Vorschlagsfrist für Grimme Online Award endet

Noch bis zum morgigen Freitag (15. März) können Internet-Nutzer Vorschläge für den diesjährigen Grimme Online Award einreichen. Die bisherige, ungesichtete Liste der vorgeschlagen Websites ist öffentlich, wie so illustre Vorschläge wie “berufsunfaehigkeitsversicherung-test-vergleich.de” oder “ferienwohnung-usedom-ostsee.org” beweisen.

Hier geht es direkt zum Vorschlagsformular. Die von einer Kommission ausgewählten Nominierten werden am 2. Mai bekanntgeben.

Vorschlagen werden können nicht nur einzelne Websites, Micro-Websites oder Beiträge, sondern auch Apps. “Nach den beiden Nominierungen aufwändiger Apps großer Medienhäuser im vergangenen Jahr, hoffen wir nun sehr auf publizistische Angebote kleinerer Anbieter”, sagt Medienjournalistin und Kommissionsmitglied Brigitte Baetz.

Presserat äußert sich zu “problematischen Kombinationen von Foto und Werbung”

Bei den einschlägigen Fällen gruselt es einen immer wieder: Ein Unfall, eine Katastrophe ist passiert. Es wird auf Websites darüber berichtet, es wird auch weiterhin Werbung auf den Seiten ausgespielt. Business as usual. Freilich geht das – fast absehbar – manchmal gehörig schief: Die automatisch eingespielte Werbung erzeugt eine unwillkommene Situationskomik. Der achso gesunde Menschenverstand bleibt erst mal ausgeschaltet. Hier ein von Flurfunk Dresden dokumentiertes Beispiel. Weiterlesen …

Aufschrei über das Aus für den Google Reader

Weckruf durchs Leistungsschutzrecht

Das Leistungsschutzrecht (LSR) ist da, doch die Verlage wissen offenbar noch nicht so recht, was sie genau damit anfangen sollen. Die emotionale Debatte um das Gesetz hat aber viele Verlage aus dem digitalen Dornröschenschlaf aufgeweckt und sie motiviert, sich Gedanken um eigene digitale Geschäftsmodelle zu machen.

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Tschüs, Berlinfolgen. Und danke!

Folge 15 war mein erster Kontakt mit den Berlinfolgen, und ich war von der ersten bis zur letzten Sekunde gefesselt. Ein wirklich berührendes Porträt über Gero, einen Obdachlosen aus Berlin.

“Fotofilm” nennen die Macher von 2470media das Format, im Grunde genommen ein alter Hut: Eine dramaturgisch durchdacht montierte Interviewspur samt Atmo-Tönen, kombiniert mit oft beeindruckenden Reportage-Fotos und immer wieder kurz eingespielten Video-Elementen. Die Idee kann noch so alt sein, das spielt gar keine Rolle. Die Umsetzung ist einfach gelungen.

Insgesamt 100 Folgen haben die Macher in Zusammenarbeit mit der taz produziert, jetzt ist Schluss.

Für den ABZV Videoreporter habe ich das 2470media-Team eine Weile bei ihrer Arbeit an den letzten Berlinfolgen begleitet. Herausgekommen ist dabei dieses etwa 11 Minuten lange Porträt, das für alle interessant sein dürfte, die sich für die Machart solcher Fotofilme interessieren. In dem Video geht es um gute Reportagefotos, den dramaturgischen Aufbau von Fotofilmen und zahlreiche Erfahrungen aus der praktischen Arbeit.

Wie spendabel sind Zeitungsleser im Lokalen?

Zum Stichwort Crowdfunding im Journalismus ist auch in Deutschland seit dem Start von Krautreporter vor wenigen Wochen einiges geschrieben worden, das erste Projekt ist finanziert. Die journalistischen Pläne, für die dort oder auf anderen Crowdsourcing-Plattformen Unterstützer gesucht werden, kommen von freien Journalisten oder Teams.

Wenn sich ein mutmaßlich nicht völlig notleidender Zeitungsverlag auf Unterstützersuche begibt, kommt das erst mal unerwartet – aber andererseits ist das ja genau das, was wir immer einfordern: Nach neuen Geschäftsmodellen suchen und einfach mal ausprobieren. Das tut jetzt der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag: Unter dem Titel “Wie glaubt der Norden?” würde er gerne zwei Volontäre auf eine Reportagereise durch Norddeutschland schicken und das Ergebnis als einer Zeitungsbeilage drucken.

Angestrebt werden mindestens 2500 Euro. Für die Mindestspende von 5 € gibt’s das Magazin per Post. Wer 500 Euro spendet, bekommt neben einer persönlichen Widmung plus Namensnennung im Heft, ein Magazin-Abo, eine Einladung in die SHZ-Druckerei und die persönliche Überreichung von 50 Exemplaren an einem Ort nach Wahl.

Weitere Links
… bei onlinejournalismus.de:

… im sonstigen Internet

Mini-Doku über den Hauptstadtkorrespondenten Thorsten Denkler von Süddeutsche.de

Zum ersten Mal ist mir Thorsten Denkler vor mehr als zehn Jahren aufgefallen. Wenn man ein bisschen in den Archiven von onlinejournalismus.de gräbt, stößt man auf einen Hinweis in unserem damals regelmäßig erschienenen Newsletter auf das erste Treffen des Kreises Berliner Onlinejournalisten, den er gemeinsam mit Markus Deggerich (heute beim Spiegel) gründete.

Bereits 2001 arbeitete Thorsten Denkler als Korrespondent des Online-Dienstes der Süddeutschen Zeitung, der sich damals noch SZonNet nannte. Inzwischen haben sich technisch bedingt nicht nur die Arbeitsweisen des Online-Korrespondenten geändert, sondern auch seine Akzeptanz. Als er Politiker seinerzeit um Interviews bat und sich mit “Thorsten Denkler, Süddeutsche Online” vorstellte, “kam bei manchen eben nur ‘Online’ an”, erzählt er im Interview. “Da lag die Vermutung schnell nahe, dass man denen einen Internetanschluss verkaufen” will. Heute könne sich kein Politiker mehr leisten, keine Schnittstellen zu Online-Medien zu haben.

Ich habe Thorsten Denkler einen Tag lang mit der Kamera bei seiner Arbeit begleitet, einfach um zu sehen und zu verstehen, wie er heute arbeitet. Wenige Tage später haben wir uns zum ausführlichen Interview getroffen, woraus dann diese Mini-Doku über ihn und seine Arbeit entstand.

Das Video ist der Auftakt zu einer Serie weiterer Porträts über Journalisten, die ich in Zusammenarbeit mit der ABZV produziere und unter videoreporter.abzv.de veröffentliche (in Folge 2 habe ich Michael Kappeler, den Cheffotografen der DPA begleitet). Mich interessiert, wie Journalisten in den verschiedenen Medienbereichen heute arbeiten. Ich will wissen, was sie antreibt und wo sie an ihre Grenzen stoßen.

Alle Videos werden unter einer Creative Commons Lizenz (BY-NC-ND 3.0 DE) veröffentlicht, das heißt Teilen, Verbreiten und Einbetten in andere Kontexte ist erwünscht, solange dies zu nicht-kommerziellen Zwecken geschieht.

Über Kritik, Vorschläge und Anregungen für folgende Videos freue ich mich.

#Aufschrei: Sexismus-Debatte bei Twitter

Es ist eine der größten (und hoffentlich die folgenreichste) politischen Twitter-Wellen in Deutschland: Seit gestern Abend werden unter dem Hashtag #Aufschrei Twitter-Nachrichten gekennzeichnt, in denen Nutzerinnen alltägliche sexistische Belästigungen bis hin zur sexualler Gewalt öffentlich machten. Vorgeschlagen hatte die Aktion die Nutzerin Martha Dear. Eine ähnliche Aktion gibt es bereits in den USA unter dem Hashtag #ShoutingBack. Weitere Informationen in diesem lesenswerten Blog-Artikel “Normal ist das nicht”.

Inzwischen wird unter #Aufschrei neue natürlich auch bereits die Meta-Debatte über Sinn und Wirkung der Aktion geführt, Kritiker versuchen zu relativieren und die unvermeidlichen Spammer tauchen auf. Ich habe versucht, einige aufschlussreiche Tweets in einem Storify-Überblick zusammen. Eine annähernd vollständige Live-Sammlung hat Marco Maas initiert.

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„Ich mache hier die Online-Gemeindezeitung“

Screenshot Eimsbüttel-Seite auf Facebook

Hyperlokaler Journalismus gilt als das nächste große Ding. Vor allem online. Ohne es beabsichtigt zu haben, ist Mareke Stein (30) aus Hamburg auf diesem Gebiet zur Vorreiterin geworden.  Hier spricht sie über Bürgersinn, Crowdfunding und verrät, was einen Blog überleben lässt.

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Multimediales Erzählen in einer Nachhaltigkeitsserie – ein Praxisbericht

Screenshot GEO.de Special: EU-Fischerei in der Krise

Multimedial, mehrdimensional und spannend – wie lässt sich mit diesen Zielen eine Serie bei Geo.de zum Thema der Überfischung konzipieren?

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