Archivierte Einträge für Video

Der große Scrollytelling-Tool-Test

Zum Anlass eines kleinen zehnjährigen Jubiläums habe ich einen großen Scrollreportagen-Tool-Test erstellt: Vor zehn Jahren habe ich den ersten Prototypen einer Scrollreportage in meinem Weblog Rufposten veröffentlicht, zusammen mit einem kurzen Theorietext, warum das vielleicht ein tolles Medium für den Journalismus wäre. Zusammen mit Dirk von Gehlen setzten wir es später bei dem Jugendmagazin jetzt.de ein. Es gab später sogar ein Tutorial für andere Journalisten. Danach habe ich mich aber der Audio-Slideshow zugewendet und es wurde ruhig um die Scrollreportage in Deutschland.



Aber seitdem Scrollytelling 2012 durch Snow Fall populär wurde und es auch in deutschsprachigen Verlagen wieder großartige Scrollreportagen gibt, sind einige neue Tools entstanden, mit denen man Scrollytelling jenseits von Mammutbudgets und 20-Mann-Teams produzieren kann. Es ist also Zeit für einen großen Vergleichstest der Scrollreportagen-Tools!

Weiterlesen…

Die Sportjournalistin: Stefanie Wahl (Heilbronner Stimme) im Video-Porträt

Sportjournalismus ist immer noch eine Männerdomäne. Gerade mal zehn Prozent der rund 3700 Mitglieder des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) sind Frauen.

Auch deswegen war ich neugierig auf Stefanie Wahl, denn als Chefin des Sportressorts bei der Heilbronner Stimme ist sie eine der wenigen weiblichen Führungspersönlichkeiten im Sportjournalismus.

Für die elfte Folge der Serie ABZV Videoreporter habe ich sie einige Tage bei ihrer Arbeit begleitet, u.a. zu einem Fußball-Bundesligaspiel (VfB Stuttgart vs. Eintracht Braunschweig). In dem rund 13 Minuten langen Porträt geht es um viele Aspekte ihrer Arbeit, vor allem individuelle Arbeitsweisen, Durchsetzungsvermögen, Familienfreundlichkeit und welche Fähigkeiten man mitbringen sollte, um in diesem Job zu bestehen.

Das Video steht unter der Creative Commons Lizenz (BY-NC-ND 3.0 DE), das heißt Teilen, Verbreiten und Einbetten in andere Kontexte ist erwünscht, solange dies zu nicht-kommerziellen Zwecken geschieht.

Weitere Links zum Thema:
… bei onlinejournalismus.de

… im übrigen Internet

Vorbildlicher Vorreiter: Heute-Nachrichten auf Instagram

"Heute"-Profil auf Instagram (Screenshot [M])

Seit gut einer Woche sind die “Heute”-Nachrichten des ZDF auf Instagram aktiv. Mit Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft startete das “Experiment”, wie es in der Pressemitteilung heißt. Das Ziel ist klar: “Instagram werde ausschließlich mobil genutzt – und sei somit ein wichtiger Baustein neben der ZDFheute-App, um junge Nutzer zu erreichen, die sich unterwegs informieren möchten.”

Mehrmals täglich postet die Redaktion von heute.de seitdem Videos und Fotos auf Instagram. Sie sind nicht die ersten Nachrichtenredaktion, die das tut (Die BBC und der Guardian zum Beispiel sind, wenig überraschend, schon länger aktiv), aber in Deutschland Vorreiter. Und die ZDF-Leute machen ihren Job ziemlich gut.

Weiterlesen…

Wie Journalisten ihre digitale Kommunikation schützen sollten – Teil 2/2 (ABZV Videoreporter Folge #10)

Dass Journalisten bei ihrer digitalen Kommunikation eine gewisse Verantwortung tragen, liegt auf der Hand. Denn es geht um die Sicherheit ihrer Recherchen, um den Schutz ihrer Informanten und Kontakte, aber auch um ihre ganz persönlichen Profile.

Nur wie ernst wird das Thema tatsächlich genommen, wenn es in Redaktionen nach wie vor üblich ist, Termine und Kontakte in der Google-Cloud zu verwalten und Nachwuchsjournalisten – bei allem unbestrittenen Nutzen sozialer Netzwerke für den Journalismus – eingetrichtert wird, wie wichtig ihr Klout Score sei, ohne dabei mit einer Silbe auf eine notwendige Strategie zur Trennung von privaten und öffentlichen Daten hinzuweisen?

Für die zehnte Folge der Serie ABZV Videoreporter habe ich Albrecht Ude (Researcher und Recherche-Trainer), Christian Stöcker (Ressortleiter Netzwelt bei Spiegel Online) und Patrick Beuth (Redakteur im Digital-Ressort bei Zeit Online) unter anderem zu diesen Themen befragt.

Im ersten Teil ging es um verschlüsselte E-Mail-Kommunikation und anoymes Surfen zu Recherche-Zwecken.

Das Video steht unter der Creative Commons Lizenz (BY-NC-ND 3.0 DE), das heißt Teilen, Verbreiten und Einbetten in andere Kontexte ist erwünscht, solange dies zu nicht-kommerziellen Zwecken geschieht.

Weitere Links zum Thema:
… bei onlinejournalismus.de

… im übrigen Internet

Wie Journalisten ihre digitale Kommunikation schützen sollten – Teil 1/2 (ABZV Videoreporter Folge #9)

Vor einigen Monaten hatte Matthias Eberl hier auf onlinejournalismus.de einen Beitrag veröffentlicht, in dem es um die Frage ging, was wir als Journalisten nach dem NSA-Skandal tun müssen. Ein Text, der es – neben vielen anderen Beiträgen zu diesem Thema – auf den Punkt bringt.

Die Frage ist: Wieviel hat sich in den Redaktionen eigentlich getan seit dem größten Datenskandal der Geschichte? Wer nimmt das Thema so ernst, dass er auch wirklich aktiv etwas ändert an der eigenen digitalen Kommunikation? Wenn man mal stichprobenweise in die Impressen der Online-Dienste deutscher Zeitungsverlage blickt, fällt auf, dass gerade mal eine Handvoll Redakteure verschlüsselte Kommunikation öffentlich anbietet.

Für die neunte Folge der Serie ABZV Videoreporter habe ich Albrecht Ude (Researcher und Recherche-Trainer), Christian Stöcker (Ressortleiter Netzwelt bei Spiegel Online) und Patrick Beuth (Redakteur im Digital-Ressort bei Zeit Online) um Einschätzungen und Ratschläge gebeten. Am 23. Mai wird der zweite Teil erscheinen ist der zweite Teil erschienen.

Das Video steht unter der Creative Commons Lizenz (BY-NC-ND 3.0 DE), das heißt Teilen, Verbreiten und Einbetten in andere Kontexte ist erwünscht, solange dies zu nicht-kommerziellen Zwecken geschieht.

Weitere Links zum Thema:
… bei onlinejournalismus.de

… im übrigen Internet

Wir basteln uns ein multimediales Scrollformat


Scrollreportagen wie Snow Fall sind aufwändig programmiert und wurden vom Online-Chef der Zeit, Jochen Wegner, deshalb als das Feiertagslayout der Onlinereportage bezeichnet.

Aber das Gute ist: Javascript und HTML5 haben in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Ein technisch versierter Journalist, der ein wenig Ahnung von HTML und Javascript hat, kann durchaus sein eigenes multimediales Scrollformat basteln.

Um den Einstieg für Experimente zu erleichtern, habe ich ein sehr einfaches Minimal-Template in meinem Weblog veröffentlicht … vom Design ein Montagslayout, aber funktional. Im Quellcode sind alle Details kommentiert. Mit entsprechenden jQuery-Plugins könnte man das Template um Parallax-Scrolling und/oder vollformatige Panels erweitern.

Update: Jetzt auch als Fullpanel-Template mit Fullscreen-Video.

Der Lokalredakteur Frank Spiegel im Video-Porträt (ABZV Videoreporter Folge #8)

Ich finde es immer schön Menschen dabei zuzusehen, wenn sie etwas mit Leidenschaft tun und trotz gelegentlich stressiger Momente dabei einfach nicht aus der Ruhe zu bringen sind. Frank Spiegel ist so jemand. Er arbeitet als Lokalredakteur für das Westfalen-Blatt in der kleinen Stadt Brakel im Osten Nordrhein-Westfalens.

Für die achte Folge der Serie ABZV Videoreporter habe ich ihn einen Tag lang bei seinem Job begleitet und dokumentiert, wie die Realität des journalistischen Alltags in einer kleinen Zweieinhalb-Mann-Redaktion aussieht. Im Interview mit ihm geht es um ganz verschiedene Fragen, u.a. Nähe und Distanz zu Lesern, Twitter und Facebook für die Recherche und wie man neben Fotos auch noch Videos macht.

Das Video steht unter der Creative Commons Lizenz (BY-NC-ND 3.0 DE), das heißt Teilen, Verbreiten und Einbetten in andere Kontexte ist erwünscht, solange dies zu nicht-kommerziellen Zwecken geschieht.

Weitere Links zum Thema:
… bei onlinejournalismus.de

… im übrigen Internet

Stör/Element will Politik auf YouTube erklären

 

Politische Bildung? Klingt für die Jugend von heute öde. Zumindest, wenn es um die politische Bildung klassischer Medien geht. Die erreichen viele Jugendliche und junge Erwachsene gar nicht mehr. Wenn die Leute nicht mehr zu den politischen Bildungsangeboten kommen, dann wollen die politischen Bildungsangebote dahin gehen, wo die Leute sind: zu YouTube. Genauer gesagt: Stör/Element will das. Einen YouTube-Channel, auf dem Politik erklärt wird.

Einmal pro Woche soll es ein sechs bis acht Minuten langes Video geben, in dem  “komplexe politische Zusammenhänge in einem Video plastisch, kompetent, aber auch provokativ aufbereitet werden”, wie es im Konzept heißt.

Die Videos sollen sich aus zwei bis drei Beiträgen durch Community-Redakteure zusammensetzen, eingerahmt durch eine Moderation. Die Beiträge wiederum können bestehen aus Straßenumfragen, Interviews, Animationen. Bei Politiker-Interviews will die Redaktion einen frecheren Stil etablieren:

“Floskeln von Politikernkommen bei uns nicht durch. Wir lassen uns nicht abwimmeln, bevor wir keine klare Antwort bekommen haben”, heißt es im Pitch-Video.

Erstes Thema soll das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der EU sein. “Knackpunkt dabei wird sein, inwieweit Verhandlungen hinter verschlossenen Türen Auswirkungen auf meine konkrete Lebenswelt haben, von Jobs bis eher problematischen Angleichungen von bsp. Lebensmittelstandards”, sagt Produktionsleiter Arne Fleckenstein. Neben ihm zählen noch Producer & Channel Manager Axel Kersten und Redaktionsleiter & Moderator Julian Frederik Nelting zum engen Stör/Element-Team. Alle drei sind Ende 20 und im Raum Köln zuhause. Die Beiträge sollen aber maßgeblich aus der Community kommen, gefragt sind etwa Politik-Studenten, Journalistenschüler oder Leute mit Erfahrung aus dem Uni-Radio. Die Community soll auf einer Facebook-Seite Themen vorschlagen können, zudem sollen die Recherchen in einem Blog transparent gemacht werden.

Auf Starnext haben die drei Kölner 2774 Euro eingeworben, davon sollen nun die ersten fünf Folgen produziert werden.

Und warum heißt der Kanal Stör/Element? “Der Kanal will junge Leute befähigen, sich einzumischen und die politischen Prozesse zu stören”, sagt Arne. “Mit einem Darf ich stören?”, werden die Redakteure folgerichtig Ihren Straßenumfragen einleiten.

Stör/Element hat sich da eine große Aufgabe vorgenommen, aber es gibt auch Beispiele wie CPG Grey oder Tilo Jungs “Jung&Naiv”, die zeigen, dass man komplexe Politik auch unterhaltsam erklären kann.

Hyperlokaler Demo-Ticker

Das Hamburger Lokalblog Mittendrin begleitet seit Monaten Demonstrationen in der Stadt (vor allem zu den afrikanischen Lampedusa-Flüchtlingen) mit umfangreicher Bericherstattung, die sich hinter denen der großen Lokalmedien (Hamburger Abendlbatt, Hamburger Morgenpost, taz, NDR …) nicht nur nicht zu verstecken braucht, sondern im Gegenteil durch den von seinen Reportern gefüllten Liveticker im Blog und via Twitter in Sachen Ausführlichkeit und Schnelligkeit im Web oftmals vorne liegt. So auch heute wieder zu den Protesten gegen die Räumung des linken Kulturzentrums Rote Flora und für den Erhalt der Esso-Häuser.

Das haben längst auch User gemerkt, die sich für diese Themen besonders interessieren. Der Traffic von Mittendrin scheint nicht schlecht zu sein. Ein von mir gepostetes und dort im Liveticker verlinktes Video mit einer Randszene der Demonstration wurde innerhalb von 30 Minuten bereits mehr als 1500 Mal embedded im Ticker angezeigt und 370 Mal abgespielt.

Beamten-Ballet from Fiete Stegers on Vimeo.

(Ich arbeite beim NDR.)

Die Community-Redakteurin: Annika von Taube (Zeit Online) im Video-Porträt

Wenn ich mich auf Zeit Online informiere, lande ich oft – noch bevor ich überhaupt Artikel lese – im Kommentarbereich darunter. Warum? Weil mir häufig schon die ersten drei bis vier bestbewerteten Nutzer-Reaktionen Aufschluss über die Relevanz des Themas oder dessen Aufbereitung geben. Das klappt zwar nicht immer, aber dennoch verblüffend oft.

Auf vielen anderen Nachrichtenangeboten würde diese Vorgehensweise nicht funktionieren, weil die Nutzer dort in den Kommentarbereichen oft ihrem eigenen Schicksal überlassen werden und nicht selten die verbale Brechstange herausholen.

Seit Juni 2013 leitet Annika von Taube die Community-Redaktion bei Zeit Online. Für die siebte Folge des Journalisten-Berufsporträt-Formats ABZV Videoreporter habe ich mit ihr ein ausführliches Interview geführt und sie und ihr Team einen Tang lang bei der Arbeit beobachtet.

“Wir sind berühmt und berüchtigt dafür, sehr stark in die Debatten einzugreifen”, sagt Taube und spricht auf die zahlreichen Kommentare an, die ihr Team im täglichen Geschäft kürzt oder sogar komplett entfernt. “Der Zensurvorwurf hängt ständig über unserer Arbeit”, sagt die Community-Chefin und stellt klar: “Wir zensieren nicht, sondern wir lenken Debatten.”

Das Video steht unter der Creative Commons Lizenz (BY-NC-ND 3.0 DE), das heißt Teilen, Verbreiten und Einbetten in andere Kontexte ist erwünscht, solange dies zu nicht-kommerziellen Zwecken geschieht.

Weitere Links zum Thema:
… bei onlinejournalismus.de

… im übrigen Internet

 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ... 21 22 23 »


onlinejournalismus.de beobachtet die Entwicklung des Journalismus im Internet.

onlinejournalismus.de wird mit WordPress betrieben (Theme: Modern Clix von Rodrigo Galindez).