Archivierte Einträge für Video

Washington Post, Video

“I use a video camera as my reporter’s notebook”, schrieb Jane Stevens vor vier Jahren im Online Journalism Review, als sie das Tätigkeitsprofil von “Backpack-Journalisten” erklärte. Damals las sich das wie eine Beschreibung, die wegen des hohen technischen Anteils eher an den Job eines Producers erinnerte, nicht aber an den eines Journalisten.

Die Kamera als digitaler Notizblock des Reporters – eine interessante Vorstellung angesichts immer kompakterer Videokameras, die eine ständig bessere Aufnahmequalität liefern und dabei einfach zu bedienen sind. Bei der Washington Post scheinen Jane Stevens Worte jetzt Gehör zu finden. Denn laut Washingtonian Online sind bereits 50 Reporter der Zeitung mit kleinen, digitalen Videokameras ausgestattet – und es werden mehr.

James Brady, executive editor der Washingtonpost.com, wird mit den Worten zitiert:

We would buy the cameras and give them to reporters to shoot still pictures, record voice, or shoot video. It’s a triple-threat device. It adds a whole different dimension than you can get on the print side.

Das Material landet aufbereit in Photos & Video auf der Website der Washington Post. Und sieht gar nicht mal schlecht aus.

(gefunden bei Medianerds.de)

SpokesmanReview.com, Videos

The Spokesman Review ist eine Zeitung im Nordwesten der USA mit einer Auflage irgendwo zwischen 100.000 und 250.000. Sie könnte vielen hiesigen Zeitungen als Vorbild dienen, wie man den schleichenden Prozess vom bedruckten Papier hinein ins Web zu einem vollständig multimedial arbeitenden Informations-Anbieter über die Jahre hinweg gestalten kann.

Unter anderem setzt die Zeitung auch auf individuell produzierte Videos – ein Trend, der sich in Deutschland so langsam erst bei einigen größeren Nachrichten-Sites durchsetzt.

Colin Mulvany war 17 Jahre lang als Fotograf für den Spokesman Review tätig – heute ist er Multimedia-Redakteur und hat Video für sich als neue Möglichkeit für das Storytelling entdeckt. Hauptsächlich veröffentlicht er seine Geschichten im Video Journal der Zeitung.

Wie sein Weg vom Fotografen zum Videographer und Multimedia-Redakteur aussah, welche Probleme unterwegs auftauchten, wie sich seine Arbeitsweisen verändert haben und mit welcher Technik er arbeitet, beschreibt er in einem lesenswerten Interview mit dem Online-Magazin Sports Shooter.

(gefunden bei Medianerds.de)

Mit Bewegtbildern und PR-Drachen klarkommen

Professor Klaus Meier, Hochschule Darmstadt
Hoffnungsvoll startete 2001 in Darmstadt der erste Journalismus-Studiengang, der sich auf das Medium Online konzentrierte – direkt in die große Job-Krise hinein. Jetzt bessert sich die Lage – und Darmstadt hat längst seine ersten Absolventen auf den Markt gebracht. Professor Klaus Meier berichtet im Interview mit onlinejournalismus.de, wo sie heute sind und was sie aus Darmstadt mitgenommen haben. Weiterlesen…

Google in a box

Ein schönes Beispiel für eine Zweitverwertung. Oder sollte ich sagen: Neuverwertung? Das Multimedia-Dossier “Google – die Macht einer Suchmaschine” basiert auf einem Zapp-Spezial, das vor einigen Tagen im NDR lief und nun bei tagesschau.de in eine Media-Mix-Slideshow gepackt wurde; nach dem selben Prinzip, wie die Event-Box von sportschau.de. Ein durch und durch alltagstaugliches Format für die Redaktion, sicherlich nicht in einer Stunde produziert, aber dennoch die Möglichkeit, “mal schnell” mit Videos zu arbeiten und nicht mehr länger nur zu experimentieren (den Video-Giganten im Hintergrund immer vorausgesetzt). Mehr davon!

Übrigens: Die besten Voraussetzungen, den Unterschied zu spüren, den Schritt nach vorn, den diese Art der journalistischen Umsetzung ausmacht, haben wohl die, die sich zuvor haben berieseln lassen, vom Filmbeitrag im Dritten, in voller Länge, spätabends, müde…

augenzeuge@n24.de / Video-Einsendungen

Ich würde es mir dreimal überlegen, bevor ich diesem Aufruf des Nachrichtensenders N24 folge. Dort sucht man nämlich nach Augenzeugen interessanter Ereignisse, die kostenlos ihre Bilder und Videos davon an die Redaktion schicken. Die trifft dann eine Auswahl und sendet das Ganze im Fernsehen. Als Anreiz soll offenbar dienen, dass der Name des Urhebers genannt wird.

Dieser tritt mit Einsendung des Materials aber gleich alle Rechte ab. Bei N24 heißt es:

Mit dem Einsenden des Materials überträgt der Einsender N24 kostenlos sämtliche im Zusammenhang mit dem Material bei ihm entstandenen, entstehenden und/oder hierfür von ihm erworbenen oder zu erwerbenden urheber-rechtlichen Nutzungs-, Leistungsschutz- und sonstigen Rechte, insbesondere das Senderecht, das Recht zur Verfügungsstellung auf Abruf, das Bild- und Tonträgerrecht, das Audiotex- und Teletextrecht, das Datenbank(übertragungs)recht, das Drucknebenrecht, das Bearbeitungs-, Vervielfältigungs- und Verbreitungsrecht, das Recht zur Werbung und Klammerteilauswertung etc., zur nicht-ausschließlichen, frei übertragbaren, zeitlich, räumlich und sachlich uneingeschränkten Nutzung.

Und außerdem muss der Einsender garantieren,

  • dass N24 alle übertragenen Rechte und Befugnisse, insbesondere alle zur Ausstrahlung der Produktion erforderlichen Rechte erwirbt.
  • dass diese weder ganz oder teilweise auf Dritte übertragen noch mit Rech­ten Dritter belastet noch Dritte mit ihrer Wahrnehmung beauftragt wurden sowie
  • dass weder bei der Herstellung noch bei der Ausstrahlung des Materials Rechte Dritter verletzt werden, die zu Ansprüchen gegen N24 führen können.

Was aber, wenn der Einsender im guten Glauben eine Menge garantiert, es dann aber doch nicht einhalten kann, weil zum Beispiel Rechte Dritter verletzt sind, von denen er gar nichts weiß? Er kann dann nur auf die Sorgfaltspflicht der Redaktion hoffen, die schon bei Sichtung des Materials das Gespür haben sollte, eine mögliche Rechteverletzung zu erkennen. Ansonsten kann ich potenziellen Einsendern nur empfehlen, schonmal rechtzeitig eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen.

(via Olaf Nitz)

Anmerkung des Autors: Ich weise darauf hin, dass ich unter anderem für den Nachrichtensender n-tv arbeite. n-tv steht gewissermaßen in direkter Konkurrenz zu N24.

Crossmedia in der Region



Die “Rheinische Post” war einer Pioniere unter den deutschen Internetmedien. Lange galt sie als eine der wenigen gut aufgestellten Regionalzeitungen. Dann kam die Krise, und man hörte trotz weiterhin verhältnismäßig guter Ausstattung wenig aus Düsseldorf. Ende 2004 meldete sich rp-online mit “Opinio” zurück. Jetzt ist ein neuer Online-Chef mit großen Plänen angetreten – Oliver Eckert, zuvor bei Bild.t-online.
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Videos traffic-freundlicher laden

Auf vielen Websites werden Videos ausschließlich im Flash-Format angeboten. Aus redaktioneller Perspektive ist das keine schlechte Wahl, will man doch das größtmögliche Publikum erreichen. Das Flash-Plugin ist (nach Hersteller-Angaben) viel weiter verbreitet als sämtliche Player-Alternativen wie Real, Windows Media oder Quicktime.

Wenn ich mir allerdings die Videoplayer auf bekannten Nachrichten-Sites in Deutschland anschaue, taucht immer wieder dasselbe Problem auf: Sie streamen nicht richtig. Beispiel: Der “Miniplayer” in der rechten Spalte auf der Startseite von Focus Online. Drückt man “Play”, wird das Video so schnell wie möglich geladen, und zwar komplett in einem Durchgang. Mit einer durchschnittlichen DSL-Verbindung sind die Videodaten also nach etwa einer halben Minute beim Nutzer angekommen.

Was aber, wenn der Nutzer nach 30 Sekunden feststellt, dass ihn die restlichen 2:30 Minuten nicht mehr interessieren? Er wird vermutlich stop drücken bzw. weitersurfen. Von den 100% übertragenen Videodaten hat er dann nicht einmal 20% angesehen. Pure Verschwendung. Ich habe zwar keine Ahnung, wieviel ein Großabnehmer wie Focus Online für 1 Gigabyte Datenverkehr zahlen muss – aber vermutliche ließe sich eine Menge Geld sparen.

Dasselbe Problem tritt auch bei Spiegel Online, YouTube, Google Video, Yahoo Video, MyVideo, Dailymotion etc. auf.

Insofern gehen Websites wie tagesschau.de oder heute.de, die Standard-Player wie Real oder Windows Media mit ausgereifter Streaming-Technik einsetzen, besser mit der wertvollen Ressource “Traffic” um.

Einen gut programmierten und sauber streamenden Flash-Videoplayer setzt c|net news ein. Dieses Video beispielsweise ist der Mitschnitt einer Pressekonferenz mit Bill Gates, der seine neue Rolle bei Microsoft erklärt. Dabei werden paketweise immer nur soviele Daten vorgeladen, wie auch tatsächlich benötigt werden, um das Video gerade noch ohne Aussetzer anschauen zu können – mehr aber nicht. Drückt man auf Pause, werden auch keine Daten mehr geladen.

Videoeinbindung bei SpOn, Teil 4

Seit kurzem werden Werbespots vor einige der Videoclips bei Spiegel Online geschaltet (z.B. vor die von der Videoredaktion selbst produzierten Clips sowie Carsten van Ryssens WM-Kolumne; werbefrei bleiben alle alten Videos, Ehrensenf und auch die Reuters-Beiträge).

Die Werbung scheint tatsächlich noch von Redakteuren in die Videos geschnitten und nicht über einen Ad-Server geliefert zu werden. Denn einerseits läuft immer dieselbe Werbung (arena.tv), andererseits lässt sie sich geschickt überspringen (durch einfaches “Vorspulen” mittels Slider) – was dem Nutzer sehr entgegen kommt.

Übrigens: Was man an sämtlichen Videoplayern noch verbessern sollte, ist die Art und Weise, wie sie mit Traffic umgehen. Gerade bei den direkt in die Seite integrierten Videos kommt es doch häufig vor, dass man mal kurz auf Play drückt, nach kurzer Zeit aber das Interesse verliert und wieder auf Stop klickt. Auch wenn man jetzt vielleicht nur ein Drittel des Videos gesehen hat, wird der Rest weiter geladen. Bei Tausenden Abrufen täglich kann das für den Site-Betreiber richtig ins Geld gehen.

In eigener Sache: Dokumentarfilm “Alltag Überwachung”



Video-Trailer zum Dokumentarfilm “Alltag Überwachung”, Länge: 4:07 Min., ca. 15 MB. Vielen Dank an Juho “Blamstrain” Hietala für die Musik.

Updates:

  • Novmeber 2007: Der “Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung” hat in Berlin bis zum 15. November den “Kleinen Überwachungsladen” eingerichtet. Während dieser Zeit wollen die Speicherungsgegner dort auch mehrmals “Alltag Überwachung” zeigen, in dem die die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung und die Auseinandersetzung darum eines der Hauptthemen sind.
  • September 2007:Am Sonntag, 9. September, findet im Glashaus Jena unter dem Titel “Auf dem Weg zum Überwachungsstaat“ ein Informationsabend – organisiert von Vertretern des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung in Zusammenarbeit mit dem Projekt „Freiheitsredner“ – statt. U. a. wird unser Film “Alltag Überwachung” gezeigt.
  • Juli 2007: Am Mittwoch, 4. Juli, sind wir zu Gast im Leipzig bei der ersten Ausgabe des Salon Surveillance und stellen dort u. a. unseren Film vor. Hier ist die Einladung für alle Interessieren (PDF).
  • März 2007: Alltag Überwachung ist bei tagesschau.de nicht nur als vierteiliges Videodossier im Dezember 2006 veröffentlicht worden, sondern kann dort inzwischen auch im MPEG4-Format heruntergeladen werden (in vier Teilen oder in der Komplettfassung, ca. 350 MB).
  • März 2007: Kurz-Rezension bei Phlow.net
  • Januar 2007: Am Samstag, 13. Januar, wurde “Alltag Überwachung” in der Sendung “Blogspiel” auf DeutschlandRadio Kultur vorgestellt. Die Sendung ist auch als Audio abrufbar.

Ganz vorab: “Alltag Überwachung” ist ein 45-minütiger Dokumentarfilm. Darin gehen wir einer Frage nach, die sich angesichts immer neuer Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung stellt: Leben wir mittlerweile in einem Überwachungsstaat? “Alltag Überwachung” ist eine freie Produktion, die teilweise mit einem Recherchestipendium finanziert wurde. Gesucht wird noch ein TV-Sendeplatz (Kontakt für Redaktionen) Weiterlesen…

Kl. Nachtrag zur wöchentlichen Neujahrsansprache

Ich war mit dem bisherigen Verlauf der Fragestunde sehr zufrieden. Aber ich habe immer Sorge gehabt, dass es in technische Details geht. Jetzt kann ich Ihnen nur sagen: Wir geben dazu eine schriftliche Meldung heraus. Von Windows Media Playern ist hier die Rede; von MP3 nicht, sondern von MPEG-4-Playern. Ich bin da völlig überfordert. Ich muss einräumen, dass ich dieses Informationsangebot selbst nicht nutzen könnte.

Der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg zum Video-Podcast der Bundeskanzlerin – laut Mitschrift der Pressekonferenz im Blog der Grünen Jugend:

Regierungssprecher ist mit Merkel-Podcast “völlig überfordert” (via wirres und hebig.com)

Gibt es eigentlich schon Wetten, wie lange die Bundeskanzlerin durchhält? Spiegel Online will ja Merkel-Mash-Ups sammeln, mal schauen, was da rauskommt.

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