Vorratsdatenspeicherung Nebensache?

Mich wundert ein wenig, dass die gesamte Diskussion um die bevorstehende Einführung der Vorratsdatenspeicherung in Deutschland auf den großen Nachrichtenseiten kaum eine Rolle spielt. Oder täuscht mich der Eindruck?

Hintergründe habe ich hauptsächlich bei heise.de gefunden, dank der Arbeit von Stefan Krempl, der sich offenbar tief in die Thematik eingearbeitet hat.

Vor wenigen Wochen hatten Fiete Stegers und ich im Rahmen einer umfassenden Recherche zum Thema die Gelegenheit, unter anderem mit dem Datenschutzbeauftragten in Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, zu sprechen. Er geht davon aus, dass die EU-Richtlinie nicht im Einklang mit unserer Verfassung steht – und deswegen keine Chance haben dürfte.


Zeit.de: Viel “Innovationen” und schwarze Zahlen

Den Besuchern eines Hintergrundgesprächs bei Zeit.de muss heute ein Wort fast in den Ohren geklingelt haben: “Innovation, Innovation, Innovation, und immer die User schreiben lassen”, verkündete Gero von Randow sein Mantra. Der 53-jährige leitet seit sieben Monaten die Redaktion der “Plattform der liberalen Öffenlichkeit im Netz” und kann offenbar auf gute Zahlen verweisen. Im letzten halben Jahr habe die Website ihre Page Impressions auf 24 Millionen verdoppelt.

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Kölner Studis bloggen

Auch Studenten des Kölner FH-Studiengangs Online-Redakteur haben verhalten angefangen zu bloggen.

Online-News am Frühstückstisch

Die belgische Tageszeitung “De Tijd” sucht 200 Testkandidaten, die auch mal auf Online-Nachrichten Marmelade-Flecken hinterlassen wollen. Der Versuch soll drei Monate dauern und mit einem neuartigen, ultradünnen e-paper erfolgen, das besonders flexibel ist und mit extrem geringer Energieversorgung auskommt. Noch müssen sich die Leser die neueste Ausgabe per Kabel-Adapter aus dem Internet herunterladen. Und sobald die ersten Exemplare mit WLAN-Verbindung ausgestattet werden, steht einer komfortabel und stetig aktuell gehaltenen Tageszeitung nichts mehr im Wege…

Web 2.0, hier: Design

Minimalismus, soziale Funktion, Usability und noch ein paar Richtlinien sind die Trends, meint dieser Artikel.

Initiative Nachrichtenaufklärung: Worüber Medien 2005 nicht berichteten

Die Initiative Nachrichtenaufklärung (INA) veröffentlichte gestern wieder ihre Top-Ten-Liste der vernachlässigten Nachrichten. Darüber berichten “Frankfurter Rundschau“, “Der Standard“, “Netzeitung” und “Rheinische Post” (via jonet-Medienlog). Bei Technorati gibt es 15 Blog-Beiträge zu diesem Thema, davon sechs, sieben aktuelle.

Über die vernachlässigten Themen im Jahr 2004 berichtete die INA-Mitstreiterin Christiane Schulzki-Haddouti letztes Jahr bei onlinejournalismus.de. Das ist nicht nur “Schnee von gestern”, Schulzki-Haddouti schreibt in diesem Beitrag auch über die Hintergründe dieses Projekts.

Es stellt sich die Frage, ob gewisse Themen, die bisher vernachlässigt wurden, durch Blogger oder Bürger-Journalisten nicht eine größere Chance bekommen, öffentlich zu werden. Freilich sind diese Themen oft sehr rechercheintensiv. Dies könnte ein interessanter Ansatz für eine Forschungsarbeit sein.

As soon as possible

Tomorrow Focus sucht mehrere Online-Redakteure (Anzeigen hier): Wirtschaft, Nachrichten und nach anderen Informationen auch Wissenschaft. Eintrittsdatum: “as soon as possible.” Vor kurzem hat ja Jochen “Jonet” Wegner dort die Leitung übernommen. Als höchst sporadischer Besucher bei Focus Online habe ich sonst noch keine Veränderungen wahrgenommen.

Woher stammen diese Überschriften?

Welches Online-Angebot titelte heute auf der Startseite u. a.:

„Legt sich ein Baguette in die Kurve“
„Meereswunder im Pool“
„Walbeobachter“
„Cheney landet Volltreffer bei Wachteljagd“
„Die sexuelle Revolution frißt ihre Kinder“
„Roth in Mauve“
„Der Seehofer“

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Instant Slideshow

Auf der Übersichtsseite mal eben eine Bildgalerie zum Durchklicken in einem eigenen Player, ohne dass sich die eigentliche Seite ändert – gesehen beim niederländischen Telegraaf. Vergleiche integrierte Videoplayer, wie sie jetzt auch SpOn einsetzt.

Konvergenz beim Guardian

Weitere Schritte zur Verschmelzung von Print- und Online-Redaktion beim britischen Guardian: Cyberjournalist.net.

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