Archivierte Einträge für Video

MSNBC: Video-Snippets empfehlen

Coole Funktion bei MSNBC: Via E-Mail, Twitter oder Facebook lassen sich nicht nur einzelne Videos empfehlen, sondern auch nur bestimmte Abschnitte daraus. Auch Embedden ist möglich. Ob der normale User mit der Möglichkeit, In- und Out-Punkt auf einer Timeline hin- und herzuschieben, nicht eher überfordert ist, ist eine andere Frage – aber für Experten sehr elegant.

Beim Video-Livestream ist die Funktion – wenig überraschend – nicht möglich.

Video-Sharing-Funktion bei MSNBC (Screenshot)

Merkel eifert New York Times nach

Kürzlich bemerkt: Auf der Website der Bundesregierung wird mindestens eine Regierungsklärung der Bundeskanzlerin optional auch in einem Flash-Interface angeboten, das parallel zum Video das Transkript der Rede anbietet. Vorbild ist ganz offenbar ein ähnliches Feature der New York Times, die dies zu den Fernsehdebatten im Präsidentschaftswahlkampf anbot.

Schön, dass die Bundesregierung es so ermöglicht, die Rede parallel zum Video zu lesen oder nach Sinnabschnitten vor- und zurückzuspringen. Auch zum Download ist das Video verfügbar.
Screenshot: Video und Transkript

In Sachen Usablity ist aber noch Nachbesserungsbedarf: Auf der Übersichtsseite wird offensichtlich auf ein falsches Video (das einer Regierungserklärung von Dezember verlinkt). Und die seltsamen Icons der Mediathek (!) der Website (oben rechts) sind alles andere als selbsterklärend.
Screenshot

Online-Videojournalismus – wohin?

DV-Kamera mit Laptop für den Videoschnitt
Online-Videos – eben noch große Hoffnung bei Zeitungen, jetzt schon in einem gefährlichen Abwärtstrend, weil sich Qualität nicht refinanzieren lässt? Videopunk Markus Hündgen fasst eine aktuelle Diskussion aus US-Blogs zusammen.

Dazu passt eine Umfrage von TNS Emnid, die unter anderem zu dem Ergebnis kommt:

40 Prozent der befragten Zeitungsleser ist Web-TV, also ein eigenes, breitbandig über das Internet übertragenes Fernsehprogramm, unbekannt. Ein Viertel der Befragten weiß nichts von der Möglichkeit, sich Videos zu den Nachrichten auf den Websites anschauen zu können. Entsprechend niedrig ist der Anteil der Nutzer: Lediglich vier Prozent haben diese Angebote auf den Websites der Tagszeitungen bereits genutzt – ähnlich gering ist der Anteil derjenigen, die sich diese Angebote dort überhaupt wünschen.

Befragt wurden Zeitungsleser, die auch Internetnutzer sind.

Update, 21.03.2010
Ein paar Details der Emnid-Studie zum Thema Web-TV:

  • “ist mir unbekannt”: 40%
  • “kenne ich zumindest dem Namen nach”: 41,7%
  • “Habe ich schon einmal genutzt”: 9,3%
  • “habe ich schon einmal auf der Website meiner Tageszeitung genutzt”: 3,9%
  • “wünsche ich mir auch auf der Website meiner Tageszeitung”: 3,4%

Eine andere Frage aus der Studie betraf “Videos zu den Nachrichten zum Herunterladen auf der Website”: 48% sagten “kenne ich – zumindest dem Namen nach”, 15,6% “habe ich schon einmal genutzt”.

Zahlen für nicht zeitungslesende Nutzer wurden laut Emnid nicht erhoben.

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… bei onlinejournalismus.de

DSLR News Shooter

Um Nachrichten-Kameraleute, die mit (hochgerüsteten) Spiegelreflex drehen, geht es im Blog “DSLR News Shooter” von Dan Chung.

“So aufregend die schöne neue DSLR-Welt auch ist: Sie bleibt zunächst weiterhin der fiktionalen und der dokumentatorischen Schiene vorbehalten. Halt allem, was nicht bei Drei schon auf dem Sendemast sitzen muss”, kommentiert Markus Hündgen angesichts der Produktionsdauer eines dort Beispiels aus dem Blog.

(via Claus Hesseling/Regina McCombs).

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Audio-Slideshow vs. Video: Nie mehr als Nische?

Soundslides-Logo [Montage]
Matthias Eberl hat kürzlich den Deutschen Reporter-Preis für eine Audio-Slideshow gewonnen und dabei einige Aufmerksamkeit auf diese onlinespezifiische Darstellungsform gelenkt, für die er sich seit Jahren einsetzt.

Fabian Mohr hat sich nun Gedanken zum Thema Audio-Slideshow vs. Video gemacht und kommt zu dem Schluss: Audio-Slideshows “stagnieren kreativ”. Sie werden nie aus der Nische herausfinden, waren vielleicht nur ein Übergangsphänomen multimedialen Erzählens. Mit HD und videofähigen DSLR-Kameras geraten reine Audio-Slideshows ins Hintertreffen, meint der Zeit Online-Entwicklungsredakteur, der beide Darstellungsformen kennt und beherrscht. Er führt einige treffende Argumente ins Spiel, unter anderem:

  • den Arbeitsaufwand für eine ausgefeilte Slideshow
  • die Tatsache, dass schon ein schlechtes Bild in einer Slideshow enorm stören kann – während eine Video-Sequenz weniger störend auffällt
  • die Hürden, die es selbst beim Erstellen mit dem Wunderwerkzeug Soundslides innerhalb einer Online-Redaktion gibt (FTP-Upload-Rechte? Einbinden externer Flash-Objekte?)
  • die auf Video ausgelegte Infratstruktur von Online-Redaktionen und externen Hosting-Plattformen

Wer als Multimedia-Reporter arbeiten will, solle sich auf Video konzentrieren, rät Fabian Mohr deshalb. Richtig? Ich finde viele Argumente sehr nachvollziehbar, vermisse ähnlich scharfe Überlegungen für den Einsatz von Video. Dort hat sich ja einerseits immer wieder gepredigte Einsatz von schnell gedrehten Sequenzen, die in textegetriebene Beiträge eingebunden werden, bisher – ähnlich wie die Slideshows – noch nicht durchgesetzt. Und qualitativ hochwertige gedrehte und geschnittene Video-Beiträge sind andererseits in der Gesamtproduktion immer noch ein wenig komplexer zu erstellen als vergleichbare Audio-Slideshows.

In nächster Zeit werden sich die Produktionsvoraussetzungen dank Flip-Kameras in Lokalredaktionen und videofähigen DSLR weiter verändern. Aber die potenziellen technischen Möglichkeiten bedeuten ja nicht zwangsläufig, dass diese auch extensiv genutzt werden: Kurze Video-Schnipsel, aufwändige Audio-Slideshows und noch aufwändigere Kombinationen aus Video, Audio und Stills könnten auch weiterhin die Ausnahme bleiben, während eingleisige Formate – stumpfer Text, bloßes Video oder stumpfe Bilderstrecke – weiter dominieren.

(Matthias Eberl und Fabian Mohr sind/waren Autoren von onlinejournalismus.de).

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… bei onlinejournalismus.de:

Stimmen zu Fabian Mohrs Blog-Post:

  • Marco Maas: “[Fabian Mohr] hat wohl leider recht.”
  • Oliver Bechmann: “… fasst gut zusammen, warum ich mich von Soundslides & Audio-Slideshows ab- und den Video-Audio-Slide-Kombis zugewandt habe. [...] Ich glaube allerdings nicht an das vollständige Aus der Audioslideshows.”
  • Steffen Leidel (Deutsche Welle) “Im Prinzip stehen wir am Ende der Ära von reinen Audioslideshows und am Anfang einer neuen Zeit im Multimedia-Storytelling, in der es um die Frage geht, wie man Foto, Ton und Film am besten zusammenführt.”
  • Markus Hündgen (DerWesten): “Auch wir haben damit experimentiert. Und nach einigen Versuchen das Stilmittel zu den Akten und Soundslides in den Papierkorb geschoben. Ausschlaggebend war nicht das User-Feedback – dieses war durchgehend positiv – sondern schlicht ökonomisches Kalkül.”
  • Dirk Kirchberg (HAZ): “Guter Journalismus, egal welche Gattung, war schon immer eine Nische (…). Daher darf es nicht um Technik oder Vermarktung gehen.”
  • Fabian Schweyher: Das Missverständnis liegt in der Annahme, dass Audio Slideshows eine gleichwertige Alternative zu Videos darstellen. Denn Ton-Bild-Strecken bieten sich nur für ganz bestimmte journalistische Darstellungsformen an.

Blattkritik bei der Münchener “Abendzeitung” als Video

Screenshot Blattkritik bei der Abendzeitung

Dass Redaktionen sich bei ihrer Arbeit beobachten lassen, ist nicht unbedingt neu. “Die schummrigen Standbilder und Wortfetzen aus der Redaktionskonferenz vermitteln eher den Charme der der frühen Internet-Jahre als das einer transparenten, modernen Redaktion”, ramenterte ich 2006 etwa über den längst wieder eingestellten Versuch der Münchener Straßenverkaufszeitung “tz”, Leser via Webcam und Chat an ihrer morgendlichen Konferenz teilhaben zu lassen (der Text erschien im “BJV Report” des Bayerischen Journalisten-Verbands und ist als PDF, 6 Seiten, 264 kb, abrufbar).

Heute morgen animierte mich ein Hinweis in der Print-Ausgabe der Münchener “Abendzeitung” dazu, mal wieder ein Video aus dem Genre Redaktions-Nabelschau anzuschauen: “Starkoch Eckart Witzigmann als Blattkritiker der AZ”. Der österreichische Koch hatte sich die Wochenend-Ausgabe des (leider!) an Auflagenschwund leidenden Blattes angeschaut.

Formal zu beanstanden ist, dass die ganze Chose knapp eine Stunde dauert und niemand einem vorher sagt, wie lange der Maestro spricht. Ich gebe es zu, ich habe es mir nicht komplett angeschaut. Anfangs ist es ganz nett anzuschauen, wie der 68-jährige Koch stark dialektal gefärbt mal süffisant, mal ausgiebig anekdotisch, mal kommentierend spricht; Seite für Seite und anhand seiner Notizen seziert er die Zeitung. Je nun, nach zirka zehn Minuten wird’s leider etwas ermüdend; allenfalls der Blick auf den leidenden Chefredakteur Arno Makowsky erheitert den Zuseher dann noch. Hier und da gibt es dann auch mal Vorschläge und sanfte Schelte für die Zeitung. Am Ende meint der freundliche Witzigmann: “Das war keine Kritik”.

Die “Abendzeitung” lädt sich ab und zu externe Kritiker ein, die nicht unbedingt aus dem Bereich des Journalismus stammen. Auch das ist seit jeher gang und gäbe, dennoch liefert diese Darstellungform als Video einen gewissen Charme und wirkt authentisch. Obendrein hält sich der Aufwand in Grenzen. Fazit: Auf gut bayerisch – nix Sensationelles nicht, aber man kann es durchaus mit geringen Bordmitteln mal ausprobieren; die Nabelschau hält sich in Grenzen und gibt keine Redaktionsgeheimnisse preis, der Unterhaltungswert ist zumindest anfänglich da, der Zuschauer hat das Gefühl dabei zu sein (obacht, allerdings bei den Hustgeräuschen!).

Nachtrag 19.10.09 zur ökonomischen Situation der “Abendzeitung”

“Stützungsaktion für darbendes Boulevardblatt: “Abendzeitung” dockt beim SV an”, titelt heute Kress.de.

Nachtrag 19.10.09 zum Thema öffentliche Blattkritik

Die Koblenzer “Rhein-Zeitung” stellt über FileSocial.com eine Blattkritik online.

Eine neue Zeit Online

Zeit Online Relaunch - Banner [M]

Anderthalb Jahre nach dem letzten Relaunch und kein halbes Jahr nach zarten Veränderungen im April 2009 legt das Team von Chefredakteur Wolfgang Blau bei Zeit Online am Samstag einen größeren Hebel um. Der zusammen mit der Agentur Information Architects (Schweiz/Japan) entwickelte Relaunch verschafft Zeit Online ein rundum moderneres Aussehen und erlaubt den Redakteuren hinter den Kulissen mehr Flexiblität beim Bauen der Seite. onlinejournalismus.de durfte zusammen mit anderen Medien schon mal einen Blick auf das neue Design werfen. Weiterlesen…

Fernsehduell der Kanzlerkandidaten ohne Live-Stream

Das von ARD, RTL, Sat 1 und ZDF am 13. September gemeinsam übertragene Fernsehduell der Kanzlerkandidaten bleibt eine reine TV-Veranstaltung. taz und Frankfurter Rundschau hatten schon darauf hingewiesen, vornehmlich mit Hinweis auf den wegen verweigerter Hörfunkrechte verärgerten Deutschlandfunk. Noch absurder ist es allerdings, dass es es – nach jetzigem Stand der Dinge – von keinem der beteilligten Sender eine Übertragung per Videolivestream ins Netz geben wird.

(mehr bei Dnews)

Update, 27.08.2009
(via Turi)

    Rebrush bei Spiegel Online

    Von SpOn vorab veröffentlichter ScreenshotFür heute Abend hat Spiegel Online einen Rebrush angekündigt – wie immer in der Vergangenheit geht man bei den Veränderungen am stilbildenden Layout zurückhaltend zu Werke (siehe Screenshot aus unserer Chronologie zu den ersten zehn Jahren des Onlinejournalismus.de von 2004). Wichtigste Änderungen laut Vorankündigung (mit Screenhots): Natürlich ein Schritt in die Breite, aber vor allem die Anordnung von weiterführenden Inhalten auf den Content-Seiten links der wieder in die Mitte gerückten Hauptspalte. Begründung: Am bisherigen Platz rechts würden sie übersehen.


    Im Forum dürfen die Spiegel-Online-Nutzer ihre Meinung sagen. Die Eindrücke unserer Leser interessieren uns auch – bitte in den Kommentaren.

    Update: Irgendwann so um 18 Uhr herum wurde der Hebel umgelegt. Bei Twitter diskutiert man sich unter den Hashtags #spon und #sponneu auch vor allem über Spaltenverlagerung und Breite und ärgert sich über nicht funktionierende Videos. Spiegel Online hat Teile der Nutzerdiskussion vorbildlich integriert und spielt Posts mit “#sponneu” und Facebook-Kommentare auch auf seiner eigenen Seite aus.

    Weitere Links

    Umfrage: Wie arbeiten Videojournalisten?

    Beatrice von Mirbach sucht für ihre Masterarbeit an der Hamburg Media School Videojournalisten, die Fragen zu ihrer Arbeit beantworten: Wie sind die Bedingungen? Wie nehmen die VJs ihre Arbeit selbst wahr? Der Online-Fragebogen werde vollständig anonym ausgewertet, schreibt die Forscherin.

    [Update: Link korrigiert, war ein Re-Routing.]

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