Archivierte Einträge für Video

CNN-Preis für junge (Online-)Journalisten

Der „CNN Journalist Award 2008″ ist noch bis zum 21. April ausgeschrieben. Die Organisatoren meinen: „Wir freuen uns immer sehr über neue kreative Formen von Beiträgen, die sich ausserhalb der klassischen Reportage und Berichterstattung bewegen. Wir möchten so viele junge Journalisten wie möglich mit dieser Ausschreibung erreichen“.

Gesucht sind Beiträge von Nachwuchsjournalisten mit internationalem Bezug in den Kategorien Print, TV, Radio, Online und Foto einreichen. Der CNN Journalist Award richtet sich an Nachwuchsjournalisten in Deutschland, Österreich und dem deutschsprachigen Teil der Schweiz. Alle Beiträge müssen zwischen dem 1. April 2007 und dem 31. März 2008 veröffentlicht worden sein.

Welt Online, YouTube und wo sind die Grenzen?

Falk Lüke dachte kürzlich darüber nach, ob YouTube-Videos „Content-Freiwild für deutsche Nachrichtensites“ sind:

Was mich immer wieder erstaunt: wie große Nachrichtensites Videos der Plattform YouTube einbinden. Ich sehe fast nie Copyright-Vermerke, wie sie bei Bildern Standard sind. Ob Spiegel oder Welt Online, Netzeitung, dass die Rechtefragen stets geklärt wurden, kann man wohl getrost bezweifeln

Da ist zum einen die rechtliche Grauzone zwischen dem Einbinden in ein kommerzielles Angebot (YouTube-FAQ hierzu, YouTube-AGB Abschnitt 6) bzw. was unter Zitatrecht-Embedding fällt.

Ebenso wichtig bleibt aber die dauernde Frage danach, wann denn das Einbinden von Videos journalistisch sinnvoll und wann überflüssig oder vielleicht sogar aus ethischen Gründen abzulehnen ist. Welt Online bietet heute mal wieder ein passendes Diskussionsbeispiel für sämtliche Aspekte: Ein Video von „News of the World“, bei YouTube veröffentlicht (schönes Detail am Rande: mit der „Flip4Mac Trial Version“ konvertiert), dass den Formel-1-Chefmanager bei Sexspielchen mit Prostituierten im KZ-Outfit zeigen soll, wird direkt in den Artikel eingebunden. Aufklärung pur. Und in der URL wird der im Text noch vorsichtig formulierte Vorwurf schon mal zur Tatsache.

Und das Kommentarniveau bei Welt Online wird einem auch noch mal vor Augen geführt: Da argwöhnt jemand „irgendeine zionistische Finanzgruppe will Einfluss in der Formel 1 gewinnen. (…) Welcher Religionsgemeinschaft gehören eigentlich die YOUTUBE Eigner an?“

Umfrage zu „Erfolgsfaktoren von Online Video Advertising“

Im Rahmen einer Diplomarbeit an der Rheinischen Fachhochschule Köln mit dem Thema: „Analyse der Erfolgsfaktoren von Online Video Advertising“ bittet Tom Töpfer bei einer etwa zehnminütigen Umfrage mitzumachen.

Worum geht es?

„Online Videowerbung (Werbung innerhalb von Online Videos), als eine der gefragtesten und neusten Werbeformen im Internet, soll in meiner Diplomarbeit genauer analysiert werden. Dabei soll ebenfalls ein Zusammenhang zu dem Werbeumfeld, also den Online Videos auf Webseiten wie beispielsweise RTLnow, YouTube, Clipfish, Spiegel.de, Zeit.de, hergestellt werden.“

Hier geht es zu der Umfrage: www.unipark.de/uc/k_rfh_medien/50da.

An dieser Stelle auch ein Hinweis in eigener Sache: Wir veröffentlichen gerne solche Hinweise, wenn uns die Umfragen seriös und plausibel erscheinen. Gerne stehen wir natürlich auch für entsprechende Interviews bereit, wenn vorgenannte Voraussetzungen erfüllt sind. Wir würden uns selbstverständlich auch darüber freuen, wenn wir und vor allem unsere Leser dereinst über die Ergebnisse solcher Arbeiten informiert werden.

Der Westen und der WDR – Welche Folgen hat die neue Video-Partnerschaft?

Das ist sie also, die erste Audio- und Video-Kooperation zwischen einem öffentlichen-rechtlichen und einem privaten Medienunternehmen. DerWesten.de wird künftig fertige Beiträge, die bereits im WDR-Programm gelaufen sind, lizenzieren und auf seiner Seite „ausstrahlen“. Das teilten beide Partner heute mit (1, 2).

Für die Nutzung wird eine Lizenzgebühr fällig, über deren Höhe beide Vetragsparteien Stillschweigen vereinbart haben. WDR-Material soll aber teurer sein als das der privaten Anbieter.

Als ich vor einigen Monaten zum ersten Mal von diesen Kooperationsplänen hörte, dachte ich: Ach, das läuft eh auf was ganz anderes hinaus. Die Öffentlichen-Rechtlichen werden ihre Videobeiträge früher oder später für jedermann freigeben, also – ähnlich wie YouTube – mit einem Embed-Code versehen, so dass Interessierte sie einfach in ihr Blog oder ihre Website einbinden können. Das ganze natürlich geknüpft an strenge Auflagen, zum Beispiel Werbefreiheit, nicht-kommerzielle Nutzung etc. Prinzipiell wäre das nur konsequent gewesen, denn die Gebührenzahler haben die Beiträge schließlich bezahlt.

Jetzt ist es ganz anders gekommen, und das wirft ein paar Fragen auf.

Darf der WDR überhaupt auf diese Weise kommerziell tätig werden? Den Privaten schwillt verständlicherweise der Kamm, juristische Schritte sind bereits angedroht.

Was macht der WDR mit den Erlösen? Beteiligt er die Autoren der weiterverkauften Beiträge?

Nach welchen Kriterien wählt der WDR seine künftigen Kooperationspartner aus? Schließlich dürften ja auch andere Online-Plattformen neben dem Westen Interesse haben. Hat der WDR das Recht, einem bestimmten Verlag abzusagen? Oder gilt gleiches Recht für alle?

Die verkauften Beiträge müssen übrigens verständlicherweise werbefrei bleiben. Doch was heißt das im Detail? Post-Roll- oder Pre-Roll-Werbung bzw. anderweitige Einblendungen im Video werden ganz sicher verboten sein. Aber ein Werbebanner über der Seite eines Artikels, in der irgendwo im Inline-Player ein WDR-Video integriert ist? Da bleibt viel Spielraum für Interpretation.

Könnte ja sein, dass das Kooperations-Modell erfolgreich ist und alle rechtlichen Hürden nimmt. Dann wird es ganz sicher von anderen öffentlich-rechtlichen Anbietern kopiert (das ZDF steht laut WDR kurz vor dem Abschluss eines Vertrages mit dem Süddeutschen Verlag, der Bayerische Rundfunk verhandelt angeblich mit Focus Online).

Nur was wiederum bedeutet das für die vielerorts erst kürzlich gestarteten und teils sehr ambitionierten Video-Aktivitäten der einzelnen Online-Redaktionen? Werden Formate eingestampft? Werden die neuen Online-VJs schlagartig überflüssig? Kommt die große Gleichförmigkeit? Werden dann überall dieselben Videos abgespielt? Oder schafft so eine Kooperation mehr Freiraum für die Umsetzung eigener interessanter Themen?

Und noch ein Punkt: In Fachblogs wird bereits seit längerem diskutiert, dass Online-Video eine ganz andere Bildsprache als TV hat: Schneller, näher dran, authentischer. Gerade durch die Experimentierfreude der Online-Videoproduzenten entsteht eine andere, oft viel ansprechendere und mutigere Ästhetik als die des durchformatierten Fernsehens. Wäre doch schade, wenn das künftig verloren ginge.

(Hinweis: Ich arbeite unter anderem selbst gelegentlich für die Video-Redaktion von DerWesten.de.)

Willkommen 2005: Münchner „Abendzeitung“ mit neuer Website

Über das Internet-Angebot der Münchner „Abendzeitung“ konnte hier in der Vergangenheit nur gedeihlich gelästert werden: Es war schlichtweg eine Nullnummer oder einfach nur schlecht gemacht. Heute verkündete das Boulevardblatt den Start von „abendzeitung.de – Münchens schnelles Stadtportal“. Heureka! Es ist besser geworden! Weiterlesen…

Gut kombiniert: Video und Text im Westen

Screenshot: Bruckhausen-Reportage bei DerWesten

Video und Text nicht als getrennte, sondern als sich ergänzende Elemente sehen – darüber wird viel theoretisiert, in der Praxis läuft es dann doch meistens anders. DerWesten hat mit der längeren Reportage „Die verlorenen Straßen von Bruckhausen“ jedoch eine gelungene Kombination veröffentlicht. Weiterlesen…

Umfrage des IW Köln zum Online-Journalismus

Einige interessante Fakten bietet eine Umfrage des arbeitgebernahen Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) zum Online-Journalismus. Befragt wurden Online-Redaktionen in 46 Zeitungshäusern. Interessant sind die zahlreichen Fakten in Bezug auf Redaktionsgrößen, Einsatz von Bewegtbildern, Zusammenarbeit mit den Öffentlich-Rechtlichen, Nutzerteilnahme, Aussagen zum Dasein der „armen Verwandten“ in den Online-Redaktionen. Auch eines der Resümees ist erwähnenswert: „Für den hochwertigen Journalismus im Netz sind das nicht die besten Bedingungen.“

Publiziert wurden einige der Ergebnisse in zwei Beiträgen des vom IW herausgegebenen „Medienspiegel“: Teil 1, Teil 2.

Öffentlich-rechtlich via BitTorrent

Die Kollegen von tagesschau.de stellen ein Projekt des norwegischen öffentlich-rechtlichen Senders NRK vor, der seine Sendung „Nordkalotten 365″ via BitTorrent verbreitet, und der ARD-Generalsekretärin Verena Wiedemann die Frage, wie so etwas in Deutschland gesehen wird.

US-Wahlkampf / sueddeutsche.de

Mal was anderes: sueddeutsche.de macht an diesem nachrichtenarmen Tage wie die gesammelte Konkurrenz mit dem „Super Tuesday“ im US-Vorwahlkampf auf. Allerdings nicht mit einem Nachrichtenstück, sondern mit einem neuen „Videoblog“ (Eigenbezeichnung), das eigentlich aber eher ein klassisches Korrespondentengespräch mit den SZ-Vertretern in Washington ist.

Leider sind die beiden Herren sichtlich nicht kameragewohnt, der hallige Ton und die über Lautsprecher zugeschaltete Telefoninterviewer-Stimme verleiten zum Abschalten. Außerdem gibt es derzeit offenbar noch keine Möglichkeit, das Videoblog auch als Podcast zu abonnnieren. „Daher mein Appell: Weiter machen – aber Profis ans Werk lassen, damit die Videos neben der Vermittlung von Informationen auch einfach schön anzuschauen sind“, heißt es in einem Nutzerkommentar.

Mehr:

Videos verbreiten

Theoretisch sollte das Internet mittlerweile ein Paradies für unabhängige Produzenten sein. Mehrere Hundert Plattformen buhlen um die Gunst der Produzenten und locken sie mit Specials, Kanälen oder finanzieller Vergütung. Doch im Normalfall reicht eine Plattform längst nicht aus, um eine signifikante Reichweite aufzubauen.

schreibt Bertram Gugel in seinem Blog „Digitaler Film“.

Die technische Distribution einer Webisode oder eines Videoblogs über alle Quellen und Kanäle hinweg ist aufwendig und erfordert einiges an konzeptioneller Überlegung sowie Abstimmungsarbeit zwischen den verschiedenen Diensten.

Deshalb liefert „Digitaler Film“ eine ausführliche Anleitung, wie man seine Videos am besten über verschiedene Plattformen wie YouTube & Co, die eigene Website und als Podcast verbreitet.

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