Zehn Jahre Zeit.de

Wir sehen heute ausnahmsweise mal über die kleinen Verschreiber in Christian Ankowitschs Geburtstagstext “Moderne Wanderprediger” hinweg und verneigen uns höflich: Alles Gute Zeit.de!

Für die Redaktion onlinejournalismus.de

Thomas Mrazek

Fundierte Informationen zu zehn Jahren Online-Journalismus finden Sie in unserem im herkömmlichen Design gestalteten Dossier Online-Journalismus dekade1.

Tagung zur Barrierefreiheit

Gabriele Hooffacker von der Journalistenakademie macht auf eine Tagung zum Thema barrierefreies Internet am 10. und 11. März aufmerksam:

Referenten aus Initiativen, aus Politik und Verwaltung erklären die Rechtslage und stellen gelungene Beispiele vor. Die Medienfachtagung in Nürnberg bringt Politiker, Verbände, Webdesigner und Betroffene zusammen, informiert über den gesetzlichen Hintergrund und zeigt praktikable Lösungswege auf. KFBI ein (Mehr Informationen).

Was bedeutet barrierefreies WWW? Andreas Bittner hat es für uns im vergangenen Jahr (und im alten Design) in einem Dossier zusammengefasst.

Videoeinbindung bei SpOn, Teil 2

Da ist es jetzt, worauf wir seit einiger Zeit warten: Das offenbar erste, selbstgemachte Video im Angebot von Spiegel Online (mit Material von Spiegel TV, Reuters, dpa, ddp, AP und Deutschlandfunk). Selbstgemacht heißt in diesem Fall selbst geschrieben, geschnitten und gesprochen – jedoch nicht selbst gedreht.

Zur Machart: Das Portrait über Angela Merkel könnte in dieser Form locker in jedem Fernsehprogramm laufen. Gearbeitet wurde mit einer Mischung aus Archiv-Bewegtbildern, vorzugweise in Slow-Motion, von links nach rechts bzw. oben nach unten oder vergrößerten bzw. verkleinerten Fotos und sehr vielen Blenden zwischen den Übergängen. Das ganze wurde mit Musik abgerundet, darüber liegt die Stimme des Sprechers.

Der Vorteil beim Fernsehen ist ja, dass einem jede Menge MBit Bandbreite für die Übertragung von Bild- und Toninformationen zur Verfügung stehen. Da spielt man zuweilen gern mit langen Überblendungen und anderen Effekten. Aber online? In Briefmarkengröße? Da treten dann schon mal Klötzchen auf, die – auch bei schnellen Verbindungen – eine Blende noch künstlerischer aussehen lassen als vielleicht gewollt.

Was hätten wir anders gemacht? Zum Beispiel hart geschnitten, keine Musik verwendet, Schwenks und Zooms nur dann, wenn’s wirklich nötig ist – und ansonsten voll auf die innere Bewegung der Bilder gesetzt.

Washington Post setzt auf Delicious

Bei der Washington Post lässt sich jeder Artikel mit einem Klick bei del.icio.us eintragen und mit einem Tag versehen. Hybernaut spekuliert über kommende Partnerschaften von del.icio.us mit anderen Online-Medien und fragt sich, ob del.ico.us-Nutzern die notwendige Registrierung bei der Washington Post erspart bleibt.

Spannend zu sehen, wenn Online-Medien mit solchen die traditionelle Navigationsstruktur aufhebenden Elementen experimentieren. In Deutschland hat ja jetzt.de Anfang des Jahres für die Einführung von Tags von seinen Nutzern erst mal die (relaunch-übliche) Prügel bezogen. Ansonsten gibt es hierzulande m. W. noch nichts zu vermelden.

Textbasierte Multimedia-Reportage

Video- und Tonreportagen haben immer einen Nachteil: Sie fesseln den Leser für eine festgelegte Zeit. Ich habe manchmal das Gefühl, dass solche sequentiellen Medien für das Internet schlechter geeignet sind als Text. Audio-Slideshows gehören auch dazu. Ich habe deshalb vor einigen Jahren begonnen, ein neues Multimedia-Format zu entwickeln, bei dem der Text das Trägermedium ist.

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Google News als Feed

Na endlich: Google News hat jetzt endlich auch RSS-Feeds im deutschen Angebot. Wurde auch langsam mal Zeit.

– schreibt netzpolitik.

Recht haben sie. Hinzuzufügen bleiben da nur der entsprechende Link und der Hinweis, dass sich neben Schlagzeilen und Ressortseiten auch Feeds für individuelle Suchbegriffe (wie beim Newsalert) beziehen lassen.

National Geographic: That thing called love

That thing called love ist in vielerlei Hinsicht eine wertvolle Lektion, wie vertonte Fotogalerien funktionieren. Das Wichtigste sind nicht die technischen Feinheiten – es ist die Geschichte, die erzählt wird.

Jodi Cobb schildert, wie sie als Fotografin für National Geographic das denkbar schwierige Thema “Liebe” umgesetzt hat – und sie hat etwas zu erzählen. Ich denke, dass wir diesen Punkt oft unterschätzen – dass Multimedia ohne originäre Geschichten, ohne inhaltliche Substanz einfach nicht funktioniert.

That thing called love ist – ähnlich wie viele Audio-Galerien der New York Times – auch deswegen so einnehmend, weil natürlich gesprochen wird, weil das Audio eine normale Gesprächs-Situation widerspiegelt. Man hat nicht den Eindruck, einer Vorlesung zu folgen, eher sitzt man im Wohnzimmer der Fotografin und hört ihr zu. So einfach.

Es lohnt sich auch, auf die Auswahl der Fotografien zu achten: Es sind keine Ausreißer nach unten dabei, es gibt keine visuellen Durchhänger. Lieber kürzere Galerien, weniger Bilder – aber kein Füllmaterial einsetzen. Wenn man bedenkt, dass jedes Bild Pi mal Daumen mindestens 10 Sekunden stehen bleibt, sind 2,3 schwache Fotos schon zu viel.

Videoeinbindung bei SpOn

Die Video-Experimente bei SpOn, auf die Matthias Eberl neulich schon hingewiesen hat, kommen jetzt nahezu täglich vor. Gleich zwei Videos werden aktuell auf der Startseite von Spiegel Online gezeigt, eines davon direkt – statt eines Fotos – neben dem Aufmacher-Teaser.

Technisch ist das ganze geschickt gelöst: Statt eines eingebetteten Videos, das nur über ein zusätzliches Plugin abgespielt werden könnte, wird zunächst ein statisches JPEG mit einer gefakten Player-Menueleiste gezeigt. Diese Startseite wird also auch mit Browsern angezeigt, die nicht mit zusätzlichen Plugins ausgestattet sind.

Das JPEG befindet sich in einem eingebettetem Frame (“IFRAME”). Erst beim Klick auf das Foto bzw. die Playerleiste wird eine neue HTML-Seite, die das Video enthält, direkt in den IFRAME geladen – und erst jetzt wird das Plugin vorausgesetzt.

Beim Streaming setzt SpOn auf Flash, vermutlich weil es nach Herstellerangaben unter den Browser-Plugins am weitesten verbreitet ist.

Die Videos selbst stammen zurzeit immer noch von Reuters – mal sehen, wann die erste Eigenproduktion online geht.

Grimme Online Award 2006

Noch bis zum 31. März können Vorschläge für den Grimme Online Award 2006 eingereicht werden.

Disclaimer: Our very own Fabian Mohr sitzt in der Nominierungskommission (nicht in der Jury). onlinejournalismus.de hat 2003 selbst einen Grimme Online Award bekommen.

Blogging for bucks

Spiegel Online berichtet über die Versuche von Bloggern, Finanzierungsquellen zu erschließen. Beispiele: Spreeblick, IT&W. Kommt bekannt vor? Das Thema hatten wir ja auch schon mal – es wurde ja unter anderem beim Jonet-Tag 2005 im November diskutiert. Passend dazu der aktuelle Hinweis von IT&W: Bildblog bemüht sich mittlerweile nicht nur um Spenden, sondern um Hemdchenträger.

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