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Open-Data-Diskussion gewinnt an Fahrt

Von Fiete Stegers am 19. April 2010

Stefan Gehrke vom Open Data Network auf der re:publica | Foto: Fiete Stegers

Auf der re:publica widmeten sich am Freitag mehrere Runden dem Thema “Open Data”. Was das ist, erklärt ein Artikel von mir bei tagesschau.de:

Behörden sollen ihre Daten nicht nur auf ihrer eigenen Homepage anbieten, wie es viele Institutionen mit einzelnen Daten bereits tun, sondern möglichst viele Daten in computerlesbaren Standardformaten zur Verfügung zu stellen. Das soll es nicht nur jedem Bürger ermöglichen, die Daten nach eigenen Kriterien auszuwerten - Programmierer sollen die Daten auch gleich beliebig miteinander verknüpfen und weiterverwerten können.

Noch ausführlicher und wie Journalisten Open Data für ihre Arbeit nutzen können, beschreibt Christiane Schulzki-Haddouti für das ver.di-Journalistenmagazin “M”.

Für Zeit Online liefert sie selbst gleich ein Anwendungsbeispiel, eine Serie zur Analyse und Visualisierung von Parteispenden.. Aus dem Publikum hieß es in einem re:publica-Workshop, die Financial Times Deutschland arbeite etwas ähnliches.

Der Verein Open Data Network, dem unter anderem Stefan Gehrke (Foto) angehört, hat die Website offendaten.de eingerichtet. Sie soll den Zugang zu offenen Behördendaten in Deutschland bündeln. Ergebnisse des von dem Verein im Anschluss an die re:publica ausgerichteten “Hack4Democracy” sind dort leider noch nicht verlinkt (Hinweise gerne in den Kommentaren).

Weitere Links

… bei onlinejournalismus.de:

… im sonstigen Internet:

  • The Guardian Eigene Plattform rund um Datenquellen und was (nicht nur) Journalisten daraus machen können
  • netzpolitik Data Driven Journalism - Versuch einer Definition

Bald: “Scoopcamp”. 2009: re:publica

Von Fiete Stegers am 13. August 2009

dpa einmal ganz anders: In knapp einem Monat lädt die Nachrichtenagentur zusammen mit Hamburg@work zum “Scoopcamp”:

Welcher Scoop stellt schon bald die Medienwelt auf den Kopf? Antworten suchen wir beim scoopcamp 2009: Die Veranstaltung möchte den Dialog zwischen den Machern der klassischen Medienbranche und den Innovationstreibern aus der Web 2.0-Szene anzetteln und fördern, und damit Experten aus unterschiedlichen Bereichen zusammenführen, die sich im Alltag nicht begegnen.
Das scoopcamp wird keine klassische Tagung oder Frontalveranstaltung, sondern eine Mischung aus Camp und Konferenz mit einer moderaten Teilnahmegebühr von 100 Euro.

Die Organiatoren der re:publica haben den Termin für die vierte Auflage der Konferenz “re:publica” ihrer Konferenz bekanntgegeben. Sie wird vom 14. - 16. April 2010 in Berlin stattfinden. Erstmalig werden in Kooperation mit der Deutschen Welle deren zuletzt etwas untergegangenen “BOBs - Best of the Blogs Awards” im Rahmen der re:publica verliehen.

re:publica: Kleine (persönliche) Nachlese

Von Fiete Stegers am 4. April 2009

Podium auf der re:publica | Foto: Fiete Stegers

Die re:publica 2009 ist vorbei. Meine enttäuschte getwitterte Kritik an einer durch Panelgäste und Publikumsfragen gleichermaßen unergiebigen Diskussion zum Thema Medienwandel ist hier und da zitiert worden.

Auch Bloggerin und Journalistin Lisa Frank beschwert sich, es würden “… in Panels und Diskussionsrunden Dinge erklärt, von denen ich dachte, die seien Grundvoraussetzungen, um an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Wenn es eine halbe Stunde für Microblogging und Großstadtnomaden gibt und dann erst einmal zehn Minuten Twitter sowie Handykameras erklärt werden, frage ich mich doch, wen erwartet man eigentlich als Publikum?” Sie fragt sich “für wen diese Veranstaltung eigentlich gemacht ist?”

Screenshot ARD Teletext Den Spagat zwischen den Ansprüchen von Experten (in ihrem Teilgebiet, das auf der re:publica nur eines von vielen sein kann) einerseits und relativen Neulingen andererseits, die auch den Veranstaltern der Konfernez bewusst ist, habe ich auch in meiner Kolumne für Dnews aufgegriffen, ebenso wie die überzogenen Ansprüchen mancher Kritiker: “Wie relevant ist die re:publica?”

Wenn die Nennung durch die Kollegen des ARD-Videotexts ein Kriterium ist: Das hat die Konferenz schon mal erreicht.

P.S.: “Wie relevant ist die re:publica? Offenbar relevant genug, dass quasi jeder einen Beitrag mit dieser Fragestellung zu bringen scheint.” (Nathanael)

Weitere Links
… im sonstigen Internet:

  • Lisa Frank hat auch noch ein Fazit für die taz geschrieben, fühlt sich aber falsch redigiert.
  • Thomas Knüwer über die Parallelwelt re:publica (mit einem perfekten aber überspringbaren Beispiel am Anfang, einem in jedem Fall überflüssigen Mittelteil und ernsthaften Betrachtungen am Ende seines Eintrags)
  • “Blog Kommunikation” verlinkt diverse Blog-Kommentare zur Veranstaltung
  • Ulrike Langer über die “Dauerschleife der Bloglandschaft” und uninspirierende Fragen aus dem Publikum.

re:publica - noch ohne Fazit

Von Fiete Stegers am 2. April 2009

John Kelly auf der re:publica 2009 | Foto: Fiete Stegers

Einen Bericht vom ersten re:publica-Tag habe ich für tagesschau.de geschrieben. Mal schauen, was heute und morgen noch bringen werden. Bezeichnend ist auf jeden Fall, dass sich eine Menge der Begleitkommunikation auf Twitter verlagert. Erfrischend war mit dem “Twitter-Wall”, auf dem während einer erschreckend wenig vorwärts gewandten Diskussion zum Thema Medienwandel beißende Kommentare aus dem Publikum hinter dem Diskussionspodium erschienen. Andererseits hat das auch zur Folge, dass der Newsaggregator Rivva noch kaum Blog-Artikel zur Konferenz präsentiert. Recht ausführlich berichten dagegen die großen Medien (siehe Google News).

Nachtrag:
Lesenswert ist der Beitrag von Don Dahlmann (der hier gerade während des wahrscheinlich guten, aber leider abgelesenen Vortrags von Peter Glaser ein wenig gelangweilt im hinteren Teil des Raumes herumsteht). Glasers Vortragstext findet sich hier.

re:publica 2009: “Shift Happens”

Von Fiete Stegers am 28. November 2008

Die Web-Konferenz findet - wieder mit einem schönen Untertitel - vom 1. bis zum 3. April 2009 in Berlin statt. Neben der Kalkscheune stehen noch weitere Tagungsorte zur Verfügung, so dass diesmal Platz für alle Interessenten da sein sollte (hier die offizielle Ankündigung).

Mehr zu früheren Ausgaben der re:publica bei onlinejournalismus.de.

Auf zum Revival der .orgs

Von Gastautor(in) am 19. Mai 2008

Diese .orgs kämpfen für das Gute: Sechs Internetprojekte mit der Top Level Domain “.org” wurden als “”weltweite Sprachrohre in Deutschland” geehrt.

Von Jens Steiner

(more…)

Klassentreffen: re:publica’08 Anfang April in Berlin

Von Thomas Mrazek am 30. Januar 2008

Unter dem Titel “re:publica’08: Die kritische Masse” findet vom 2. bis 4. April 2008 zum zweiten Mal ein Treffen von Bloggern und anderen Netzbewohnern in Berlin statt. Fiete Stegers bezeichnete die erste re:publica 2007 bei Tagesschau.de als “großes Klassentreffen, Bestandsaufnahme und Ideenschmiede der Szene”.

In der Pressemitteilung zur “re:publica’08″ heißt es: “Das Konferenz-Motto “Die kritische Masse” steht für verschiedene Seiten des gleichen Komplexes: Das Internet und neue Kommunikationsformen werden immer mehr in das Leben der Menschen integriert. Web 2.0-Anwendungen entwickeln sich zu Selbstläufern. Und zum anderen steht auch die Fähigkeit der Masse zur Kritik im Zentrum des dreitägigen Events.”

Die Besucher können laut den Veranstaltern, Spreeblick und newthinking communications,
vermutlich zwischen fast 100 Vorträgen, Diskussionen und Workshops auswählen. Das Programm verspricht einige sehr attraktive Inhalte: Datenschutz im Web 2.0, Zukunft der Social Networks, Qualitätsdebatte Blogs vs. Journalismus?, Miez - Über Sinn und Unsinn von Katzencontent, Porno 2.0, Placeblogging und Stadtwikis, Geld verdienen mit Blogs - reloaded (leider ohne Don Alphonso aber dafür mit Johnny Haeusler, Robert Basic und Sascha Lobo), Was dürfen wir bloggen? Recht im Web 2.0, Abgeordnetenwatch, Plagiarismus 2.0, Was ist öffentlich-rechtlich im digitalen Zeitalter? Die Internet-Strategie der ARD im Realitätscheck.

Mehr unter: www.re-publica.de

re:publica 2008

Von Fiete Stegers am 2. November 2007

Der dreitägige Kongress re:publica im April 2007 war so etwas wie ein entspanntes Klassentreffen der Blogszene und ihres Umfelds. Vieles, was diskutiert wurde, war nicht neu - der Aufruf “Kreative gegen die Vorratsdatenspeicherung” entfaltete allerdings (zu einem Zeitpunkt, als deren Einführung politisch schon ziemlich gelaufen schien) von da an deutliche Wirkung.

2008 soll es eine Neuauflage der re:publica geben. Untertitel (”Kritische Masse”) und Termin (2. bis 4. April in Berlin) stehen fest, teilten die Organisatoren jetzt mit:

“Wenn wir heute von «Kritischer Masse» reden, ist nicht mehr der nuklearphysische Begriff gemeint”, sagt Johnny Haeusler von spreeblick.com. “Es ist stattdessen die Teilnehmerzahl in einem Netzwerk, ab der die Nutzerzahl exponenziell zu wachsen beginnt, es also zu einem Selbstläufer wird.” Mit derartigen Kettenreaktionen und den Auswirkungen sozialer Netzwerke auf das tägliche Leben, auf Wirtschaft und Politik werden sich drei Tage lang Besucher der re:publica’08 beschäftigen.

Wie weiblich sind Weblogs?

Von Fiete Stegers am 2. August 2007

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In Blogs und Blog-Kommentaren bestimmen Männer den Ton. Besonders, wenn die Diskussion ums Bloggen selbst geht, ist von Frauen kaum etwas zu hören. Stimmt der Eindruck? onlinejournalismus.de sprach darüber mit Jan Schmidt. Ein Mann – aber einer, der es wissen muss.
(more…)

Wuschelmann erklärt die Welt

Von Fiete Stegers am 19. April 2007

Ja, ich habe es angeklickt. Aber ob es sonst noch wer tun wird?

Bei Focus Online gibt es eine Video-Kolumne “Post für Langhans”. Nach einem recht peppigen Vorspann (”Doin’ it again”) marschiert Rainer Langhans (Wikipedia) zu seinem Briefkasten und begrüßt den Focus-Statisten, der ihm kurz zuvor einen Postkarte hereingesteckt hat. Die liest Langhans - und der Rest des Zweieinhalbminüters besteht dann nur noch aus hart aneinander geschnittenen Schnipseln Langhans’.

Format-Experimente - gerne. Aber bitte schnell das nächste hinterherschieben, Focus Online. In diesem Zusammenhang: Digitaler Film schreibt aktuell über “Deutsche Videoblogs - Schmale Basis - einsame Spitze”, quasi als Nachtrag zu Bertram Gugels Diskussionsbeitrag auf der re:publica. (Via netzpolitik:) Viele praktische Hinweise, wie man als Nicht-Profi Internetfernsehen machen kann, liefert ein neuer Guide der Participatory Culture Foundation, die auch hinter dem Videoplayer Democracy steht.