Heise.de hat gestern über eine selbstentwickelte, datenschutzfreundliche Variante des Facebook-Like-Buttons berichtet, die auf Heise.de im Einsatz ist. In dieser Variante muss der Like-Button vom Nutzer erst durch einen Klick aktiviert werden, bevor er tatsächlich angeklickt werden kann. Erst nach der Aktivierung werden Nutzerdaten an Facebook übertragen, was sonst in jedem Fall stattfindet. Wem die Übertragung nichts ausmacht, kann den Gefällt-Mir-Knopf auch in persönlichen Voreinstellungen dauerhaft aktivieren und spart sich den Klick.
Heise.de stellt Dritten den Code seiner Variante zur Verfügung und hat nach eigenen Angaben schon rund 500 Anfragen von interessierten Website-Betreiber erhalten.
Statt dass sich Facebook aber über diese Weiterentwicklung freut, die genau den Punkt aufgreift, den das Unabhängige Datenschutzzentrum Schleswig-Holstein bei Facebook als Verletzung deutschen Datenschutzrechtes deutet, reagiert das Unternehmen genau entgegengesetzt: Heise.de habe mit seiner Konstruktion den Like-Button nachgeahmt, was aber in den Facebook-AGB verboten sei. Sollte Heise.de nicht aufhören, könne Facebook Heise.de auf eine schwarze Liste setzen, das heißt, die Inhalte der Website könnten nicht mehr über Facebook verteilt werden.
Update: