Archivierte Einträge für Usability

Videos traffic-freundlicher laden

Auf vielen Websites werden Videos ausschließlich im Flash-Format angeboten. Aus redaktioneller Perspektive ist das keine schlechte Wahl, will man doch das größtmögliche Publikum erreichen. Das Flash-Plugin ist (nach Hersteller-Angaben) viel weiter verbreitet als sämtliche Player-Alternativen wie Real, Windows Media oder Quicktime.

Wenn ich mir allerdings die Videoplayer auf bekannten Nachrichten-Sites in Deutschland anschaue, taucht immer wieder dasselbe Problem auf: Sie streamen nicht richtig. Beispiel: Der “Miniplayer” in der rechten Spalte auf der Startseite von Focus Online. Drückt man “Play”, wird das Video so schnell wie möglich geladen, und zwar komplett in einem Durchgang. Mit einer durchschnittlichen DSL-Verbindung sind die Videodaten also nach etwa einer halben Minute beim Nutzer angekommen.

Was aber, wenn der Nutzer nach 30 Sekunden feststellt, dass ihn die restlichen 2:30 Minuten nicht mehr interessieren? Er wird vermutlich stop drücken bzw. weitersurfen. Von den 100% übertragenen Videodaten hat er dann nicht einmal 20% angesehen. Pure Verschwendung. Ich habe zwar keine Ahnung, wieviel ein Großabnehmer wie Focus Online für 1 Gigabyte Datenverkehr zahlen muss – aber vermutliche ließe sich eine Menge Geld sparen.

Dasselbe Problem tritt auch bei Spiegel Online, YouTube, Google Video, Yahoo Video, MyVideo, Dailymotion etc. auf.

Insofern gehen Websites wie tagesschau.de oder heute.de, die Standard-Player wie Real oder Windows Media mit ausgereifter Streaming-Technik einsetzen, besser mit der wertvollen Ressource “Traffic” um.

Einen gut programmierten und sauber streamenden Flash-Videoplayer setzt c|net news ein. Dieses Video beispielsweise ist der Mitschnitt einer Pressekonferenz mit Bill Gates, der seine neue Rolle bei Microsoft erklärt. Dabei werden paketweise immer nur soviele Daten vorgeladen, wie auch tatsächlich benötigt werden, um das Video gerade noch ohne Aussetzer anschauen zu können – mehr aber nicht. Drückt man auf Pause, werden auch keine Daten mehr geladen.

Relaunch von kicker.de

Pünktlich zur WM wurde die Website von kicker.de gründlich überarbeitet. Was zuerst auffällt: Die Seite wirkt sehr viel aufgeräumter als zuvor. Das neue Layout ist nunmehr in fast fehlerfreiem XHTML 1.0 transitional kodiert – ein deutlicher Schritt nach vorn in Richtung Barrierefreiheit mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass der Code nur noch halb so viel auf die Waage bringt wie zuvor.

kicker.de Relaunch
kicker.de: vorher und nachher.

Die Seite ist für eine mittlere Bildschirmauflösung von 1024×768 Pixeln optimiert, wobei der rechte Rand ausschließlich für Werbung vorgesehen ist. Weil die damals links positionierte Navigationsleiste jetzt am oberen Bildschirmrand ist, wird der 768 Pixel breite Inhaltsbereich in zwei recht üppige Spalten geteilt: links die Artikel, rechts Schlagzeilen, Teaser und anderes. Die breiten Spalten lassen zusätzlichen Raum für Werbung. Ein Trend, der sich damals ja schon beim kleinen Relaunch von Spiegel Online (außer auf der Startseite) durchgesetzt hat, oder zum Beispiel auch bei stern.de zu sehen ist.

Wie User mit interaktiven Infografiken umgehen

Multimediale Infografiken

Interaktiv und multimedial verpackte Infos machen auf einer Website etwas her – aber wie kommen die Nutzer damit klar, wenn’s auf einmal zappelt und vom gewohnten Navigationsschema abweicht? Eine Usability-Studie der Uni Trier hat das untersucht und sechs Leitlinien für Grafiker und Journalisten aufgestellt.

Von Peter Schumacher
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Yahoo.com vor Redesign

Es gibt inzwischen eine Preview-Version der neuen Yahoo-Startseite. Die Story bei Read/Write Web, dazu ein Audio-Interview (MP3) von Richard MacManus mit Ash Patel und Tapan Bhat von Yahoo.

Mini-Trend: Mehrteilige Aufmacher

Aufmacher, die eine Handvoll Themen durchrotieren lassen, sieht man in letzter Zeit öfter. Zum Beispiel bei CNET, bei InsideBayArea.com (= Oakland Tribune) oder, eine Variante, bei Yahoo Tech.

Vor vielen Jahren hat MSNBC.com mit ähnlichen Features auf der Homepage experimentiert. War damals nicht lustig: Die meisten User hatten sehr wenig Bandbreite – bis alles geladen war, verging reichlich Zeit. Ist heute alles etwas entspannter.

Was Usability angeht, sind mehrteilige Aufmacher, die wie eine Slideshow durchrotieren, nicht ganz unproblematisch. Bei InsidebayArea.com wechseln die Themen für meinen Geschmack zu schnell, es gibt zu viel Text in relativ schwer lesbarer Schrift. Etwas frustrierend, wenn einem die Themen immer wieder davonlaufen, ohne dass man fertiglesen konnte. CNET ist besser: Mehr Zeit, kürzere Texte, gut lesbare, scharfe Schrift.

Zeit: Chance verschenkt

Über die Bedeutung des Wörtchens interaktiv ist schon viel theorisiert worden – mit schwankendem Erkenntnisgewinn. Festzuhalten bleibt eines: Nicht alles, bei dem man mal ein bisschen mehr klicken kann, ist interaktiv. Deshalb ein kräftiger Rüffel an Zeit Online.

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Videoeinbindung bei SpOn, Teil 3

Dass mich der offizielle Trailer zum Film “United 93″ erwartet, wenn ich auf den Abspielbutton des Videos in diesem Artikel bei Spiegel Online klicke, konnte ich nur erahnen, aber nicht wissen. Hilfreich wäre es, wenn die Videos mit einer aussagekräftigen Unterzeile versehen wären, ähnlich wie die BUZ bei Bildern. Das würde die Orientierung als User erleichtern.

Startseitenschwergewichte

Vor zwei Jahren hatte ich mal gemessen, wieviele Kilobytes eigentlich die Startseiten einiger Nachrichtenangebote auf die Waage bringen. Die Frage ist nicht ganz unwichtig, auch in Zeiten hoher Bandbreiten. Überladene Seiten stellen nicht nur langsam angebundene User auf eine Geduldsprobe, sie treiben auch die Kosten für den Traffic unnötig in die Höhe.

Damals lag die FAZ mit 383 Kilobytes an der Spitze einer kleinen (willkürlichen) Auswahl von deutschen Nachrichtenseiten. Heute geht sie mit 378 Kilobytes eher als Leichtgewicht durch. Die übrigen Testkandidaten haben alle zugelegt.

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InStyle, Elle, Eyecatcher

Interessante Lösung für einen vierfachen Eyecatcher auf der Homepage bei InStyle (mit der Maus über die Bilder gehen). Vermutlich zu aufwändig, um es bei einer News-Site mit den Topthemen zu praktizieren, die sich alle 15 Minuten ändern. Aber für zeitlosere Inhalte sehr schön. Nebenbei: Das Redesign bei Elle gefällt mir. Schwarz, grau, weiß, dazu großflächige Farbfotos – funktioniert. 1a umgesetzt: Videoteaser auf der Startseite, der Catwalk TV bewirbt.

Tagung zur Barrierefreiheit

Gabriele Hooffacker von der Journalistenakademie macht auf eine Tagung zum Thema barrierefreies Internet am 10. und 11. März aufmerksam:

Referenten aus Initiativen, aus Politik und Verwaltung erklären die Rechtslage und stellen gelungene Beispiele vor. Die Medienfachtagung in Nürnberg bringt Politiker, Verbände, Webdesigner und Betroffene zusammen, informiert über den gesetzlichen Hintergrund und zeigt praktikable Lösungswege auf. KFBI ein (Mehr Informationen).

Was bedeutet barrierefreies WWW? Andreas Bittner hat es für uns im vergangenen Jahr (und im alten Design) in einem Dossier zusammengefasst.

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