Journalistenausbilder fordern einheitliche Standards

“Von eierlegenden Wollmilchsäuen und turboschnellen Fastfood-Journalisten. Wie steht es um die Qualität der journalistischen Ausbildung?”, lautete ein Panel auf den Münchner Medientagen. Sechs Journalistenausbilder fordern eine Vereinheitlichung der Journalistenausbildung. Eine Zusammenfassung der Diskussion via Storify. Weiterlesen …

Feodo: Neuer Crowdfunding-Versuch im Journalismus

Feodo – Crowdfunded Magazine wirbt gerade bei Indiegogo für 10.000 Euro Startkapital – ein weiterer Versuch, um Journalismus über die Crowd zu finanzieren. Medienberater Peter Schink ist skeptisch, ihm fehlt die Reichweite. Stephan Dörner stellt auf Carta weitere journalistische Crowdfunding-Projekte auf und legt den Finger in die Wunde: “Guter, funktionierender Journalismus ist [...] ein Allgemeingut, von dessen Nutzen niemand ausgeschlossen werden kann. Wer nicht bezahlt, ist Trittbrettfahrer: Er profitiert, ohne beizutragen.” Hier die Links:

Posted from Diigo. The rest of my favorite links are here.

Blick auf die Schäl Sick

Schönes Onlinejournalismus-Projekt der Konrad-Adenauer-Stiftung: Die Site “Schäl Klick” entstand im Rahmen eines Seminars und widmet sich der weniger populären “Schäl Sick” Kölns. Unter anderem mit Audio-Slideshows und einer visualisierten Aufbereitung des Kölner Stadthaushalts, aus dem ein großer Teil auf die rechte Rheinseite fließt. Trainer der Nachwuchsjournalisten war Marco Maas von Open Data City.

Psychotest für User-Kommentatoren

“Welcher Kommentar-Typ sind Sie?” fragt die FAZ in ihrem Quiz “Heute schon gepöbelt?” und spricht damit sicher manchem Online-Redakteur aus dem Herzen. Demnächst einfach in Konfliktfällen freundlich auf diesen Link verweisen …

Weitere Links
… bei onlinejournalismus.de:

… im sonstigen Internet:

SpOn: Schrittmacher für den Hauptstadt-Journalismus

In einem lesenswerten Artikel der Zeit über die Zeitnot bei Politikern findet sich eine aufschlussreiche Stelle, wie Spiegel Online den (beinahe) 24/7-Newscycle befeuert (via Bildblog, Netzpolitik, u. a.)

Tatsächlich läuft das Meldungsstakkato auf SPON nach einem recht schwarmstiftenden Muster ab. Eine ganze Schar von Hauptstadtreportern ist, bildlich gesprochen, damit beschäftigt, tagsüber die Sauen durchs Dorf zu jagen, die sie morgens selbst losgelassen haben. Jeden Vormittag, so der Anspruch der Redaktion, soll auf dem »HP1« (Homepage-Platz 1) eine eigene Exklusivmeldung stehen. Bis 14 Uhr müssen die Reporter dazu weitere Zitate und Reaktionen eingeholt haben. Aus ihnen wird die sogenannte »Nachdrehe« geschrieben. Danach recherchieren die Redakteure die Nachricht für den nächsten Morgen. Bis 19 Uhr geht die »Analyse« online, ein Text, der zusammenfasst und zuspitzt, wie sich die Nachricht den Tag über entwickelt hat.

Zum Vergleich: Die Einschätzungen der Hauptstadt-Journalisten zur Bedeutung von SpOn 2006 und 2008 und Dirk von Gehlens Anmerkungen zu “Das trifft uns dann morgen: das Internet in West Wing”. In der fiktiven US-Serie über das Weiße Haus (Start: 1999) ist das Nachrichtentempo zwar hoch, aber das Internet spielt zunächst nur als Themenradar, noch nicht als Meinungsmacher eine Rolle.

SZ-Social-Media-Presseschau: Warum, wie, was nicht?

Social-Media-Presseschau der SZ (Screenshot [M])

“Meistgelesene Beiträge” oder “Meistempfohlen” sind Features auf vielen (News-)Websites. Die Süddeutsche Zeitung ist einen Schritt weiter gegangen. Ihre neue “Facebook-Twitter-Presseschau” namens “Leser empfehlen” zeigt auch an, was die Leser bei anderen Online-Medien gerne lesen. Chefredakteur Stefan Plöchinger erläutert im Interview mit onlinejournalismus.de die Technik dahinter, warum er die Grenzen der eigenen Website aufbricht und wieso es bisher auf dem deutschen Markt noch keinen großen erfolgreichen News-Aggregator gibt. Weiterlesen …

QR-Code meets Austastlücke

Wie lassen sich hartnäckige Videotextanhänger ins “neue Medium” Internet lenken? Einen Lösungsansatz präsentiert – natürlich – die BBC.

Teletext von BBC World mit QR-Code

New Orleans: Keine Tageszeitung mehr, online 24/7

Die Zeitung “Times-Picayune” aus New Orleans hat angekündigt, ab Herbst nicht mehr täglich zu erscheinen, sondern nur noch drei Mal wöchentlich. Laut der deutschen Pressestatistik von Walter J. Schütz erfüllt das zwar immer noch die Definition einer Tageszeitung – aber es ist schon ein gewaltiger Schritt. Laut FAZ ist New Orleans dann die größte US-Stadt ohne eigene tägliche Zeitung.

Gleichzeitig kündigt das Unternehmen hinter der Zeitung an, die Online-Berichterstattung auszubauen und im Netz künftig 24 Stunden täglich aktuell zu berichten. Die “Times-Picayune” und ihr Online-Ableger NOLA.com sollen organisatorisch zu einem “digital fokussierten Unternehmen” zusammengefasst werden. An der Spitze soll der bisherige Zeitungschefredakteur Jim Amoss stehen.

Amoss war bereits Chefredakteur, als die Zeitung 2005 wegen des Hurrikans Katrina nicht erscheinen konnte und – weithin beachtet – eine für den Katastrophenfall hervorragende Online-Berichterstattung hinlegte.

Das lässt für den Wechsel hoffen. Wenn dieser wirtschaftlich erfolgreich sein kann, ist er ja nur konsequent: Alles aktuelle online, ergänzt durch Zeitungsausgaben, die mehr Hintergründe und magazineren Lesestoff – orientiert an den Sonntagsausgaben der US-Tageszeitungen – liefern und die älteren Leser integrieren. Mal ehrlich: Wer liest noch täglich eine Tageszeitung durch?

Die ersten Reaktionen der Leser sind laut Times-Picayune allerdings “zornig bis geschockt”.

Weitere Links
… bei onlinejournalismus.de

… im sonstigen Internet:

User-Kommentatoren: Pöbler, Bemühte, Musterschüler

Als Ergänzung zur Storify-Sammlung zur re:publica 2012 aus journalistischer Sicht möchte ich noch auf einen sehr interessanten Vortrag von Sebastian Horn und Max Neufeind von Zeit Online verweisen. Die beiden haben beispielhaft eine ausführliche User-Debatte zu einem Artikel mit rund 1400 Einzelbeiträgen ausgewertet. Im Vordergrund standen zwei Fragestellungen: Wann bekommt ein Kommentar viele Antworten? Lassen sich bestimmte Typen von Nutzern feststellen, die sich an der Kommentierung beteiligen?

Weiteres erklärt Sebastian Horn in einem Interview mit der Drehscheibe. Die Zuhörer auf der re:publica hätten am liebsten noch Antworten auf viele weitere Fragen gehabt, z. B. ob Unterschiede je nach Verwendung von Pseudonymen oder Realnamen festzustellen sind. Da mussten die Vortragen sie jedoch leider enttäuschen.
.

re:publica aus journalistischer Perspektive

re:port war einer von 13 Tracks der re:publica 2012 – für mich als Journalist der spannendste. Praktisch fand ich das Tool Torial, inspirierend die Trends beim visuellen Storytelling und eine gute Wiederholung Udo Vetters Spielregeln fürs Netz. Ein Best Of.  Weiterlesen …

 « 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ... 107 108 109 »


onlinejournalismus.de beobachtet die Entwicklung des Journalismus im Internet.

onlinejournalismus.de wird mit WordPress betrieben (Theme: Modern Clix von Rodrigo Galindez).