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Online-Frühling: Generationswechsel oder digitale Spaltung in den Redaktionen?

Diskussinosrunde auf der Republica 2013

Moderator mit Jochen Wegner, Katharina Borchert und Stefan Plöchinger (links)

Wie sieht es aus mit der Experimentierfreude bei Formaten und Finanzierungsmodellen? Darüber diskutierten auf der re:publica 2013 drei Vordenker des deutschen Onlinejournalismus, die in vielen einer Meinung waren. Allerdings nicht ganz bei der Frage, ob mit einer neuen Journalisten-Generation (den richtigen Digital Natives) alte Wände zwischen Print- und Online-Redaktionen von selbst wegfallen – oder ob die digitale Spaltung zwischen Papierfesthaltern und digital Denken (unabhängig vom Alter der Journalisten) noch eine Weile bestehen bleibt. Eine Dokumentation der Diskussion.

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Katharina Borchert zu Spiegel Online

Katharina Borchert, bisher Chefredakteurin von DerWesten.de und Geschäftsführerin der Online-Tochter WAZ New Media, wird zum 1. April 2010 Geschäftsführerin von Spiegel Online. In der neu geschaffenen Position untersteht sie Fried von Bismarck, Geschäftsführer von Spiegel Net. (Pressemitteilung)

Live-Blog von der Konferenz Digital News Affair

Logo der Konferenz Digital News AffairsAm 4. und 5. März findet in Brüssel die Konferenz Digital News Affairs statt – unter anderem mit Vordenker Jeff Jarvis, Video-Evangelist Michael Rosenblum und Katharina Borchert (Der Westen): An beiden Tagen gibt es bei onlinejournalismus.de dazu Berichterstattung im Live-Blog. Das Blog ist in englischer Sprache, denn es wird von vier Bloggern der niederländischen Website De Nieuwe Reporter bestritten und außerdem bei den Medien-Sites Journalism.co.uk (Großbritannien) und Mediakritiek.be (Belgien) abgebildet.

Im Rahmen der Konferenz wird auch der Concentra Award for Outstanding Videojournalism verliehen: Nominiert sind neben Videojournalisten-Beiträgen der Fernsehanstalten ZDF, Al Jazeera und VPRO auch ein Video der Zeitung Toronto Star und gleich zwei von Travis Fox (Washington Post).

Update: Hier ist das Live-Blog.

Ein Videopunk als Abteilungsleiter

Markus Hündgen | Foto: Fiete Stegers
“DerWesten” hat längst nicht alle hochtrabenden Erwartungen erfüllt, die er vor seinem Launch im Oktober 2007 geschürt hatte. Aber zumindest in Sachen Video zeigt sich das WAZ-Portal experimentierfreudig. Das liegt auch an Markus Hündgen. Er ist einer der wenigen Video-Spezialisten bei Regionalzeitungen. Hündgen probiert aus, schreibt darüber und stört sich nicht daran, wenn es mal schief geht. Die Zukunft muss multimedial sein, ist er überzeugt. Weiterlesen …

“Alpha-Journalisten Online”

Die 2007 erschienene Porträt-Sammlung über Deutschlands “Alpha-Journalisten” muss wohl recht erfolgreich gewesen sein: Klar, eine Top-Liste + Personality – das kommt auch in Journalisten-Kreisen an, obwohl die Herausgeber des Buches ihre Autoren (meist Medienjournalisten und -wissenschaftler) keine Lobhudeleien schreiben ließen. Also hält sich der Verlag ans Spin-Off-Prinzip: Im Herbst soll dort ein Band namens “Alpha-Journalisten Online” erscheinen. Onlinejournalisten waren unter den Alpha-Exemplaren der ersten Runde ebenso wie Hörfunkkollegen überhaupt nicht vertreten: alles Print und TV ( okay, Henryk M. Broder war dabei, falls man ihn gelten lassen will).

Zu den Auserwählten zählen nun auf jeden Fall Hans-Jürgen Jakobs, Jochen Wegner und Jörg Sadrozinski. SpOn wird sicherlich auch vertreten sein, ebenso wie Katharina Borchert und Wolfgang Blau, Stefan Niggemeier und die Bildblogger als Kollektiv. Ansonsten: Fleißiges Tippen (auf 30 Porträts – wie im ersten “Alpha-Journalisten”-Band zu kommen, wird sicher gar nicht so einfach)!

“Der Westen” in der Krise

Leider fehlt mir die Zeit, mich gebührend mit diesem Thema zu beschäftigen; ich konstatiere jedoch eine kleine Krise bei “Der Westen” – die ersten IVW-Zahlen des Portals sind im Vergleich zum Vorjahr – als die einzelnen Zeitungstitel noch selbstständig im Netz agierten – sehr ernüchternd. Solide informiert darüber Robin Meyer-Lucht bei Spiegel Online “”Der Westen” kostet die WAZ Leser”, eine Spur interessanter ist der Artikel “DerWesten: Weniger als die Summe seiner Teile” von Pottblogger Jens Matheuszik, denn dort diskutiert in den Kommentaren “Der Westen”-Chefredakteurin Katharina Borchert mit einigen ihrer Kritikern.

Hilfreich zum Thema ist die Rezension von “Der Westen” durch den Medienberater Steffen Büffel in der aktuellen Ausgabe der “Drehscheibe”, einem Informationsdienst für Lokaljournalisten.

Nachtrag 15.01.08
In einem weiteren Beitrag beschäftigt sich Pottblogger und Nicht-Journalist (das ist in diesem Zusammenhang wichtig) Jens Matheuszik ausführlich mit seiner Lokalausgabe von Der Westen: “WAZ Bochum macht auf Online: Ein Samstag voller Unzulänglichkeiten”. Man muss das nicht unbedingt alles lesen, das Prinzip wird schnell klar.

Wie schwierig es andererseits für die hauptsächlich für den Print-Bereich bezahlten Redakteure ist, zusätzlich noch für das Portal Inhalte zu generieren, verdeutlicht der Kommentator Kevin (Kommentar # 10), der offenbar einer Lokalredaktion angehört. Was tun? Man kann sowohl den Der Westen- als auch den Print-Verantwortlichen nur raten, sich bald an einen Tisch zu setzen und über bessere Lösungen für alle Beteiligten nachzudenken – ansonsten droht ein crossmediales Chaos.

Der Westen – erste Stimmen

[aktualisiert, Dienstag, 8.00 Uhr]

Quer durch den Gemüsegarten einige Blog-Reaktionen auf den Launch von Der Westen.

“Alles wird besser, nur wird es gut genug? Ich werde das Portal ganz sicher nutzen, keine Frage. Wo sonst fände ich lokale Kompetenz im Netz. (…) Um mein neuer Netzmittelpunkt zu werden, müsste aber noch eine Menge geschehen. Um etwa primär dort zu bloggen, würde ich mir ein viel stärker individualisierbares System wünschen.”

blog.50hz.de

“Erster Eindruck, ziemlich bieder, also viel Raum sich über Qualitätsjournalismus zu beweisen.”

Hugo E. Martin

“Das ist jetzt bei regionalen Tageszeitungen endlich einmal nicht mehr Online als Randaktivität in den Händen von Beauftragten. Herausforderungen bleiben aber auch für die nächsten, die sich am Thema versuchen: beispielsweise beim Veranstaltungskalender, der sich — wie so häufig — eher wie eine überkomplexe Suchmaschine anfühlt und in diesem Fall die gesamte Bandbreite von Ruhrpott Punk Superbowl bis Tierärztlicher Notdienst Haltern abdeckt.”

Wortfeld

“Natürlich ist DerWesten gegenüber den bisherigen Webangeboten der WAZ-Mediengruppe ein Quantensprung. Inwiefern DerWesten sich etablieren wird kann man jedoch jetzt noch nicht einmal ahnen – denn das hängt natürlich vor allem auch von den Inhalten ab.”

Pottblog

“Ich sag es mal so: Wenn ich keine guten Inhalte habe, hilft mir weder die Communitylinkorgie was, noch das Layout oder eine Karte. Gilt sowohl für die lasche Schreibe der eigentlichen Frontseite als auch das weit hinten versteckte, gehaltlose Communityblog2.0-Dingens.”

Blogbar

“…alles eine Frage der Perspektive: Schaut man sich durchschnittliche (Regional-)Zeitungsportale und deren HTML-basiertes Elend in Deutschland so an, muss man der WAZ attestieren, einen ziemlich großen Wurf gelandet zu haben. Nimmt man das mediale Trommelfeuer zum Maßstab, das in den vergangenen Wochen über uns hereinprasselte, dann relativiert sich das. Gelungen, sicher. Aber die Neuerfindung des crossmedialen Journalismus ausrufen, nur weil man jetzt Videos, Blogs, Tags und eine Community hat?”

“Journalistisch jedenfalls – und noch reden wir auch im Netz in erster Linie von Journalismus und nicht von Gimmicks – ist der Westen zumindest am Tag 1 nahe an der Bankrotterklärung.”

JakBlog

“Der erste Eindruck ist positiv. Die Seite kommt zweispaltig und aufgeräumt daher, große Fotos zieren die Aufmacher. Eine Multimedia-Spalte und eine eigene Überssichtsseite für Videos sind vorhanden, die rechte Spalte zeigt die aktuelle Diskussionen, Blog-Artikel und Tags. Kein großer Wurf, eher Erwartbares bei einem Medium dieser Größe.”

Turi

“Zur Zeit ist das Portal mit Werbebannern und Popups nur so überfrachtet. Zumindest zum Start könnte man auf webzwonulligere Werbeformen setzen, etwas mehr userbasiertes oder behavioral Targeting einsetzen.”

Sichelputzer

“Wer mit dem Gedanken spielt, dort den Newsletter zu abonnieren oder am Bundesliga-Tippspiel teilzunehmen, sollte sich das sehr gut überlegen. Die Daten, die DerWesten hierfür verlangt, sind fast ein eigenes Kapitel wert..”

F!XMBR

“Alles was sich zu dieser Stunde sagen läßt: der große Wurf ist es nicht und es ist ebenfalls durchaus fraglich, ob die Aufhübschung durch Web-2.0-Features genügt.”

Wissenswerkstatt

“Die große Herausforderung für Chefredakteurin Katharina Borchert besteht nun darin, viele neue Nutzer von DerWesten zu überzeugen. Denn die bisherigen Online-Auftritte der WAZ-Gruppe werden nur von sehr wenigen Menschen genutzt. Selbst WAZ.de kommt laut AGOF nur auf rund 280.000 Unique User monatlich.”

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“Der Westen”: Am Montag soll es definitiv losgehen

Mit einem netten Intro verkündet die “WAZ” nun auch offiziell den Starttermin für “Der Westen”: Montag, 29.10.2007 soll das laut “Handelsblatt” “aufwendigste Online-Projekt einer deutschen Zeitung” starten. Neben dem eher schmeichelhaften Artikel des Wirtschaftsblatts, reiht sich heute die “taz” in die Vorberichterstattung ein und erwähnt unter anderem die Bedenken aus der Print-Redaktion (“und jetzt auch noch das Internet bestücken”), die neben den 20 Online-Redakteuren in Essen wesentlich zu dem Portal beitragen soll. Online-Chefin Katharina Borchert rät zum abwarten.

Update 17.40 Uhr
Oha, das Intro ist nicht mehr ganz so nett, das Datum ist verschwunden, herrje …

Update 26.10.07 8.30 Uhr
Die Online-Chefin bittet in den Kommentaren das vorige Update zu updaten – es ist alles im grünen Bereich. Sie empfiehlt am Sonntag abend kurz vor der Tagesschau mal reinzuschauen … Wir freuen uns – wirklich.

Update 28.10.07 13:35
Das Pottblog hat sich schon einmal mit dem neuen Webauftritt der WAZ-Konkurrenz Ruhrnachrichten beschäftigt.

Westeins startet

… demnächst wohl wirklich! Immerhin gibt es bei der Online Marketing Messe Düsseldorf (OMD) am 25. und 26. September 2007 eine “Vorschau” zu sehen. “Wenige Wochen vor dem tatsächlichen Start hat die Fachöffentlichkeit die Möglichkeit, einen ersten Blick auf die Zukunft des Online-Lokaljournalismus zu werfen”, heißt es in einer Pressemitteilung der WAZ-Mediengruppe. Auch könnten die Besucher bei der OMD erfahren, wie das Portal dann wirklich heißen werde, “Westeins” sei nur ein Arbeitstitel gewesen.

Außerdem möchte die WAZ-Mediengruppe “neue Werbeformen für regionales Marketing” vorstellen. So werden in Landkarten integrierte Werbemittel und die digitale Version der aus Lokalzeitungen bekannten Beilagen gezeigt.

Zuletzt war es recht ruhig um das Projekt geworden, dessen Starttermin mehrmals verschoben wurde. Der letzte Eintrag im Projektblog Westeins datierte vom 5. Juli 2007. Der anonyme Blogger “Wazsolls”, der offenbar aus der “WAZ”-Redaktion kam, war schon Mitte Mai verstummt. Online-Chefredakteurin Katharina Borchert, der letzte Eintrag auf ihrem Privatblog Lyssas Lounge datiert vom 28. Juni 2007 (sind wir wieder genau!), ist weiterhin an Bord. Wir sind gespannt.

Das Schweigen des Chefs oder Keese und andere

Christoph Keese bloggt … - nicht
Er könnte vom Balken herab wider falschen Zeitgeist in der Weltpolitik donnern, scharfzüngig den Zustand der übrigen deutschen Presse sezieren oder uns an den fachlich fundierten, publizistisch beispielhaften Entscheidungen seiner Redaktion teilhaben lassen. Doch “Im Newsroom” herrscht Stille. WamS- und Welt-Online-Chefredakteur Christoph Keese schweigt beharrlich. Aktualisiert 22.06.2007
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