Der Hype ist schlecht, die Technik gut

Bradley Horowitz von Yahoo im Interview des deutschen Technology Review – warum es die Desktop-Suche nur für Windows gibt, warum Yahoo Content außerhalb von WWW-Diensten erschließen will und auf „soziale Suche“ setzt. Also

Liste mir einen Index aller Klempner in meiner Satdt auf, gewichtet nach der Bewertung meiner Nachbarn. Das ist unsere Vision, das ist die Richtung, in die wir uns bewegen.

Und zum Stichwort Web 2.0:

Ich glaube tatsächlich, dass es eine neue Hype-Welle gibt. Und die ist schon da – zumindest im Silicon Valley. Ich glaube der Hype ist schlecht – weil er irrational ist und auf übersteigerten Erwartungen beruht. Aber die gute Nachricht ist, dass es dahinter tatsächlich ein echtes Phänomen gibt. Unternehmen wie Flickr, del.icio.us oder Upcoming, die machen etwas Besonderes.

(b)o(n)jour 3.0!

Liebe Nutzer von onlinejournalismus.de!

Zugegeben, wir haben Sie in letzter Zeit vernachlässigt und Sie nicht einmal per Newsletter auf den Bericht vom Jonet-Tag 2005 hingewiesen, den wir Ende letzten Jahres veröffentlicht haben. „Alles ein bisschen Blog“ war der Artikel überschrieben. Das war nämlich der Tenor dieses Journalistenkongresses – und inzwischen ist das Motto auch für onlinejournalismus.de wahr geworden.

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Irrwege in Forschung und Lehre

Schon merkwürdig: Da forschen Forscher seit Jahren auf dem Gebiet der Medien und kommen mehrheitlich zu dem Schluss, dass das Internet für den Journalismus in Zukunft wohl eine ziemlich bedeutende Rolle spielen wird.

Das Institut für Journalistik der Universität Dortmund, bekannt für seinen recht praxisnahen Ausbildungsansatz, hat das zum Beispiel sehr früh erkannt: Schon vor rund fünf Jahren wurde dort eine eigene Lehrredaktion Online ins Leben gerufen. In dem Online-Magazin DOnews experimentieren Studierende mit neuen Darstellungsformen – mit Audio, Video und allem, was den Online-Journalismus interessant macht.

Jetzt soll der Laden dicht gemacht werden – aus Kostengründen, weil der wesentlich geldhungrigen Lehrredaktion Fernsehen angeblich das Geld ausgeht. Während die Professoren sich einig sind und DOnews schließen wollen, fürchten viele Studenten einen Verlust in der Qualität der Lehre.

Text und Audios dazu bei DOnews.

Videos bei der New York Times

… und zwar eigens produzierte, nicht der Reuters-Kram. Hier: http://video.on.nytimes.com/.

Warten wir mal ab, was bei Spiegel Online passiert, wenn dort die im Dezember ausgeschriebene Video-Stelle (-Stellen?) besetzt ist.

Zwei Rechtsfragen zum Citizen Journalism

Cyberjournalist.net verlinkt auf zwei Überblicksartikel zu ungelösten Fragen:

Time to get tough

… oder wie man mit anonymen Nutzerkommentaren umgehen sollte (OJR).

Die Barrikaden stehen schon

Stefan Niggemeier ruft in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung eine Medienrevolution aus, die bereits begonnen hat – und die die alten Medien zu verpassen drohen. Link zu Volltext und Kommentaren zusammengestellt bei Wortfeld.

Susanne Weingarten greift das Thema für den Spiegel auf, Schwerpunkt Fernsehen: „Der Intendant im Wohnzimmer“. Bei ihr kommt der Medienwirtschaftsprofessor Mike Friedrichsen zu Wort, der ARD und ZDF bedroht sieht:

„Sie verlieren ihre Kompetenzen“, sagt der Medienforscher Mike Friedrichsen. Und dadurch wird sich gerade für die Öffentlich-Rechtlichen, die ihre Gebührenfinanzierung bislang noch mit ihrem gesellschaftspolitischen Auftrag einer „Grundversorgung“ begründen können, die Frage stellen, welche Aufgabe sie in dieser neuen TV-Welt noch erfüllen. „Irgendwann“, sagt Friedrichsen, „müssen wir die gesellschaftliche Entscheidung treffen: Wollen wir uns ARD und ZDF gönnen?“

Der ehemalige Verfassungsrichter Wolfgang Hoffman-Riem hat dagegen bei einer Jubiläumsveranstaltung des NDR und vor einigen Tagen in der SZ (kostenpflichtig) betont, dass die Ö-R deshalb umso wichtiger seien und nicht von neuen Verbreitungswegen ausgeschlossen werden dürften.

Iraner bloggt aus Israel

Patrick Gensing hat für tagesschau.de ein spannendes Interview mit dem iranischen Überblogger Hoder geführt, der zur Zeit aus Israel bloggt, um so zur Völkerverständigung (welch altmodisch anmutendes Wort!) berichtet.

Ungebetene Kritiker

Die Blogger-Szene hat die Medienkritik entdeckt. So sind neben dem bekannten BILDblog inzwischen viele andere Watchblogs entstanden, die ein Korrektiv gedruckter oder online gestellter Berichterstattung darstellen.

[Der nachfolgende Artikel ist in ähnlicher Form im „journalist“, 1/2006, S. 44-46, erschienen.]

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Bürgerjournalismus: Ein Gespräch mit Dan Gillmor

Auf die Frage, ob man mit Citizen Journalism Geld verdienen kann, gab Dan Gillmor eine zurückhaltende, sehr skeptische Antwort.

Dass er vor wenigen Tagen das Ende seines ambitionierten Projekts Bayosphere verkündete, ist vor diesem Hintergrund keine Überraschung. Spätestens seit Gillmor, einer der profiliertesten Technologie-Journalisten und Autor von We the Media, für das Center for Citizen Media als Direktor aktiv wurde, stand hinter Bayosphere ein logisches Fragezeichen. Auch wenn Citizen Journalism als Geschäftsmodell bei diesem frühen Testlauf nicht gezündet hat – das Phänomen als solches verändert die Medienlandschaft nachhaltig.

Vor Beginn des Digital Lifestyle Day 06 in München hatte ich Gelegenheit, mit Dan Gillmor [Foto] über seine Erfahrungen als Citizen Journalist zu sprechen.

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