Alle Beiträge der Kategorie 'Werbung'

IVW: Klickvieh zählt weniger

Von Fiete Stegers am 8. Dezember 2009

Die IVW veröffentlicht die Online-Nutzungsdaten für November in einer “einer neu strukturierten und im Datenangebot erweiterten Ausweisung” (Pressemitteilung). Künftig sollen Visits statts PIs entscheidend sein.

„Warum sollte ausgerechnet Spiegel Online Vorreiter sein?“

Von Gastautor(in) am 31. August 2009

ruediger_ditz_spiegel_onlineSpiegel Online-Chefredakteur Rüdiger Ditz spricht in unserem Interview über das angeblich nahe Ende der Gratiskultur im Internet.

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Zeit Online huldigt Renault

Von Thomas Mrazek am 10. Juli 2009

Die “Probefahrt” ist seit vielen Jahren Bestandteil der gedruckten “Zeit”. In feuilletonistischer Manier fröhnen die Autoren darin dem Fahrgenuß mit einem ausgewählten Automobil. Aktuell ist der Renault Clio an der Reihe – “Ein Auto mit Bildungsauftrag”, heißt es in der Überschrift. Flott geht es weiter: “Als der créateur d’automobiles den Clio erschuf, hatte er einen besonders guten Tag.” Und so weiter und so fort.

Nach Lektüre der allzu wohlfeilen Huldigungen für dieses Fahrzeug könnte man sich fragen, ob Renault dem Autor oder der Zeitung dafür nicht auch einen guten Tag in Form einer finanziellen Zuwendung beschert hat. Was in der Zeitung schon anrüchig erscheinen mag, bestätigt sich schließlich bei Zeit Online als Schleichwerbung: Die achtteilige Bildergalerie könnte eins zu eins einem Prospekt des Fahrzeugherstellers entstammen: Die Bilder stammen von Renault, die durchweg positiven und die Vielfalt des Clio anpreisenden Texte ebenso. Schade, dass es das Meckerblog bei Zeit Online nicht mehr gibt.

Nachtrag 11.07.09
Zeit Online hat die Bildergalerie inzwischen entfernt und erklärt den Lesern diese Korrektur auch – gut so!

Nachtrag 13.07.09
Oh mei! (bayerischer Stossseufzer) Ein Leser wies eben darauf hin, dass man von mir monierte Galerie weiterhin sehen kann. Ich glaubte der Aussage von Zeit Online: “Um aber jeglichen weiteren Missverständnissen vorzubeugen, haben wir die Bildstrecke vorsorglich entfernt und nur noch ein als Werksfoto deklariertes Bild stehen lassen, das den besprochenen Wagen zeigt.”

Nachtrag 14.07.09
Wir haben den Hinweis erhalten, dass Renault keinerlei Zuwendungen an “Zeit”/Zeit Online geleistet hat. Jetzt ist die Bildstrecke endgültig weg.

Springers schönste Tochter?

Von Fiete Stegers am 18. Februar 2009

Screenshot Abendblatt 14.02.2009Wie war das noch gleich mit der Online-Offensive beim Hamburger Abendblatt? Auch wenn wir es langsam leid sind, überflüssige Bildergalerien anzuprangern: Als Aufmacher präsentiert uns die Springer-Zeitung soeben eine Bildergalerie (29 Fotos) über “Hamburgs schöne Töchter” samt dazugehörigem Bericht über die Modenschau eines im Text ausgiebig gewürdigten lokalen Modehauses. Garniert wird das auf der Abendblatt-Startseite mit Werbung für ein Online-Spiel sowie “federleichtem French Pop”. Und mit einem Neunziger-Jahre-Tickerlaufband, das - zumindest hier - offenbar sämtliche anderen Browserfenster erlahmen lässt.

Oh Mey, “Abendzeitung” …

Von Thomas Mrazek am 13. Januar 2009

Zwar ist das Münchener Boulevardblatt etwas spät dran (andere Medien waren schon im September so gefügig) mit der Präsentation der Mey-Herbst-/Winterkollektion im Rahmen der Kampagne “Me, MYseLf aNd MeY”, aber elf mitunter heiße (naja) Bilder (unter anderem Sarah Wiener, Annett Louisan, Ralph Herforth) klicken die Nutzer an diesen kalten Tagen gerne durch. Einzige redaktionelle Leistung ist wohl das hingehauchte “Eine feine Sache!” beim letzten Bild, dort pappt auch noch mal schön das Mey-Logo drauf. Beim Deutschen Presserat kann man sich übrigens seit einigen Tagen über solche redaktionellen Meisterleistungen online beschweren.

Nachtrag
Auch fleißig beim Dessous- und Unterbux-Journalismus dieser Tage:

Po-Sex und Sterbehilfe bei sueddeutsche.de

Von Fiete Stegers am 12. Januar 2009

Bei sueddeutsche.de interessiert sich niemand für Analverkehr. Diese These lässt sich zumindest aus folgender Beobachtung ableiten: Spätestens seit Freitag steht dort ein Text aus dem aktuellen “Süddeutsche Zeitung Magazin” über “Die neue POpulär-Kultur” online. Offenbar hat aber seitdem niemand aus der Redaktion den Text bis zum Ende gelesen.

Screenshot sueddeutsche.de 'Die neue POpulär-Kultur' Garniert wird dieser nämlich nicht nur etwa in der Mitte mit der Anzeige einer bekannten Partnervermittlung (”Kostenloser Persönlichkeitstest! Jetzt testen und den passenden Partner finden!”), sondern zum Abschluss auch mit einer Google-Anzeige für

Sterbehilfe
Riesenauswahl zu Niedrigpreisen
Sicher bei eBay kaufen & verkaufen!”

(Dass die SZ-Redaktion eigentlich nicht so prüde sein kann, dass sie den Po-Sex-Beitrag verschämt übergangen hat und ihr der krasse Widerspruch deshalb nicht auffiel, zeigt der dort ebenfalls verlinkte Artikel mit dem Teaser “Das letzte Türchen - Unser Autor hat sich am 24. Dezember ins Bordell gewagt.”)

Nachtrag, 17.01.2008:
Noch peinlicher als die Tücken des Google-Automatismus ist es natürlich, wenn so etwas den Kollegen eines “Nachrichtenkanals” im Fernsehen passiert. Wieso gibt es bei N24 um 22 Uhr niemanden mehr, der sagen kann “Schaltet die TUI-Werbung sofort ab, scheißegal.”, wenn über ein Flugzeugunglück berichtet wird?

Ohne Worte: Matussek-Fanshop

Von Fiete Stegers am 17. Oktober 2008

Matussek-Fanshop bei Spiegel Online (Screenshot)

Screenshot des SpOn-Shops

Welt Online: Leichtes Stottern beim Relaunch

Von Fiete Stegers am 28. August 2008

“Alles neu auf Welt Online” meldet Redakteur Peter Schink als Skype-Status. “Letzte Nacht ist die neue Version der welt.de Website online gegangen”, heißt es bei einem involvierten Designstudio. Irgendwas klappt aber wohl noch nicht ganz - derzeit bekomme ich (Mac, Firefox, Safari) unter der URL welt.de nur die Mobil-Version angezeigt. Das Designtagebuch war aber in bewährter Weise schon vor Ort und weiß (mit Screenshots) zu berichten: “Formal gut” aber “Uniform statt Vielfalt” lauten die Schlagworte. Eines scheint sich nicht verändert zu haben: “Klickstrecken-Wahnsinn”, stöhnt Frank Helmschrott.

Nachtrag: Selber gucken geht aber doch, wenn man direkt über einen Artikel oder eine Rubrik kommt, etwa http://www.welt.de/politik/. Auffällig auf den ersten Blick die Werbeanordnung in Form eines umgedrehten U, während der Content-Bereich in die Mitte rückt. Gerrit van Aaken spricht schon von einem “Trend zur Zentrierung”.

Nachtrag 2: Und hier ist der Direktlink zur Startseite. Das Problem betrifft offenbar nur bestimmte Browser/Betriebssysteme. Die Technik werkelt.

Nachtrag 3, 17 Uhr
Bei einem Blick auf die Seite fallen mir als gelegentlichem Nutzer ehrlich gesagt keine großen Änderungen ins Auge - bis auf das Wegfallen der linken Hauptnavigation. Als Gelegenheitsnutzer vermisse ich sie auch nicht. Rechts entsteht dadurch mehr Platz für die Kästen zur Content-Präsentation. Ich glaube, dass auch eine Box mit Videos oder Bildstrecken, die sonst in der Hauptcontentspalte wie ein Separator wirkte, weggefallen ist. Peinlich finde ich, dass auf der Startseite direkt als erster Punkt der zweiten Ebene der Top-Navi großspurig “die Weltbesten” angepriesen: Dahinter verbergen sich “Luxus- und Lifestyle-Bestenlisten”, die zum Konsum anregen sollen. Etikettiert werden sie als “Verlags-Sonderveröffentlichung”, wie man es aus dem Print kennt. Ob das jetzt neu ist, weiß ich allerdings nicht (ein ähnliches Format hat ist shortlist.stern.de)

Nachtrag, 17:45 Uhr
Inzwischen klappt der Aufruf der Startseite.

BBC denkt über Musikportal nach

Von Fiete Stegers am 28. August 2008

Die BBC denkt darüber nach, über eine kommerzielle Tochterfirma Aufnahmen aus ihrem Musikarchiv wie die John-Peel-Sessions offizell online als Stream und zum Download verfügbar zu machen - ohne Beschränkungen, für die User gratis und werbefinanziert, wie der Guardian berichet (via Meedia).

Riesentrommel für Bild.de

Von Fiete Stegers am 14. August 2008

Plakat wirbt für Bild.de | Foto: Fiete StegersDas ist mal eine Kampfansage - und meines Wissens die erste derartig groß angelegte Werbekampagne für ein Online-Medium in Deutschland überhaupt: Dieses Plakat wurde im Ruhrgebiet gesichtet, wo noch etliche andere hängen. Laut Horizont.net werden die fünf Motive bundesweit verbreitet und von “Print- und Online-Werbemaßnahmen” flankiert. Das Motiv in Großansicht:

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