann man aber mal das Beispiel von Focus Online. Dort hat man neben einem regulären Nachrichten-Ticker auf der Website auch einen Twitter-Feed namens “FOCUSlive” aktiviert, der sich derzeit allein dem Amoklauf in Baden-Württemberg widmet.

Er liefert kurze Newschnipsel, weist auf neue Artikel hin und informiert über das Ausschwärmen der eigenen Reporter zum Ort des Geschehens. Der Twitter-Feed kann später auch für andere Nachrichtenereignisse benutzt werden – deshalb halte ich das generell für eine gute Idee. So gerät der normale Twitterfeed nicht in die Gefahr, überschwemmt zu werden. Auf Kritik an Stil und Inhalt des “Amok-Twitters” reagierte Focus-Online-Chef Jochen Wegner im Blog von Stefan Niggemeier und seinem eigenen Blog (siehe Kommentare).

Nachträge zur Berichterstattung anderer Online-Medien

  • Bild.de hat ebenfalls einen Sonder-Twitterfeed, der auch im Content-Bereich auf der Startseite beworben wird. Außerdem – zu befürchten war es – ein privates Foto des mutmaßlichen minderjährigen Täters.
  • stern.de biete eine Bildstrecke zur betroffenen Realschule an, die menschenleere Schulräume zeigt, offenbar völlig ohne Bezug auf das Ereignis. Als Bildquelle wird “Albertville-Realschule” angegeben. Sind die Fotos tatsächlich von dort freigegeben (an einem Tag wie heute?) oder hat sich stern.de einfach auf der Homepage der Schule bedient?
  • Focus.de bietet einen Bericht über den Amoklauf und Web-Reaktionen bzw. die bisher erfolglose Suche nach privaten Informationen über den Täter im Web in Social Communities etc. an.
  • Spiegel Online bot mit seinem Aufmacher am frühen Abend ein klassisches Beispiel für einen Artikel, der nicht einlöst, was Überschrift und Teaser versprechen: “Tim K. – der Junge ohne Eigenschaften”
  • SWR.de setzte in seinem Artikel eine Karte der Region von Openstreetmap – mit CC-Lizenz ein.

Twitter: Wider den redaktionellen Ernst …

screenshot_twitter_abendzeitung

Redaktionelle Selbstkritik bei der Münchner “Abendzeitung”, allerdings lesen derzeit nur rund 370 “Follower” (vor drei Wochen waren es noch 35, ergänzte die “Abendzeitung” eben) das Twitter-Angebot der Boulevard-Zeitung. Ich betrachte das bislang eher als Klamauk; gehaltvolle inhaltliche Diskussionen lassen sich über Twitter nicht führen, wie die “Abendzeitung” und ich letzte Woche feststellen mussten (ja, ich habe dabei über die Stränge geschlagen).

Ich könnte mir vorstellen, dass es in einem halben Jahr viele Twitter-Angebote von Medien nicht mehr geben wird oder dass sie zumeist nur mehr oder weniger automatisch bespielt werden (sprechen wir Ende August doch noch mal darüber). Ich will die Bemühungen dieser Zeitung und anderer Medien damit aber auf keinen Fall in die Tonne treten, es ist insbesondere in Krisenzeiten löblich, wenn neue Dinge ausprobiert werden, da kann es ruhig auch mal etwas klamaukig werden. Zur Mahnung auch ein aktueller Twitter-Beitrag von Fiete Stegers: “Ob Twitter inzwischen weltweit schon mehr Arbeitsstunden gefressen hat als Solitaire?”.

Für die Metaebene: In der Bookmark-Sammlung Onlinejournalismus gibt es rund 150 Beiträge zu Twitter. Und selbstverständlich gibt es auch auf dieser Seite einige Beiträge dazu.

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