Archivierte Einträge für Weblogs

Jetzt ein bißchen bloggiger

Screenshot Homepage jetzt.de
Er bittet um Ruhe im Vorraum, fragt sich gerade, ob alles klappt und ist schon länger auf jetzt.de – so stellt sich Dirk von Gehlen seiner Community vor. Als Redaktionsleiter von jetzt.de ist er da, wo SpOn-Chef Blumencron auch gerne wäre – auch wenn Gehlen das nicht wahr haben möchte. Mit onlinejournalismus.de sprach er darüber, warum das für den Grimme Online Award nominierte jetzt.de seiner Meinung nach trotz Relaunchs nicht so bloggig ist, wie es den Anschein hat.
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Grimme Nominierungen

Der Grimme Online Award hat heute 22 Websites in drei Kategorien bekanntgegeben, aus denen bis zum 2. Juni die Gewinner ausgewählt werden. In der Auswahl habe ich einige alte Bekannte aus dem journalistischen Bereich entdeckt: z.B. jetzt.de (das Jugendmagazin der SZ), worldtrip.tv (Multimedia-Experiment bei Spiegel.de, Rezension dazu in meinem Weblog), eines der bekanntesten Weblogs in Deutschland, Spreeblick und das stark beworbene Themenportal zu Krebs bei der ARD, Leben – was sonst?. Alle Nominierungen findet man bei heise.de.

Und weil es ojour-Kollege Fabian Mohr in seinem Weblog so vorbildlich mit Hinweisen zur eigenen Verstrickung handhabt, tue ich es ihm gleich: Ich bin freier Mitarbeiter bei jetzt.de.

“We Media” am 3./4. Mai

Das “globale Forum” zum Thema “We Media” hat ein pralles Programm und viele vielversprechende Namen aufzubieten. Ist jemand zufällig bei der Tagung (3./4. Mai in London) und möchte für uns berichten? Einfach melden … (redaktion at onlinejournalismus.de).

Nachtrag, 21. April: Netterweise hat sich Matthias Spielkamp (Immatriblog) bereit erklärt, für onlinejournalismus.de zu berichten. Er hat bereits früher Artikel für uns geschrieben.

Die Web-Pläne der “taz”

Bild [M]: taz / FoeBuD e. V. / ojour.de

In einem E-Mail-Interview sagt Mathias Bröckers, wie er das “alte Schlachtschiff “taz” fit für die Zukunft im Web” machen möchte.

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“taz” will Watchblogs anbieten

Die “taz” war vor zehn Jahren die erste deutsche Tageszeitung, die ihre redaktionelle Ausgabe komplett ins Netz stellte, und das mit minimalem Aufwand: “Seitdem fließen die Inhalte aus der Zeitung vollautomatisch ins Netz, Online-Redakteure gibt es nicht”, schreibt die “Welt am Sonntag” in ihrer heutigen Ausgabe.

Doch das soll jetzt geändert werden. Seit einigen Wochen arbeitet Mathias Bröckers als Online-Projektleiter bei der “taz”. Bröckers wurde laut Wikipedia vor allem durch seine umstrittene WTC-Conspiracy-Serie bei Telepolis und sein darauf folgendes Buch “Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.9.” bekannt.

“Einen Verschwörungs-Blog werde es auf taz.de nicht geben, verspricht Bröckers, wohl aber eine Reihe von Watchblogs, die Unternehmen, Politikern oder Medien (siehe “Bildblog”) auf die Finger schauen”, heißt es in der “WamS” weiter. Eine “kleine Redaktion” soll die Seite mehrmals täglich aktualisieren. Das kann interessant werden, erwiesen sich doch bisher die meisten Medien-Blogs als Rohrkrepierer (siehe hierzu etwa meinen Telepolis-Artikel “Schwer ist leicht was – Wenn Journalisten auch noch bloggen müssen”).

New New York Times und mehr

Wolfgang Harrer kommentiert in Fabians notebook-onlinejournalismus das Redsign von nytimes.com. Interessant findet Harrer vor allem die Idee für personalisierte Seiten, die eigene Artikel mit fremden Seiten draußen im Web kombinieren sollen.

Sollte man sich vielleicht einmal ansehen. Mir fällt in dem Zusammenhang bisher nur die Netzeitung ein, die ja mit ihrer Newssuche auch auf fremde Nachrichtenseiten verlinkt. Aktuell stellt in diesem Zusammenhang OJR einen Service vor, der Blog-Inhalte für Mainstream-Medien zur Syndikation anbieten soll: Blogburst. Logisch oder Schnapsidee, weil keiner für freien Content zahlen will und sämtliche Syndikationsdienste zur Vermarktung für freie Journalisten gescheitert sind?

Watchblogs – wo laufense denn?

Auch wenn laut der Befragung “Zukunft des Journalismus” (Mai 2005, Uni Leipzig) fast zwei Drittel der Medienschaffenden Weblogs kennen, bleiben immer noch offene Fragen.

Wenn ich Kollegen auf Watchblog-Aktivitäten hinweise, erwähne ich neben den ausgewiesenen Watchblogs (BILDblog, Ostsee-Zeitung-Blog, ORF-Blog) auch andere Blogs. Wohlgemerkt mit dem Hinweis, dass diese häufig nur sporadisch über Medien berichten. Für Einsteiger ist es natürlich schwierig, wenn sie etwa Don Alphonsos Rebellen ohne Markt besuchen und jener sich gerade in epischer Breite über die Renovierungsarbeiten seines Hauses auslässt (was wohlgemerkt auch unterhaltsam ist).

Zwei, nein, jetzt sind es sogar drei schöne Beispiele gibt es aktuell hier auf dem Präsentierteller: Felix Schwenzel, kein Journalist!, hat sich einen Artikel über “Deutschlands einziges Zensurblog” etwas genauer angeschaut und findet “platte lügen auf politik-digital.de“. Filigran nimmt “Handelsblatt”-Reporter Thomas Knüwer die “Schwitzenden Swinger” bei Spiegel Online auseinander (äh, natürlich den so lautenden Artikel). Heute hegt Knüwer Zweifel an der spektakulären Enthüllung des ARD-Magazins plusminus, dass ein Nationalspieler auf Spiele gewettet habe, die manipuliert worden seien. Ich halte diese Beispiele für sehr lehrreich. Mehr über Watchblogs finden Sie in meinem “journalist”-Artikel “Ungebetene Kritiker“.

Nachtrag
Auch gut, aktuell und beispielhaft: Cut’n’past journalism: Mittelwert bilden! bei Medienrauschen.

Neues von zwei Solo-Journalisten

Neues von Krisenreportern, über die wir schon mehrfach berichtet haben: Kevin Sites, der für Yahoo als Backpack-Journalist mit Foto- und Videokamera in den Konfliktzonen der Welt unterwegs ist, ist mit dem einem nach einem ermordeten Kollegen benannten Preis, dem “Daniel Pearl Award” ausgezeichnet worden.

Martin Ebbing, als (offenbar) freier Korrespondent bisher unter anderem für ARD-Hörfunk und Online-Angebote u. a. im Irak tätig, hat ein Blog zum politischen Konflikt mit Iran gestartet.

NPD-Blog geht an den Start

“Das kleine Böse und das große Schlimme”: Das Bildblog startete, weil die Medienjournalisten dahinter jeden Tag auf journalistische Fehler und Sünden im Springer-Blatt stießen, die nicht immer einen Artikel in den traditionellen Medien wert waren, aber auch nicht unter den Tisch fallen sollten.

Aus ähnlichen Motiven ist jetzt das NPD-Blog (http://npd-blog.info) online. Patrick Gensing schreibt und sammelt Berichte über die Extremisten. Seit einiger Zeit schon, nun auch öffentlich zugänglich. Unter anderem bietet das NPD-Blog ein Personenregister.

Ernüchternde Zwischenbilanz beim “global reporting” des Handelsblatts

Seit knapp einem Jahr schildern 28 Korrespondenten des “Handelsblatts” in Weblogs ihre “Erlebnisse abseits der üblichen Pfade”. Jetzt wurde Zwischenbilanz gezogen, “Handelsblatt”-Reporter Thomas Knüwer, dessen Blog Indiskretion Ehrensache monatlich fünfstellige Abrufzahlen hat*, schreibt:

“In der vergangenen Woche bei unserer Korrespondententagung wurde auch viel über Weblogs gesprochen. Zum Beispiel, wie sich das bisher nicht zufrieden stellende Global Reporting verbessern lassen könnte.”

In meinem im September 2005 veröffentlichten Telepolis-Artikel zum journalistischen Bloggen (Schwer ist leicht was. Wenn Journalisten auch noch bloggen müssen …) hatte ich bereits moniert:

“Den meisten Kollegen von Knüwer fällt das Nebenbei-Bloggen nicht so leicht. Einige der 28 bloggenden “Handelsblatt”-Korrespondenten aktualisieren ihre Internet-Journale nur alle paar Wochen und entsprechend werden diese kaum kommentiert bzw. überhaupt von Lesern und anderen Bloggern wahrgenommen. Manche Beiträge wirken für ein Blog schlichtweg langweilig oder uninspiriert; von mangelnder Formatierung der Texte ganz abgesehen.”

Andererseits finden sich natürlich auch viele sehr gute, interessante Texte in diesen Blogs, bloß die Korrespondenten müssen halt auf dieser Publikationsplattform auch erst mal ihre Leser und ihren Stil finden, das geht halt nicht immer so schnell wie etwa bei Knüwer, der auch erst seit Januar 2005 sein Blog schreibt. Manchen mag dies gelingen, anderen eben nicht.

Ich denke, das “Handelsblatt” wird da weiter am Ball bleiben. Als Knüwer zum Bloggen anfing, war ich anfangs auch recht skeptisch, mittlerweile besuche ich sein Blog fast täglich. Andererseits ist natürlich auch mein Zeitbudget begrenzt, ich bin zudem bequem und mit einer gewissen Grundskepsis ausgestattet was neue Blogs betrifft – und sehr viel anders wird der “Nutzer draußen im Lande” auch nicht handeln, oder?

* Kürzlich habe ich irgendwo mal Besucherzahlen gelesen, die Julius Endert mitteilte, vielleicht hat einer unserer Leser diese Zahl parat …

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