Psychotest für User-Kommentatoren

“Welcher Kommentar-Typ sind Sie?” fragt die FAZ in ihrem Quiz “Heute schon gepöbelt?” und spricht damit sicher manchem Online-Redakteur aus dem Herzen. Demnächst einfach in Konfliktfällen freundlich auf diesen Link verweisen …

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SpOn: Schrittmacher für den Hauptstadt-Journalismus

In einem lesenswerten Artikel der Zeit über die Zeitnot bei Politikern findet sich eine aufschlussreiche Stelle, wie Spiegel Online den (beinahe) 24/7-Newscycle befeuert (via Bildblog, Netzpolitik, u. a.)

Tatsächlich läuft das Meldungsstakkato auf SPON nach einem recht schwarmstiftenden Muster ab. Eine ganze Schar von Hauptstadtreportern ist, bildlich gesprochen, damit beschäftigt, tagsüber die Sauen durchs Dorf zu jagen, die sie morgens selbst losgelassen haben. Jeden Vormittag, so der Anspruch der Redaktion, soll auf dem »HP1« (Homepage-Platz 1) eine eigene Exklusivmeldung stehen. Bis 14 Uhr müssen die Reporter dazu weitere Zitate und Reaktionen eingeholt haben. Aus ihnen wird die sogenannte »Nachdrehe« geschrieben. Danach recherchieren die Redakteure die Nachricht für den nächsten Morgen. Bis 19 Uhr geht die »Analyse« online, ein Text, der zusammenfasst und zuspitzt, wie sich die Nachricht den Tag über entwickelt hat.

Zum Vergleich: Die Einschätzungen der Hauptstadt-Journalisten zur Bedeutung von SpOn 2006 und 2008 und Dirk von Gehlens Anmerkungen zu “Das trifft uns dann morgen: das Internet in West Wing”. In der fiktiven US-Serie über das Weiße Haus (Start: 1999) ist das Nachrichtentempo zwar hoch, aber das Internet spielt zunächst nur als Themenradar, noch nicht als Meinungsmacher eine Rolle.

SZ-Social-Media-Presseschau: Warum, wie, was nicht?

Social-Media-Presseschau der SZ (Screenshot [M])

“Meistgelesene Beiträge” oder “Meistempfohlen” sind Features auf vielen (News-)Websites. Die Süddeutsche Zeitung ist einen Schritt weiter gegangen. Ihre neue “Facebook-Twitter-Presseschau” namens “Leser empfehlen” zeigt auch an, was die Leser bei anderen Online-Medien gerne lesen. Chefredakteur Stefan Plöchinger erläutert im Interview mit onlinejournalismus.de die Technik dahinter, warum er die Grenzen der eigenen Website aufbricht und wieso es bisher auf dem deutschen Markt noch keinen großen erfolgreichen News-Aggregator gibt. Weiterlesen …

QR-Code meets Austastlücke

Wie lassen sich hartnäckige Videotextanhänger ins “neue Medium” Internet lenken? Einen Lösungsansatz präsentiert – natürlich – die BBC.

Teletext von BBC World mit QR-Code

New Orleans: Keine Tageszeitung mehr, online 24/7

Die Zeitung “Times-Picayune” aus New Orleans hat angekündigt, ab Herbst nicht mehr täglich zu erscheinen, sondern nur noch drei Mal wöchentlich. Laut der deutschen Pressestatistik von Walter J. Schütz erfüllt das zwar immer noch die Definition einer Tageszeitung – aber es ist schon ein gewaltiger Schritt. Laut FAZ ist New Orleans dann die größte US-Stadt ohne eigene tägliche Zeitung.

Gleichzeitig kündigt das Unternehmen hinter der Zeitung an, die Online-Berichterstattung auszubauen und im Netz künftig 24 Stunden täglich aktuell zu berichten. Die “Times-Picayune” und ihr Online-Ableger NOLA.com sollen organisatorisch zu einem “digital fokussierten Unternehmen” zusammengefasst werden. An der Spitze soll der bisherige Zeitungschefredakteur Jim Amoss stehen.

Amoss war bereits Chefredakteur, als die Zeitung 2005 wegen des Hurrikans Katrina nicht erscheinen konnte und – weithin beachtet – eine für den Katastrophenfall hervorragende Online-Berichterstattung hinlegte.

Das lässt für den Wechsel hoffen. Wenn dieser wirtschaftlich erfolgreich sein kann, ist er ja nur konsequent: Alles aktuelle online, ergänzt durch Zeitungsausgaben, die mehr Hintergründe und magazineren Lesestoff – orientiert an den Sonntagsausgaben der US-Tageszeitungen – liefern und die älteren Leser integrieren. Mal ehrlich: Wer liest noch täglich eine Tageszeitung durch?

Die ersten Reaktionen der Leser sind laut Times-Picayune allerdings “zornig bis geschockt”.

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User-Kommentatoren: Pöbler, Bemühte, Musterschüler

Als Ergänzung zur Storify-Sammlung zur re:publica 2012 aus journalistischer Sicht möchte ich noch auf einen sehr interessanten Vortrag von Sebastian Horn und Max Neufeind von Zeit Online verweisen. Die beiden haben beispielhaft eine ausführliche User-Debatte zu einem Artikel mit rund 1400 Einzelbeiträgen ausgewertet. Im Vordergrund standen zwei Fragestellungen: Wann bekommt ein Kommentar viele Antworten? Lassen sich bestimmte Typen von Nutzern feststellen, die sich an der Kommentierung beteiligen?

Weiteres erklärt Sebastian Horn in einem Interview mit der Drehscheibe. Die Zuhörer auf der re:publica hätten am liebsten noch Antworten auf viele weitere Fragen gehabt, z. B. ob Unterschiede je nach Verwendung von Pseudonymen oder Realnamen festzustellen sind. Da mussten die Vortragen sie jedoch leider enttäuschen.
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re:publica aus journalistischer Perspektive

re:port war einer von 13 Tracks der re:publica 2012 – für mich als Journalist der spannendste. Praktisch fand ich das Tool Torial, inspirierend die Trends beim visuellen Storytelling und eine gute Wiederholung Udo Vetters Spielregeln fürs Netz. Ein Best Of.  Weiterlesen …

Datenjournalismus als Geschäftsmodell

OpenDataCity Homepage mit Referenzprojekten

Der SZ-Zugmonitor hat den Datenjournalismus in Deutschland um ein Referenzprojekt bereichert und ist in der Szene oft und meist positiv besprochen worden. Weitaus weniger im Rampenlicht steht die Agentur, die hinter dem Zugmonitor steckt: OpenDataCity. Ein Porträt.

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Wie kann Pinterest Medien-Websites nutzen?

Pinterest-Logo mit Fragezeichen

Die Foto-Pinnwand-Plattform Pinterest wurde in den letzten Wochen durch die deutschen Netz-Resssorts gereicht. Dadurch angefeuert entwickelte sich das Interesse in Deutschland vom bisher äußerst geringen Niveau nach oben, auch wenn die Userzahlen längst noch nicht an das überraschend große Interesse in den USA herankommen.

Mich persönlich kann die Plattform, deren Funktionen sich auf das Teilen von eigenen und – in erster Linie – im Netz gefundenen Bildern konzentrieren, bisher nicht überzeugen. Sharen funktioniert mit einem Social Netzwork besser, weil ich und meine Freunde dort bereits Mitglied sind. Als Ersatz für Flickr ist Pinterest zum Katalogisieren und Finden von Fotos völlig ungeeignet. Pinterests Stärken: Es ist nicht zu kompliziert und das Design der Foto-Pinnwände sieht in den meisten Fällen ansprechend aus. [Aktualisiert am 03.04.2012]

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Überblick zum zweiten Tag der Datenjournalismus-Konferenz

Nach dem ich gestern via Storify live von der Datenjournalismus-Tagung von Netzwerk Recherche berichtet habe, beschränke ich mich heute auf einen Überblick über das, was andere berichten.

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