Archivierte Einträge für Video

Urheberrechte, Haftung, Citizen Journalism

Am Beispiel der neuen Foto-/Video-Community Focus Live greift Don Alphonso in der Blogbar ein spannendes Thema auf: Wie sieht es eigentlich mit den Urheberrechten aus, und vor allem: Wer haftet, wenn Rechte Dritter verletzt wurden? Die User? Oder das veröffentlichende Medium?

Im Grunde ist die Frage übertragbar auf alle Angebote, die ihre User um Inhalte bitten. Denn jedes Foto, jedes Video birgt die Gefahr, dass dort Personen abgebildet werden, die das gar nicht wünschen. In welchen Fällen keinerlei Rechte verletzt werden, ist ohne Wissen des Kontextes, in dem das Foto/Video angefertigt wurde, oft schwer zu beurteilen. Das Risiko pauschal auf die User zu verlagern, ist sicher etwas zu kurz gedacht.

Und wie schaut es zum Beispiel mit Musikrechten aus, selbst wenn Musik von Netlabels benutzt wird, die unter einer Creative Commons-Lizenz veröffentlicht wurde? Die kommerzielle Nutzung wird durch eine CC-Lizenz meistens ausgeschlossen. Mal angenommen, ein musikuntermaltes Video landet zum Beispiel bei Focus Live – ist das dann kommerziell genutzt, weil Focus Online ohnehin wirtschaftliche Ziele verfolgt? Oder nichtkommerziell, weil die User ja kein Geld damit verdienen, anderen ihre musikuntermalten Videowerke zur Verfügung zu stellen?

Fotos von den Fans

Ein Trend ist deutlich bei der massiven Berichterstattung rund um die Fußball-WM: Etliche Websites wollen ihr Angebot durch Bilder von Fans aufpeppen. Ein buntes Thema mit viel Begeisterung – sicher ideal, um mal das Potenzial für diese Spielart von Citizen Journalism auszuloten. So bittet zum Beispiel das ZDF unter www.ihrebilder.zdf.de um Digitalfotos (nicht vom doppelten Teaser irritieren lassen).
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Wann funktioniert Online-Video?

Ist Online-Video mehr als nur witzige Clips an die Kollegen mailen? Das Online Journalism Review geht in einem lesenswerten Text der Frage nach, wann Videos auf Nachrichtenseiten funktionieren und berichtet über die Erfahrungen amerikanischer Sites. Eine an sich wenig überraschende Erkenntnis: Videos wirken, wenn das Thema nach Bewegtbildern verlangt (Action, Boulevard, etc.), es sich um ein interessantes Interview handelt oder einen “Dauerbrenner”.

Im notebook-onlinejournalismus sind Wolfgang Harrer und Mitdiskutanten einen Schritt weiter und widmen sich der Frage, wie man Videos “aufbohren” kann bzw. für die gängigen Informationskanäle im Web erschließen, d. h. mit Metadaten versehen oder an ein Transkript koppeln kann – oder es in Beta-Projekten teilweise auch schon tut.

Wir werden die Entwicklung insbesondere in Deutschland weiter beobachten – neben dem massiven Videoausbau bei Spiegel Online stand letztens “unter ferner” liefen in einem Artikel über die Bilanz des Süddeutschen Verlags das Wörtchen “IP-TV” (PDF). Bei der Zeit wird mit Online-Video experimentiert, Focus Online und Handelsblatt.com hegen ebenfalls entsprechende Pläne. onlinejournalismus.de experimentiert – sofern es die Kapazitäten eines Hobby-Projekts zulassen – selbst auch, z. B. in Video-Interviews mit Peter Schink von der Netzeitung und Oliver Eckert von rp-online, der ebenfalls von multimedialen Plänen spricht (erscheint demnächst).

Aufbruch in die Utopie – oder nur ein Missverständnis?

Die einen wollen ein “demokratisches Web”, die anderen finden es “irgendwie ein geiles Gefühl, sich im Internet zu lesen”. Die Welt des Bürgerjournalismus ist bunt – gestützt auf neue Technologien ist sie dabei, einen Teil der alten Netz-Utopien Wirklichkeit werden zu lassen. Eine Bestandsaufnahme inklusive Video-Interview mit Peter Schink von der “Readers Edition” der Netzeitung.
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Ball- und Kamerakünstler gesucht

“Citizen Media” trifft es besser als “Citizen Journalism” – der WDR sucht kurze Digitalfilme von Hobbykickern, die online und im TV präsentiert werden sollen. Upload bis maximal 20 MB vorbildlich unter prägnanter URL (www.gut-am-ball-wdr.de).

Ehrensenf bei Spiegel Online

Gemunkelt wurde es ja schon eine Weile, seit heute offiziell:

Skurrile Netzfundstücke, schräge Websites und die bizarrsten Meldungen des Tages: Das Ehrensenf-Team findet sie alle und mixt sie zu einem unwiderstehlichen Humor-Cocktail. Die unkonventionellste Nachrichtenshow im Netz. Jeden Tag Ehrensenf. Jeden Tag auf SPIEGEL ONLINE.

In dem gerade im Journalist ersc hienenen Interview hatte Chefredakteur Blumencron sich in dieser Angelegenheit noch ausweichend geäußert.

Das Interview ist lang und lesenswert, wofür man allerdings einen Blick in die gedruckte Ausgabe (05/2006 ) werfen muss. Tenor: “Wir sind positiv nervös” – was die Entwicklung des Mediums insgesamt, aber auch der Konkurrenz für SpOn angeht. Wer vergleichen möchte: onlinejournalismus.de hat Blumencron 2004 (“Kein Investmentbanker-Modell”) und 2003 (“Nur wenige werden überleben”) interviewt.

Nachtrag:
Falk Lüke referiert ein wenig ausführlicher aus dem Interview – und verweist auf ein neues Watchblog-Projekt mit Zielobjekt Spiegel Online, dass sich aber seine Sporen auch erst noch verdienen muss.

Videoeinbindung bei SpOn, Teil 3

Dass mich der offizielle Trailer zum Film “United 93″ erwartet, wenn ich auf den Abspielbutton des Videos in diesem Artikel bei Spiegel Online klicke, konnte ich nur erahnen, aber nicht wissen. Hilfreich wäre es, wenn die Videos mit einer aussagekräftigen Unterzeile versehen wären, ähnlich wie die BUZ bei Bildern. Das würde die Orientierung als User erleichtern.

Neues von zwei Solo-Journalisten

Neues von Krisenreportern, über die wir schon mehrfach berichtet haben: Kevin Sites, der für Yahoo als Backpack-Journalist mit Foto- und Videokamera in den Konfliktzonen der Welt unterwegs ist, ist mit dem einem nach einem ermordeten Kollegen benannten Preis, dem “Daniel Pearl Award” ausgezeichnet worden.

Martin Ebbing, als (offenbar) freier Korrespondent bisher unter anderem für ARD-Hörfunk und Online-Angebote u. a. im Irak tätig, hat ein Blog zum politischen Konflikt mit Iran gestartet.

Videoeinbindung bei SpOn, Teil 2

Da ist es jetzt, worauf wir seit einiger Zeit warten: Das offenbar erste, selbstgemachte Video im Angebot von Spiegel Online (mit Material von Spiegel TV, Reuters, dpa, ddp, AP und Deutschlandfunk). Selbstgemacht heißt in diesem Fall selbst geschrieben, geschnitten und gesprochen – jedoch nicht selbst gedreht.

Zur Machart: Das Portrait über Angela Merkel könnte in dieser Form locker in jedem Fernsehprogramm laufen. Gearbeitet wurde mit einer Mischung aus Archiv-Bewegtbildern, vorzugweise in Slow-Motion, von links nach rechts bzw. oben nach unten oder vergrößerten bzw. verkleinerten Fotos und sehr vielen Blenden zwischen den Übergängen. Das ganze wurde mit Musik abgerundet, darüber liegt die Stimme des Sprechers.

Der Vorteil beim Fernsehen ist ja, dass einem jede Menge MBit Bandbreite für die Übertragung von Bild- und Toninformationen zur Verfügung stehen. Da spielt man zuweilen gern mit langen Überblendungen und anderen Effekten. Aber online? In Briefmarkengröße? Da treten dann schon mal Klötzchen auf, die – auch bei schnellen Verbindungen – eine Blende noch künstlerischer aussehen lassen als vielleicht gewollt.

Was hätten wir anders gemacht? Zum Beispiel hart geschnitten, keine Musik verwendet, Schwenks und Zooms nur dann, wenn’s wirklich nötig ist – und ansonsten voll auf die innere Bewegung der Bilder gesetzt.

Textbasierte Multimedia-Reportage

Video- und Tonreportagen haben immer einen Nachteil: Sie fesseln den Leser für eine festgelegte Zeit. Ich habe manchmal das Gefühl, dass solche sequentiellen Medien für das Internet schlechter geeignet sind als Text. Audio-Slideshows gehören auch dazu. Ich habe deshalb vor einigen Jahren begonnen, ein neues Multimedia-Format zu entwickeln, bei dem der Text das Trägermedium ist.

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