Archivierte Einträge für Usability

Die Google-Minus-App

Screenshot Google Plus App (iOS)

Wo kann ich hier teilen?

Als Journalist, der Soziale Netzwerke sowohl als Informationskanäle und als zur Betreuung von Markenauftritten dort benutzt, ärgere ich mich seit langem über ein paar Macken der (iOS-)Apps für Google Plus und Facebook. Häufiger checke ich von unterwegs am Smartphone, was sich getan hat und würde gerne die eine oder andere Information aus meinem Newsstream weiterverteilen.

In der iPhone-App von Google Plus ärgert mich schon die Darstellung. Der App-Newsstream stellt hier (relativ) große Bilder in den Vordergrund. Diese laden mobil häufig erst verzögert nach – das erste Ärgernis. Der Nachrichten-Text, also dass, was mir der Absender mitteilen will, wird nach wenigen Worten abgeschnitten. Zum Überfliegen des Newsstreams ist beides denkbar schlecht. Der von Google als Vorschau präsentierte (< title >)Text des eigentlichen Links, der in der Browserdarstellung am Rechner sehr prominent ist, wird in der App nur sehr klein angezeigt.

Dadurch, dass die Darstellung so erheblich von der Browserdarstellung am Rechner abweicht, ist es auch für mich als Absender einer Google-Plus-Nachricht (= Betreiber einer Marken-Seite) schwerer, diese optimal für beide Plattformen zu verfassen. Eine überflüssige Unterscheidung, wie ich finde.

Aktivierter Sharing-Button in der Google-Plus-App

Erst "plussen", dann darf man teilen

Bitte erst ein Plus

Das Weiterverteilen macht mir Google auch schwer: Sharen kann ich erst, wenn ich den Beitrag mit einem “+1″ gewürdigt habe. Gerade als Seitenbetreiber will ich das aber vielleicht gar nicht. Außerdem ist der dafür notwendige “+Zähler” unten rechts ins Bild eingesetzt und bei bestimmten Hintergründen teilweise ziemlich schlecht zu sehen.

Mobile App von Facebook (Screenshot)

Platzhirsch FB: ganz ohne Teilen-Funktion

Doof auch: Ich habe keine Möglichkeit, wenn ich etwas im Stream meines Personen-Profil sehe, dass unter der Identität der Seite zu teilen. Stattdessen muss ich mich ziemlich kompliziert aus der gesamten App ausloggen, wenn ich zwischen Identitäten hin und her wechsele (oder diese Funktion ist sehr gut versteckt). Unbequem finde ich auch, dass ich offenbar von der keine Möglichkeit habe, einzelne Google-Plus-Seiten (nicht einmal meine eigenen) schnell anzusteuern, sondern diese jedes Mal über die Suche finden muss.

Was bei Facebook besser, was schlechter ist

Konkurrent Facebook bietet in seiner App immerhin eine Übersicht über gelikte und eigene Seiten als Bookmarks.

Über die Größe der Fotodarstellung im Newsstream ärgere ich mich aber auch hier jedesmal außerhalb von WLAN-Zonen (wenn sind auch gefühlt etwas weniger opulent sind als bei Google). Eine Funktion für das Weiterverteilen (Hallo? Soziale Netzwerke? Viralität und so …) fehlt hier bisher ganz, so dass es schon eigene Drittentwicklungen gab. Inzwischen hat Facebook aber wohl erkannt, dass das nicht so klug war und gelobte Besserung.

tl;dr:
Es wird immer über Facebooks fehlende Mobilstrategie gemeckert. Die Google-App ist aus Journalistensicht aber auch ziemlich beknackt.

(Wenn ich etwas übersehen habe, gerne in den Kommentaren korrigieren. Zu den meiner Erfahrung nach elend langsamen Ladezeiten von externen Webseiten innerhalb beider Apps schweige ich mal lieber.)

Update:
Marco Bereth macht darauf aufmerksam, dass in der iPad-Variante der Facebook-App bei bestimmten Sternenkonstellationen der Teilen-Button bereits gesichtet wird.

Neue SZ-Optik: Frische Schönheit, alte Macken

Screenshot Rebrush sueddeutsche.de [M]

Ist es denn nun ein Relaunch, ein Redesign oder nur ein Rebrush bei süddeutsche.de? Chefredakteur Stefan Plöchinger kündigt die Umstellung auf die neue Optik zunächst über Twitter bloß mit einem “Huch, @SZ! http://sz.de sieht plötzlich anders aus!” an.

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Süddeutsche.de-Redesign: Näher ans Mutterschiff

Neues Design von Süddeutsche.de

Zum dritten Mal innerhalb eines Jahres hat süddeutsche.de an seiner Homepage geschraubt: Durch die zeitungsähnliche Optik, das “ü” in Logo und Domain, und die Integration von jetzt.de und SZ-Magazin in die Homepage ist die Gesamtmarke “Süddeutsche” gestärkt. Zugleich schärft die Online-Redaktion mit ihren neuen Social Media-Angeboten, dem neuen interessanten Digitalblog und der stärkeren Betonung des Selbstverständnisses als Live-Medium ihr eigenes Profil.

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BR.de-Relaunch: schön, aber mit Schönheitsfehlern

BR.de im neuen Look&Feel

Der Bayerische Rundfunk hat seiner Website die dringend nötige Frischzellenkur genehmigt. Was auf den ersten Blick schön aussieht, hat aber ein paar inhaltliche Schönheitsfehler.

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Die Chancen von Google+

Google+ (Screenshot [M])

Über Google+ ist bereits enorm viel geschrieben worden – auf gute Einführungsbeiträge habe ich an anderer Stelle hingewiesen. Die große Frage bleibt: Wie krempelt der Neuling, der inzwischen 10 Millionen Nutzer hat, die Social-Network-Szene um?

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MSNBC: Video-Snippets empfehlen

Coole Funktion bei MSNBC: Via E-Mail, Twitter oder Facebook lassen sich nicht nur einzelne Videos empfehlen, sondern auch nur bestimmte Abschnitte daraus. Auch Embedden ist möglich. Ob der normale User mit der Möglichkeit, In- und Out-Punkt auf einer Timeline hin- und herzuschieben, nicht eher überfordert ist, ist eine andere Frage – aber für Experten sehr elegant.

Beim Video-Livestream ist die Funktion – wenig überraschend – nicht möglich.

Video-Sharing-Funktion bei MSNBC (Screenshot)

Merkel eifert New York Times nach

Kürzlich bemerkt: Auf der Website der Bundesregierung wird mindestens eine Regierungsklärung der Bundeskanzlerin optional auch in einem Flash-Interface angeboten, das parallel zum Video das Transkript der Rede anbietet. Vorbild ist ganz offenbar ein ähnliches Feature der New York Times, die dies zu den Fernsehdebatten im Präsidentschaftswahlkampf anbot.

Schön, dass die Bundesregierung es so ermöglicht, die Rede parallel zum Video zu lesen oder nach Sinnabschnitten vor- und zurückzuspringen. Auch zum Download ist das Video verfügbar.
Screenshot: Video und Transkript

In Sachen Usablity ist aber noch Nachbesserungsbedarf: Auf der Übersichtsseite wird offensichtlich auf ein falsches Video (das einer Regierungserklärung von Dezember verlinkt). Und die seltsamen Icons der Mediathek (!) der Website (oben rechts) sind alles andere als selbsterklärend.
Screenshot

Nachrichten.de: Rätselhafter Bildbeschnitt und anderer Nachholbedarf

Screenshot nachrichten.de
Kollege Thomas Mrazek sah nachrichten.de in der Beta-Phase „auf gutem Wege“. Die Macher freuen sich im Begleitblog nun über „Überwältigende Trafficzahlen, erfreuliches Feedback“.

Mir fallen mir nach ein paar Tage sporadischer Beobachtung des neuen Nachrichtenaggregators aus dem Haus Burda eher die Stellen auf, wo es noch Nachholbedarf ist. Seltsamkeiten des Automatismus gibt und gab es bei bei Google News natürlich auch – aber dort hatte vorher auch nicht ein Verleger kräftig gepoltert … Ein paar Notizen zu Nachrichten.de Weiterlesen…

Abendblatt-Relaunch

Die überarbeitete Website des Hamburger Abendblatt wird bei Wortfeld unter die Lupe genommen – mit Schwerpunkt auf Design und die Einbindung von (Google-)Karten. Das Design Tagebuch widmet sich ebenfalls optischen sowie markentechnischen Aspekten.

Etikettenschwindel: “Bilderserie, 1 Bild”

Etikettenschwindel beim ZDF: Heute.de preist diese Telefonschalte seines Korrespondenten aus Bombay auf der Startseite als “Bilderserie” an. Offenbar bietet die (für reine Bildergalerien meiner Meinung nach auch aus Usersicht viel zu komplizierte) Mediathek die Möglichkeit, mit Bordmitteln des CMS eine Audio-Slideshow zu basteln.

Leider ist gut gemeint auch in diesem Fall nicht gut gelungen: Während des ganzen Berichts sehen wir lediglich ein und dasselbe Bild des Korrespondenten (was in der Mediathek bei genauem Betrachten, auf der Heute-Startseite aber nicht ersichtlich ist). Kann man machen, aber dann doch bitte nicht als Bilderserie anpreisen. Und ein Zeitstempel, von wann genau der Bericht ist, fehlt bei diesem so zeitkritischen Ereignis leider auch.

Screenshot der ZDF-Mediathek

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