Archivierte Einträge für Video

Serie: Online-Videos bei Zeitungen im UK

Nein, leider nicht bei uns: Aber Andy Dickinson hat sich in den vergangenen Wochen in einer Serie sehr praktisch orientierter Kritiken ausführlich mit dem Online-Video-Einsatz bei englischen Zeitungen auseinandergesetzt.

Sein Fazit zu den überregionalen Broadsheets findet sich hier, seine Empfehlungen für Tabloids (Boulevardzeitungen) hier. Heute kündigt er eine Staffel zu den regionalen Zeitungen an, die sicherlich genauso lesenswert wird.

Unsere eigenen Übersichten zur Lage in Deutschland sind schon etwas älter:

Videoredakteur gesucht …

… bei der Tomorrow Focus AG.

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Nonlineare Aufbereitung beim ZDF

Für Fernsehleute ist da ja eine ganz andere Art des Zugriffs: heute.de lässt zum Thema Milchstreit einen Milchbauer, einen Molkereivertreter und eine Verbraucherschützerin zu Wort kommen – im Video. Allerdings nicht in Form linearer Interviews – stattdessen sind die Statements der drei zu den einzelnen Themen gesplittet in einer Matrix angeordnet, die den Nutzern den Zugriff nach Themen oder Personen ermöglicht. So können die Nutzer selbst entscheiden, was sie von wem hören möchten und die Statements miteinander vergleichen.

Einziger Nachteil: Man muss man immer zuerst eine Person auswählen, andersherum funktioniert es nicht. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es sich bei der Aufbereitung um ein vom ZDF auch an anderer Stelle eingesetztes Flash-Tool handelt.

Interactive Narratives ist wieder da

Während die langjährige Pflichtlektüre für Online-Journalisten, das Online Journalism Review, seinen Betrieb kürzlich eingestellt hat, ist die Website Interactive Narratives nach längerer Relaunch-Pause wieder da: Sie sammelt Links auf Multimedia-Features (“packages” im US-Jargon) – ideal, wenn man auf der Suche nach gelungenen Beispielen ist, aber kaum Zeit hat, selbst diverse Online-Medien danach zu scannen. Nun gibt es auch einen RSS-Feed für die Seite, um Neuzugänge im Auge zu behalten.

Die Seite ist nach dem Relaunch mit einigen Web-2.0-gemäßen Sortier- und Bewertungsfunktionen ausgestattet, dort tut sich aber im Moment noch nicht sehr viel.

Gefallen hat mir zum Beispiel das “After the Destruction” von Travis Fox. Der Multimedia-Pionier der Washington Post ist zwei Jahre nach Hurrican Katrina nach New Orleans zurückgekehrt und hat dort Menschen wiedergetroffen, die er damals interviewte. Außerdem gibt es einige schöne Panoramabilder, bei denen jeweils zwei Aufnahmen des gleichen Ortes einander gegenübergestellt werden. Ansonsten arbeitet Fox mit Elementen, wie sie derzeit typisch für Multimedia-Features sind: Menschen selbst im O-Ton erzählen lassen, Kombinationen von Stills und Bewegtbild, keine Erzähler – oder aber gleich als Reporter selbst die eigene Arbeit und die Erfahrungen vor Ort thematisieren.

Ähnlich ist es bei Hank Wilson, der – ausgestattet mit einem Stipendium – die Story “Keinen Verpfeifen – keine Verdächtigen” produziert hat. Dabei geht es um ein Viertel, in dem viele Morde geschehen, aber kaum jemand etwas gesehen haben will. Wilson lässt die Bewohner in vielen kurzen Standbild-/O-Ton-Bewegtbild-Einspielern zur Wort kommen.

Und es gibt noch mehr zu entdecken – oder selbst bei Interactive Narratives vorzustellen. Der Anteil deutscher Beispiele ist dort erwartungsgemäß weiter äußerst gering.

Interactive Narratives erscheint unter dem Dach der Online News Association.

Weitere Link
s
… bei onlinejournalismus.de

Typologie der Audio-Slideshow

Titelbild

Im folgenden Aufsatz werde ich verschiedene Formen der Audio-Slideshow unterscheiden. Dabei werde ich nicht nach verwendeten Formaten gliedern, wie es ewa Fabian Schweyher in seiner Diplomarbeit zur Audio-Slideshow versucht hat. Sondern ich möchte die möglichen Formen der Audio-Slideshow nach ihrer Vermittlungsform kategorisieren. Grundlage sind die verschiedenen Arten des Erzählers, die der französische Literaturwissenschaftler Gérard Genette in seinem Werk “Die Erzählung” unterscheidet. Daraus ergeben sich auch Erkenntnisse für die praktische Umsetzung einer Audio-Slideshow.
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Online-Video und Tageszeitungen, BDZV-Linkliste

Ich hätte nicht gedacht, dass inzwischen 396 Ausgaben deutscher Tages- und Wochenzeitungen ihre Websites mit Video-Berichterstattung anreichern. Das geht aus einer Linkliste hervor, die der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) zusammengestellt hat.

Zwar setzen die meisten Redaktionen immer noch auf die kostenlosen ZoomIn-Videos bzw. greifen auf Material von TV-Sendern oder Agenturen zurück. Doch auch die Zahl der Redaktionen mit Eigenproduktionen ist erstaunlich hoch.

Die Linkliste bietet einen guten Überblick für alle, die mal schauen wollen, was in Sachen Online-Video in Deutschland gerade so passiert.

Wie war das noch mit werbefreien WDR-Videos auf Der Westen?

Die Video-Kooperation zwischen dem WDR und Der Westen (wir berichteten) ist jetzt offiziell gestartet. Die ersten drei Videos (1,2,3) sind online, hier die Mitteilung dazu.

“Auch müsste sich das Zeitungshaus verpflichten, die Seiten, auf denen WDR-Beiträge zu finden sind, werbefrei zu halten”, heißt es noch in dieser WDR-Meldung vom 10.03.2008.

Zwar sind die Videos selbst frei von Post- oder Pre-Roll-Werbung, aber im direkten Umfeld sind oben und am rechten Rand großflächige Anzeigen platziert.

Wurden da zwischenzeitlich neue Nutzungsbedingungen ausgehandelt?

Update 20.06.08
Spiegel Online hat das Thema nun auch aufgegriffen: “Scharfe Kritik an Werbung neben WDR-Videos auf WAZ-Webseiten”.

Debatte um Öffentlich-Rechtliche: Das machen die Briten anders

Die BBC lässt über ihre Zukunft diskutieren – mit einer Reihe von Gastvorträgen von Größen der Kreativindustrie wie Sir David Attenborough oder Steven Fry, “hosted, but certainely not scripted by the BBC”. Alles zum nachträglichen angucken, anhören, nachlesen (gefunden beim begeisterten Stefan Niggemeier). Und sogar zum Einbetten (danke):

Zum Vergleich: der ARD-Film “Quoten, Klicks und Kohle” und die Reaktionen.

Wie lange darf man Gebäude noch fotografieren?

Kultur gegen Kommerz – oder gegen Meinungsfreiheit? Der DJV sieht die Freiheit für Fotografien (und Filmen) von Gebäuden oder Denkmälern im öffentlichen Raum, die sogenannte Panoramafreiheit, in Gefahr. “Im Bericht der Enquetekommission „Kultur in Deutschland“ wird dem Gesetzgeber die Abschaffung der Panoramafreiheit empfohlen, die in § 59 des Urhebergesetzes geregelt ist”, meint der DJV. Eingeschränkt werden solle das Fotorecht zugunsten der Rechte von Architekten oder Künstlern. “Es ist nicht akzeptabel, dass der legal verfügbare fotografische Berichterstattungs- und Darstellungsraum, der schon durch zahlreiche Gerichtsurteile in den letzten Jahren deutlich geschrumpft ist, auf ein Minimum reduziert wird”, kritisiert der Journalisten-Verband, der zu einer Kampagne “Pro Panoramafreiheit” aufruft.

ARD-Mediathek startet mit Testversion

ARD-Mediathek (Screenshot) | [M]: ojour.de

Still und leise – nicht mal eine Pressemeldung wurde herausgegeben – startete die ARD an diesem Wochenende ihre Mediathek, zu finden unter: www.ardmediathek.de. Die Seite ist mit einer roten Banderole versehen: Testversion. So lässt etwa die Übersichtlichkeit noch zu wünschen übrig. +++ Update 19.05.08 +++
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