Mini-Trend: Mehrteilige Aufmacher

Aufmacher, die eine Handvoll Themen durchrotieren lassen, sieht man in letzter Zeit öfter. Zum Beispiel bei CNET, bei InsideBayArea.com (= Oakland Tribune) oder, eine Variante, bei Yahoo Tech.

Vor vielen Jahren hat MSNBC.com mit ähnlichen Features auf der Homepage experimentiert. War damals nicht lustig: Die meisten User hatten sehr wenig Bandbreite – bis alles geladen war, verging reichlich Zeit. Ist heute alles etwas entspannter.

Was Usability angeht, sind mehrteilige Aufmacher, die wie eine Slideshow durchrotieren, nicht ganz unproblematisch. Bei InsidebayArea.com wechseln die Themen für meinen Geschmack zu schnell, es gibt zu viel Text in relativ schwer lesbarer Schrift. Etwas frustrierend, wenn einem die Themen immer wieder davonlaufen, ohne dass man fertiglesen konnte. CNET ist besser: Mehr Zeit, kürzere Texte, gut lesbare, scharfe Schrift.

Nachrichtenatlas bei tagesschau.de

Für uns in der Redaktion von tagesschau.de sind es ein paar lästige Klicks mehr vor dem Veröffentlichen eines Artikels, für künftige Kommunikationswissenschaftler macht es vielleicht Forschungsprojekte zum Blickwinkel der Medien leichter. Jede Meldung bei tagesschau.de wird seit einigen Wochen auch geographisch einem Ort zugeordnet. Das ist keine Schikane der Webmasterei, um die Redakteure zu quälen, sondern ein meiner Meinung nach sehr cooles Feature.

Das Teil ist seit ein paar Tagen live. Die Nutzer können sich nun auch die Meldungen auf dem neuen Nachrichten-Weltatlas anzeigen lassen. Dargestellt werden bis zu 30 Tage alte Meldungen. Die Karten dort lassen sich auch zoomen, zudem gehört auch ein Länderlexikon dazu.

Unfein: trueffeljaeger betreiben Nutzerverarschung

Ich habe die trueffeljaeger kostenlos abonniert. Was sind denn die trueffeljaeger? “Deutschlands erstes PDF-Magazin für Werbung, Medien und Trends”. In immer unregelmäßigeren Abständen kommt das Magazin per E-Mail. Die heutige Mail war besonders lustig, meinen die trueffeljaeger.
Weiterlesen …

20 Millionen Redakteure gesucht!

Ja, Sie lesen richtig, mit dieser Headline wirbt die Netzeitung für ihr neues Projekt Readers Edition, dort heißt es:

“Deutschlands erste Internet-Zeitung erweitert ihr Korrespondenten-Netz. Wir suchen 20 Millionen Mitarbeiter. Wir erwarten Berichte, Artikel, Nachrichten, Fotos aus allen Ländern zu allen Themen. Jeder soll veröffentlichen, der mehr weiß als wir. Chefredakteure und Ressortleiter werden vom Volk gewählt.”

Weiterlesen …

Zeit: Chance verschenkt

Über die Bedeutung des Wörtchens interaktiv ist schon viel theorisiert worden – mit schwankendem Erkenntnisgewinn. Festzuhalten bleibt eines: Nicht alles, bei dem man mal ein bisschen mehr klicken kann, ist interaktiv. Deshalb ein kräftiger Rüffel an Zeit Online.

Weiterlesen …

Ball- und Kamerakünstler gesucht

“Citizen Media” trifft es besser als “Citizen Journalism” – der WDR sucht kurze Digitalfilme von Hobbykickern, die online und im TV präsentiert werden sollen. Upload bis maximal 20 MB vorbildlich unter prägnanter URL (www.gut-am-ball-wdr.de).

Ehrensenf bei Spiegel Online

Gemunkelt wurde es ja schon eine Weile, seit heute offiziell:

Skurrile Netzfundstücke, schräge Websites und die bizarrsten Meldungen des Tages: Das Ehrensenf-Team findet sie alle und mixt sie zu einem unwiderstehlichen Humor-Cocktail. Die unkonventionellste Nachrichtenshow im Netz. Jeden Tag Ehrensenf. Jeden Tag auf SPIEGEL ONLINE.

In dem gerade im Journalist ersc hienenen Interview hatte Chefredakteur Blumencron sich in dieser Angelegenheit noch ausweichend geäußert.

Das Interview ist lang und lesenswert, wofür man allerdings einen Blick in die gedruckte Ausgabe (05/2006 ) werfen muss. Tenor: “Wir sind positiv nervös” – was die Entwicklung des Mediums insgesamt, aber auch der Konkurrenz für SpOn angeht. Wer vergleichen möchte: onlinejournalismus.de hat Blumencron 2004 (“Kein Investmentbanker-Modell”) und 2003 (“Nur wenige werden überleben”) interviewt.

Nachtrag:
Falk Lüke referiert ein wenig ausführlicher aus dem Interview – und verweist auf ein neues Watchblog-Projekt mit Zielobjekt Spiegel Online, dass sich aber seine Sporen auch erst noch verdienen muss.

Eine Milliarde SMS- wofür? (Tag 2 der WeMedia-Konferenz in London)

Die Chinesen sind zufrieden mit der Politik ihrer Regierung, die Araber mit ihren Medien. In Indien wird nicht zensiert, und eine Milliarde SMS an die Macher der „Wer wird Millionär“-Show in Indien sind citizen journalism. So könnte man Vormittag des zweiten Tags beim Global Forum zusammenfassen. Falls das für manchen Leser zynisch klingt, so kommt das nicht von ungefähr.
Weiterlesen …

WeMedia-Konferenz in London, Nitin Desai – Berater von Kofi Annan

Nitin Desai – Berater von Kofi Annan, hatte einige sehr interessante Bemerkungen, weshalb ich ihn gern ausführlicher zu Wort kommen lasse.
Weiterlesen …

WeMedia-Konferenz in London, Tag 1/2

Das Vertrauen in die Medien ändert sich. Allerdings weiß niemand genau, wie.

“Trust”, Vertrauen, war das große Thema des ersten Panels der WeMedia-Konferenz in London, die heute und morgen bei der BBC und bei Reuters stattfindet. Mit dabei viele derjenigen, die in der Szene Rang und Namen haben. Ob das was hilft, lasse ich erstmal dahin gestellt. Die erste Diskussionsrunde hat jedenfalls nicht den Eindruck vermittelt.
Weiterlesen …

 « 1 2 3 ... 95 96 97 98 99 100 101 ... 106 107 108 »


onlinejournalismus.de beobachtet die Entwicklung des Journalismus im Internet.

onlinejournalismus.de wird mit WordPress betrieben (Theme: Modern Clix von Rodrigo Galindez).