Halbwertszeit von Online-Meldungen

Florian Rötzer hat sich bei Telepolis vor kurzem mit einer US-Studie beschäftigt, die zu einem folgendem Schluss kommt:

Die Halbwertszeit von Artikeln in Online-Medien folgt einem allgemeinen Muster und hängt weniger von der Popularität, sondern von der Präsentation und den Verhaltensmustern der Besucher ab

.

Eine US-Studie unter Leitung von Dr. Albert-László Barabási von der University of Notre Dame kommt zu dem Ergebnis, dass die Halbwertszeit […] 36 Stunden beträgt. In dieser Zeit hat rund die Hälfte der Leser eines Artikels den Beitrag gelesen.

Die Studie ist von 2005 und hat vor allem eine (ungarische) Website untersucht. Hier wurde schon einmal darüber berichtet.

Europäische Online-Medien

Collage: Eurosites

Was zeichnet europäische Online-Medien aus? Pascal Deter ging dieser Frage im Rahmen seiner Diplomarbeit nach, untersuchte bereits bestehende Angebote und erarbeitete Anforderungen für künftige Projekte. Kann das Internet zur Entwicklung einer europäischen Öffentlichkeit beitragen? Die Voraussetzungen sind gegeben. Nötig ist es zweifellos.
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Weblogs, Forschung, Kritik

Der Bamberger Medienforscher Jan Schmidt kündigt eine Nachbefragung zu seiner Studie „Wie ich blogge?!“ (erste Welle: über 5000 Umfrageteilnehmer) an, deren Ergebnisse im September veröffentlicht werden sollen. Spannend zu lesen ist außerdem Schmidts konstruktive Auseinandersetzung mit dem Buch „Kopfjäger im Internet“, der Blog-Studie von Matthias Armborst. Schmidt setzt Armborsts Erkenntisse, die sich ja speziell mit dem Thema Blogs und Journalismus beschäftigten, in Bezug zu den Ergebnissen seiner eigenen, breiter angelegten Untersuchung.

In dem Zusammenhang noch mal der Hinweis auf unser altes Dossier zum Thema („Einmal gebloggt, nie mehr gestoppt“), das in vielem nichts von seiner Aussagekraft verloren hat.

Heise.de / Behind The Scenes

Die Redaktion der wichtigsten deutschen Website für Computerthemen sitzt in einer undurchdringlichen Festung. Jedenfalls freitags nach 16 Uhr, denn dann hat der Pförtner des Heinz-Heise-Verlags offenbar schon Feierabend. Mit dem Namen einer respektablen Hochschule im Rücken gelang es mir trotzdem, die Schleuse am Eingang zu überwinden. Weiterlesen …

Video Journalism Award von DW-TV

Das deutsche Auslandsfernsehen DW-TV ruft alle Videojournalisten auf, ihre Filme für den 3rd International Video Journalism Award in Berlin einzureichen. Vom 27. bis 29. Oktober 2006 werden die besten Arbeiten im Berliner Kino „Babylon“ gezeigt und prämiert. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Einsendeschluss ist der 01.09.2006. Das Anmeldeformular und die Wettbewerbsbedingungen gibt es unter www.videoreporter.org. (via Newsletter des Bayerischen Journalisten-Verbands)

Jeder zwölfte bloggt

„Wer sind die Blogger?“ hat sich eine neue Studie des Pew-Insitituts in den USA gefragt und jetzt seine Zahlen präsentiert.

Kurzfassung bei Poynter:

* 39% of net users (about 57 million American adults) read blogs — a significant increase since the fall of 2005. And 8% of net users (about 12 million American adults) keep a blog.
* Most US blogs are personal journals. Most bloggers do not consider their blogging journalism. However, 57% of bloggers include links to original sources either „sometimes“ or „often.“ And 56% spend extra time trying to verify facts they want to include in a post either „sometimes“ or „often.“
* 54% of bloggers are under 30.
* US bloggers are evenly divided between men and women — so anyone who continues to ask „where are the women bloggers?“ is probably not really looking.

„Glanzlos aus Hamburg“

Weil ich viel als freier Mitarbeiter für tagesschau.de arbeitete, interessiert es mich natürlich besonders: Im Rahmen eines Dossiers des Schweizer Medienhefts zu den Internet-Aktivitäten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat sich der Kommunikationswissenschaftler Robin Meyer-Lucht mit der Tagesschau-Website auseinandergesetzt – und geht mit ihr hart ins Gericht. Zuwenig eigenes journalistisches Profil, langweilig, zu langsam, unterfinanziert sind die Hauptkritikpunkte in seinem „Glanzlos aus Hamburg“ überschriebenen Artikel, der zum Teil auf älteren Forschungsergebnissen basiert. Vergleichsobjekt für Meyer-Lucht ist dabei immer wieder Spiegel Online.

Lesenswert sind auch die übrigen Texte des Dossiers , die natürlich besonders die die Situation in der Schweiz betrachten, wo die SRG offenbar auch erst spät in Sachen online schaltet (via netzpolitik).

Beim Online-Vorreiter BBC gibt es derweil deutliche organisatorische – und finanzielle – Umstrukturierungen. Bei Wortfeld pflückt NDR-Kollege Alexander Svensson die Entwicklungen auseinander, die bislang vor allem in der britischen Presse und Blogs Widerhall fanden.

Trendsport Happy Slapping

Dachzeilen und automatische Ressortzuordnungen sind ja manchmal ein Kreuz … mal wieder ein schönes Beispiel.

Screenshot Spiegel Online

2006.videojournalismus.org

Der erste und zunächst leider auch letzte Jahrgang des Projekts „Video- und Backpack-Journalismus“ am Institut für Journalistik der Uni Dortmund hat soeben seine Video-Website mit einigen Arbeiten veröffentlicht.

Im Großen und Ganzen ist das Seminar-Konzept aufgegangen: Ausgestattet mit der am Markt üblichen Technik für Videojournalisten haben acht Studierende gemeinsam mit mir als „Coach“ ein Jahr lang ausprobiert und gelernt, wie man solo Beiträge für das Fernsehen und das Internet produziert.

Ein paar Anmerkungen dazu gibt es hier.

Video-Interview mit Angela Merkel

Ich glaube, dass eine ganze Reihe von Leuten hier noch gar nicht so vertraut ist mit diesem Medium. Also wir haben es mehr so gemacht wie als wenn man eine Fernsehansprache hält, zum Beispiel eine Neujahrsansprache. Und dann habe ich aber gemerkt, dass es eine sehr große Resonanz gibt, und dann habe ich mich auch mit einigen darüber unterhalten, und dann ist mir bewusst geworden, dass es vielleicht doch noch etwas der neuen Möglichkeit und dem neuen Medium angepasst werden muss.

Bundeskanzlerin Angela Merkel über ihren Video-Podcast in einem Video-Interview, geführt von Katharina Borchert, gedreht und geschnitten von den Machern des Video-Blogs xolo.tv.

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