Niggemeier / „Musel mit dem Dönermesser“

Bildblogger Stefan Niggemeier bloggt privat nun auch und legt sich zum Auftakt gleich mal mit aus einer dumpfen, rechtsextremen Ecke stammenden Kommentatoren bei „Politically Incorrect“ an (via Wirres).

Im Quotenparadies

Es soll ja Print-Journalisten geben, die fürchten sich davor zu wissen, was ihre Leser eigentlich lesen und was nicht. Und während der klassische Branchenpart noch zaghaft über Sinn und Zweck des „Reader Scan“ diskutiert, hat sich in den Online-Redaktionsstuben längst der ständige Blick auf PageImpressions, Click-Through-Rates und HeatMap etabliert. Die Quoten werden immer genauer, immer schneller und immer besser in den Arbeitsalltag integriert.

Wie Klickzahlen die redaktionelle Arbeit verändern – ein Beitrag von Benedikt Tüshaus und Klaus Meier
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MSN braucht „Chef Redakteur“

Im „Journalist“ hat MSN eine ganzseitige Stellenanzeige geschaltet: Gesucht wird ein „Chef Redakteur“ für das Portalgeschäft, der mit seinem „Redaktions-Team“ laut Anzeige die Strategie festlegt und die „redaktionelle Vision“ für MSN.de ausführt. Außerdem ausgeschrieben: „Online Redakteur“ und „Channel Manager“. Künftige redaktionelle Schwerpunkte sollen „Nachrichten, Entertainment, Auto, Finanzen und weitere Services“ sein.

Der Relaunch des Portals, das ja bisher stark mit Tomorrow Focus zusammenarbeitet, wird für den 1.1.2007 angekündigt (Computerwoche dazu am 14. Juli). Bis dahin ist ja noch etwas Zeit, sich über Deppen Leer Zeichen und unsinnige Koppelungen aus Fugen-S und Bindestrich Gedanken zu machen. Agent Sick, übernehmen Sie!

„Zu viel Hetze“: Zeit.de schließt Kommentarbereich zur Nahostkrise

Der „taz“ war es heute eine Meldung wert: Bei Zeit.de können seit letzter Woche die Artikel zur Nahostkrise nicht mehr kommentiert werden. Chefredakteur Gero von Randow begründet dies so:

„Im Netz gibt es eine Vielzahl von miteinander debattierenden Zirkeln, und offenbar haben sie sich auf unserer Website festgesetzt; wir hatten es mit so vielen gegen Juden und Muslime hetzenden Beiträgen zu tun, dass wir sie nicht mehr einzeln entfernen konnten. Also haben wir zugesperrt.“

Randow spricht von „einer bitteren Entscheidung“. Zum Teil interessant sind die Leserkommentare dazu.

Bereits im März hatte die Redaktion den Kommentarbereich zum Tod von Slobodan Milosevic geschlossen. Wir berichteten darüber.

Zapp über die Readers Edition

Wenn es ein guter PR-Agent ist und der hat einen wirklich guten Text geschrieben, so what? Dann kann man den ja auch veröffentlichen. Ich möchte nicht wissen, wie viele Zeitungen ihre Buchbesprechungen einfach aus den Klappentexten abschreiben, ohne dass es dem Leser jemals mitgeteilt wird. Es geht um die Qualität der Texte und wenn die gut sind, dann soll sie der PR-Agent geschrieben haben.

Dr. Michael Maier, Chefredakteur der Netzeitung, über Bürgerjournalismus und die Gefahr der Vermengung mit PR bei der Readers Edition (O-Ton aus einem TV-Beitrag, der beim NDR-Medienmagazin Zapp gelaufen und online abrufbar ist).

Das nächste Mal wird Schleichwerbung teuer

Die Berliner Justiz hat Bild.de einen kräftigen Nasenstüber verpasst.

Das Kammergericht Berlin erließ in zweiter Instanz eine einstweilige Verfügung (pdf)18, die es Bild.T-Online untersagt, in gleicher Weise in redaktionell gestalteten Beiträgen für einzelne Unternehmen zu werben. Andernfalls muss Bild.T-Online Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro zahlen.

formuliert Bildblog nüchtern.

Bei uns berichtete Stefan Niggemeier vor gut einem Jahr „Über das Glück, Bildblog zu machen“.

Mitmachjournalismus, böser

Wenn ein Bild sehr gut ist oder einmalig, landet es auf der Titelseite. Ist ein Text langweilig, wird er höchstens vom Autoren und den Betroffenen gelesen. – Für Citzen Journalism gilt das gleiche wie für professionellen Journalismus. Im Guten aber auch eben auch im Schlechten, worauf in den letzten Tagen zahlreiche Medienberichte über „Bürger-Paparazzi“ aufmerksam machten. Weiterlesen …

Halbwertszeit von Online-Meldungen

Florian Rötzer hat sich bei Telepolis vor kurzem mit einer US-Studie beschäftigt, die zu einem folgendem Schluss kommt:

Die Halbwertszeit von Artikeln in Online-Medien folgt einem allgemeinen Muster und hängt weniger von der Popularität, sondern von der Präsentation und den Verhaltensmustern der Besucher ab

.

Eine US-Studie unter Leitung von Dr. Albert-László Barabási von der University of Notre Dame kommt zu dem Ergebnis, dass die Halbwertszeit […] 36 Stunden beträgt. In dieser Zeit hat rund die Hälfte der Leser eines Artikels den Beitrag gelesen.

Die Studie ist von 2005 und hat vor allem eine (ungarische) Website untersucht. Hier wurde schon einmal darüber berichtet.

Europäische Online-Medien

Collage: Eurosites

Was zeichnet europäische Online-Medien aus? Pascal Deter ging dieser Frage im Rahmen seiner Diplomarbeit nach, untersuchte bereits bestehende Angebote und erarbeitete Anforderungen für künftige Projekte. Kann das Internet zur Entwicklung einer europäischen Öffentlichkeit beitragen? Die Voraussetzungen sind gegeben. Nötig ist es zweifellos.
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Weblogs, Forschung, Kritik

Der Bamberger Medienforscher Jan Schmidt kündigt eine Nachbefragung zu seiner Studie „Wie ich blogge?!“ (erste Welle: über 5000 Umfrageteilnehmer) an, deren Ergebnisse im September veröffentlicht werden sollen. Spannend zu lesen ist außerdem Schmidts konstruktive Auseinandersetzung mit dem Buch „Kopfjäger im Internet“, der Blog-Studie von Matthias Armborst. Schmidt setzt Armborsts Erkenntisse, die sich ja speziell mit dem Thema Blogs und Journalismus beschäftigten, in Bezug zu den Ergebnissen seiner eigenen, breiter angelegten Untersuchung.

In dem Zusammenhang noch mal der Hinweis auf unser altes Dossier zum Thema („Einmal gebloggt, nie mehr gestoppt“), das in vielem nichts von seiner Aussagekraft verloren hat.

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