Archivierte Einträge für Video

Wie lange darf man Gebäude noch fotografieren?

Kultur gegen Kommerz – oder gegen Meinungsfreiheit? Der DJV sieht die Freiheit für Fotografien (und Filmen) von Gebäuden oder Denkmälern im öffentlichen Raum, die sogenannte Panoramafreiheit, in Gefahr. „Im Bericht der Enquetekommission „Kultur in Deutschland“ wird dem Gesetzgeber die Abschaffung der Panoramafreiheit empfohlen, die in § 59 des Urhebergesetzes geregelt ist“, meint der DJV. Eingeschränkt werden solle das Fotorecht zugunsten der Rechte von Architekten oder Künstlern. „Es ist nicht akzeptabel, dass der legal verfügbare fotografische Berichterstattungs- und Darstellungsraum, der schon durch zahlreiche Gerichtsurteile in den letzten Jahren deutlich geschrumpft ist, auf ein Minimum reduziert wird“, kritisiert der Journalisten-Verband, der zu einer Kampagne „Pro Panoramafreiheit“ aufruft.

ARD-Mediathek startet mit Testversion

ARD-Mediathek (Screenshot) | [M]: ojour.de

Still und leise – nicht mal eine Pressemeldung wurde herausgegeben – startete die ARD an diesem Wochenende ihre Mediathek, zu finden unter: www.ardmediathek.de. Die Seite ist mit einer roten Banderole versehen: Testversion. So lässt etwa die Übersichtlichkeit noch zu wünschen übrig. +++ Update 19.05.08 +++
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Amateur-Videos: Fußballverband grätscht Hartplatzhelden vor Gericht ab

Das Landgericht Stuttgart hat gestern der Klage des Württembergischen Fußballverbands (WFV) entsprochen, der dem Portal Hartplatzhelden untersagen will, Videos von Wettbewerbsspielen aus seiner Region zu zeigen. Ein formidables Eigentor haben die WFV-Apparatschiks aus Stuttgart da geschossen.

Aber noch gibt es Hoffnung: „[D]ie Hartplatzhelden nehmen die Hinspielniederlage aufgrund schwacher Schiedsrichterleistung sportlich und gehen in die nächste Instanz“, schreibt Jürgen Kaube in der „FAZ“ in seinem außergewöhnlich parteiischen Artikel „Kein Platz für Amateure im Internet“.

Auch ich bin parteiisch in dieser Sache: Ich drücke dem geschätzten Journalisten-Kollegen und anerkannt Fußballverrückten Oliver Fritsch, der mit seinem Team dieses Portal betreibt, die Daumen für das „Rückspiel“.

Auf Hartplatzhelden.de kann man sich in einer Unterschriftenliste solidarisch mit den Betreibern zeigen, dort findet sich auch ein Pressespiegel, der den Ärger über das mangelnde Medien- und Kulturverständnis der württembergischen Fußballfunktionäre eindrucksvoll dokumentiert.

Wunderbares Websehen

Heute meldete das Adolf-Grimme-Institut, dass die Nomininierungen für den Grimme Online Award 2008 (hoffentlich dieses Jahr ohne seltsame Entscheidung etc. pp.) am 8. Mai bekanntgegeben werden. Ja, der Preis hat für mich immer noch einen gewissen Wert, mit Onlinejournalismus.de haben wir ihn 2003 in der Kategorie Medienjournalismus gewonnen. Ein paar Monate später demolierte ich den schönen Pokal. Versehentlich, selbstverständlich. Ach, was ich eigentlich sagen wollte: Ich würde mich sehr freuen, wenn etwa das Weblog Websehen diesen Preis in diesem Jahr erhalten würde. Nur mal so gesacht. (-;

Echtzeit-Redakteure, Content-Knechte, Teaser-Schubser …


Onlinejournalismus 2008
… Multimedia-Talente, Kreativ-Abteilung, Online-Layouter, Agenturhörige, Experimentierwillige, Innovateure? Über die Arbeit in Online-Redaktionen, ganz allgemein.
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Verleger-/TV-Kooperationen, neueste Folge

BR kooperiert nicht mit „Focus“. Dafür aber das ZDF mit der „Zeit“: Die Kooperationen von Öffentlich-Rechtlichen mit der Presse bleiben schwierig

(taz, via Websehen)

Webfernseher von Adobe

Still und leise hat Adobe den Adobe Media Player gestartet – mit Inhalten von US-Fernsehsendern, auch hier zu empfangen. Frank Patalong schwärmt bei Spiegel Online.

FLV-Konvertierer für Videos gesucht

Kurze Frage: Wenn man kein Geld für Sorenson Squeeze ausgeben möchte/kann: Welche günstigen oder kostenlosen Tools sind für die Konvertierung von Videodateien ins FLV-Format zu empfehlen?

Düsteres Szenario: Viele Zeitungen werden nur noch wöchentlich erscheinen

Da hat er sich hoffentlich mal verschätzt, der neue Zeit.de-Chefredakteur Wolfgang Blau: „Im internationalen Vergleich gibt es hierzulande zu viele Tageszeitungen. Vieler dieser Zeitungen werden in Zukunft wahrscheinlich nur noch im wöchentlichen Rhythmus erscheinen.“ Gesagt hat er das am Dienstagabend in Hamburg beim Media Coffee der DPA-Tochter Newsaktuell (siehe Pressemitteilung).

Der Titel der Diskussionsrunde, „Im Sog des Internets – Was bleibt übrig von Print, TV und Radio?“, spitzte ja schon zu. Blau, der in der Vergangenheit häufig für öffentlich-rechtliche Sender arbeitete, sagte, dass er bei seinen langen Auslandsaufhalten zu einem „Befürworter“ dieses Systems geworden sei. Für ihn seien die wirklichen Konkurrenten für Verlage letztendlich nicht die öffentlich-rechtlichen Sender, sondern vielmehr Blogs oder reichweitenstarke Plattformen wie Youtube. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass Werben & Verkaufen heute meldet, dass eine Internet-Allianz von Zeit.de und ZDF unmittelbar bevorstehe.

Auch der Chefredakteur des Hamburger „Abendblatts“, Menso Heyl, gab bei der Diskussionsrunde zu erkennen, dass seine Zeitung einer Zusammenarbeit mit dem NDR nicht abgeneigt seit: „Ich wünschte, wir könnten mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk mehr zusammen machen, ohne aber dabei unseren jetzigen Partner zu verdrängen. Allerdings geht das ja aus den verschiedenen Gründen noch nicht.“

„Spiegel“-Verlagsleiter Fried von Bismarck äußerte deutliche Kritik: „Ich halte es für ein Unding, dass die durch Gebühren finanzierten Rundfunkanbieter sagen, sie dürften im Netz alles machen, was zum Beispiel auch die Verlage tun.“ Es sei allerdings die Aufgabe der Politik, und nicht die der Sender, eine Antwort auf diese Fragestellung zu finden. Im eigenen Haus wachsen die Bäume auch nicht in den Himmel: Beim „Spiegel“ müsse man sich „auf sinkende Auflagen und Anzeigenerlöse einstellen“. Andererseits müsse man an den Online-Umsätzen „noch lange stricken, um die Erlöse zu erreichen, die wir im Printgeschäft erzielen“, sagte Bismarck.

Das Hohelied des Qualitätsjournalismus (ja, wir lieben dieses Wort alle!) stimmte indes Steffen Klusmann, Chefredakteur der „Financial Times Deutschland“, an („qualitativ hochwertiger Journalismus“, egal wo, sei gefragt). Bemerkenswerter war, dass er vor amerikanischen Verhältnissen warnte, wo bereits große Teile der etablierten Wirtschaftspresse verschenkt werden müssen, weil niemand mehr bereit sei, dafür zu bezahlen.

Nachtrag 10.04.08
Interessant zu Wolfgangs Blaus Untergangsthese ist Thomas Knüwers „Ob Zeitungen wohl Blau machen“.

CNN-Preis für junge (Online-)Journalisten

Der „CNN Journalist Award 2008″ ist noch bis zum 21. April ausgeschrieben. Die Organisatoren meinen: „Wir freuen uns immer sehr über neue kreative Formen von Beiträgen, die sich ausserhalb der klassischen Reportage und Berichterstattung bewegen. Wir möchten so viele junge Journalisten wie möglich mit dieser Ausschreibung erreichen“.

Gesucht sind Beiträge von Nachwuchsjournalisten mit internationalem Bezug in den Kategorien Print, TV, Radio, Online und Foto einreichen. Der CNN Journalist Award richtet sich an Nachwuchsjournalisten in Deutschland, Österreich und dem deutschsprachigen Teil der Schweiz. Alle Beiträge müssen zwischen dem 1. April 2007 und dem 31. März 2008 veröffentlicht worden sein.

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