Archivierte Einträge für Weblogs

Epic 2006: Norddeutschlands meister Blogger

Von Andreas K. Bittner

Schon wieder eine Revolution im Web? Begriffe wie Wiki, Tagging, Folksonomy und Podcasting machen die Runde. Journalistisch interessant, das so genannte Blogging. Für die einen aggressiver Internet-Journalismus, für die anderen sind es wohl die größten Banalitäten der Welt. Es tut sich was im Web.

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Blogging for bucks

Spiegel Online berichtet über die Versuche von Bloggern, Finanzierungsquellen zu erschließen. Beispiele: Spreeblick, IT&W. Kommt bekannt vor? Das Thema hatten wir ja auch schon mal – es wurde ja unter anderem beim Jonet-Tag 2005 im November diskutiert. Passend dazu der aktuelle Hinweis von IT&W: Bildblog bemüht sich mittlerweile nicht nur um Spenden, sondern um Hemdchenträger.

Studien zum Download bei onlinejournalismus.de

In der Vergangenheit haben wir bereits mehrfach wissenschaftliche Arbeiten in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Autoren als Volltext im PDF-Format angeboten. Auch in Zukunft sind wir dafür offen. Hier einmal die bisherigen Download-Texte im Überblick.

Ohne Content keine Comments
Weblogs und ihre Auswirkungen auf den traditionellen Journalismus
Autor: Walter Fikisz
Diplomarbeit an der Fachhochschule Eisenstadt (Österreich), 2004
(PDF, ca. 260 KB)

Onlinespezifisch vs. crossmedial
Online-Medien in der Journalistenausbildung an deutschen Hochschulen. Inhaltsanalyse und Expertenbefragung.
Autoren: Dr. Wiebke Loosen et. al.
Universität Hamburg, 2003.
(PDF, ca. 440 KB)

Online-Journalismus in Deutschland und den USA
Daten der ersten repräsentativen Erhebung zum Online-Journalismus
Autoren: Thomas Hanitzsch, Thorsten Quandt, Martin Löffelholz & Klaus-Dieter Altmeppen
TU Ilmenau / Universität München, 2004.
(PDF, 320 KB).

Zeit.de: Eine transparente Redaktion?

Nachdem ich mich gestern zum Ballyhoo um die überarbeitete Zeit.de-Seite äußerte, ist die Seite heute noch einmal Thema, ein ernsteres: Die Bilder von Misshandlungen Abu Ghraib. Wie soll eine Redaktion mit diesem Material umgehen?

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Zeit.de: Viel “Innovationen” und schwarze Zahlen

Den Besuchern eines Hintergrundgesprächs bei Zeit.de muss heute ein Wort fast in den Ohren geklingelt haben: “Innovation, Innovation, Innovation, und immer die User schreiben lassen”, verkündete Gero von Randow sein Mantra. Der 53-jährige leitet seit sieben Monaten die Redaktion der “Plattform der liberalen Öffenlichkeit im Netz” und kann offenbar auf gute Zahlen verweisen. Im letzten halben Jahr habe die Website ihre Page Impressions auf 24 Millionen verdoppelt.

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Kölner Studis bloggen

Auch Studenten des Kölner FH-Studiengangs Online-Redakteur haben verhalten angefangen zu bloggen.

Initiative Nachrichtenaufklärung: Worüber Medien 2005 nicht berichteten

Die Initiative Nachrichtenaufklärung (INA) veröffentlichte gestern wieder ihre Top-Ten-Liste der vernachlässigten Nachrichten. Darüber berichten “Frankfurter Rundschau“, “Der Standard“, “Netzeitung” und “Rheinische Post” (via jonet-Medienlog). Bei Technorati gibt es 15 Blog-Beiträge zu diesem Thema, davon sechs, sieben aktuelle.

Über die vernachlässigten Themen im Jahr 2004 berichtete die INA-Mitstreiterin Christiane Schulzki-Haddouti letztes Jahr bei onlinejournalismus.de. Das ist nicht nur “Schnee von gestern”, Schulzki-Haddouti schreibt in diesem Beitrag auch über die Hintergründe dieses Projekts.

Es stellt sich die Frage, ob gewisse Themen, die bisher vernachlässigt wurden, durch Blogger oder Bürger-Journalisten nicht eine größere Chance bekommen, öffentlich zu werden. Freilich sind diese Themen oft sehr rechercheintensiv. Dies könnte ein interessanter Ansatz für eine Forschungsarbeit sein.

Weblogs, Chromjuwelen und Schraubergirls

Auch an einer Super-Website kann man mitunter noch einiges optimieren: Autobild.de sucht in seiner Rubrik Tuning und Kult nicht nur das kurvigste Autotuning Supergirl 2006, sondern baut auch ein Netzwerk mit Partnerblogs auf, die “Beefblog” oder “Chromjuwelen” heißen. Einen Podcast hat die Site schon länger, wie Katja Riefler berichtet.

Mitmachen: Nutzung von Weblogs im Vergleich zur klassischen Printmedien-Nutzung

Im Rahmen einer Magisterarbeit für das Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IfKW) der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München findet derzeit eine Online-Befragung statt, bei der es um die Nutzung von Weblogs im Vergleich zur klassischen Printmedien-Nutzung geht.

Die Umfrage (knapp 30 Fragen) dient wissenschaftlichen Zwecken und hat keinen kommerziellen Hintergrund. (Mehr dazu im Projektblog.)

Zum Fragebogen …

Anmerkung: Die Ergebnisse möchte die Magistrandin unter die Creative Commons-Lizenz stellen, das heißt, sie können von allen Interessierten eingesehen werden. Wir werden natürlich dann darauf hinweisen.

Sündenfall mit MSN Spaces

Als gelernter Mainstream-Medien-Journalist wollte ich schon immer mal der C+P-Versuchung nachgeben: Hier also eine ungeprüfte Pressemitteilung über Microsofts Blogsservice “Spaces”:

Das Blogging-Tagebuch mit persönlichem Online-Fotoalbum, erst im April 2005 in
Deutschland gestartet, zählt bereits mehr als 500.000 Space-Besitzer und 1,7
Millionen Besucher im Monat. Und tagtäglich kommen 2.400 neue “Spacer” dazu.
Weltweit wurden bereits rund 25 Millionen MSN Spaces angelegt, davon 91 im
Vatikanstaat, 23 in der Antarktis und 5 auf der Pazifik-Insel Tuvalu.

Aber dann regt sich doch etwas: Eine halbe Million-Microsoft-Blogger in Deutschland? Bitte einmal in Relation zu allen anderen Weblog-Zahlen der vergangenen Monate setzen.

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