Schnell und unkompliziert: Test.de-Artikel per Handy bezahlen

Von Thomas Mrazek am 15. Februar 2010

Wenn es um das Thema Paid Content geht, wird die Stiftung Warentest stets als einer der Pioniere auf diesem Gebiet genannt (siehe auch Onlinejournalismus.de vom 15.07.2002!). Und bei Test.de funktioniert das Ganze auch: „Im Jahr 2009 riefen Nutzer fast 800.000 kostenpflichtige Inhalte für insgesamt mehr als 1,5 Millionen Euro ab“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stiftung Warentest.

Seit heute bietet die Stiftung Warentest auf Test.de ein neues Bezahlverfahren per Handy an. Der Artikelkauf über das Handy funktioniert ohne Registrierung, lediglich die Handynummer muss bei der Bestellung auf Test.de eingegeben werden. Dann erhält der Nutzer eine SMS mit einer Transaktionsnummer (TAN) zugeschickt. „Diese gibt er im zweiten Schritt online ein. Unmittelbar nach der Bestätigung sind die kostenpflichtigen Inhalte freigeschaltet“, heißt es in der Beschreibung. In rund 30 Sekunden wird der gewünschte Artikel freigeschaltet. Abgerechnet wird über die Mobilfunkrechnung.

Ob andere Anbieter dieses unkomplizierte Verfahren demnächst auch anbieten werden?

“We’re all gonna die”

Von Fiete Stegers am 12. Februar 2010

Der dänische Fotograf Simon Hoegsberg hat ein hundert Meter (oder viele Pixel) langes Bild aus den Einzelfotos von 178 Menschen angefertigt, die innerhalb von 20 Tagen über eine Brücke in Berlin gingen.

But see for yourself - wow! (via Interactive Narratives)

DSLR News Shooter

Von Fiete Stegers am 13. Januar 2010

Um Nachrichten-Kameraleute, die mit (hochgerüsteten) Spiegelreflex drehen, geht es im Blog “DSLR News Shooter” von Dan Chung.

“So aufregend die schöne neue DSLR-Welt auch ist: Sie bleibt zunächst weiterhin der fiktionalen und der dokumentatorischen Schiene vorbehalten. Halt allem, was nicht bei Drei schon auf dem Sendemast sitzen muss”, kommentiert Markus Hündgen angesichts der Produktionsdauer eines dort Beispiels aus dem Blog.

(via Claus Hesseling/Regina McCombs).

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Abendblatt.de verliert im Dezember überdurchschnittlich Visits

Von Fiete Stegers am 11. Januar 2010

Das “Hamburger Abendblatt” hat im Dezember deutlich an Reichweite eingebüßt. Die Zahl der bei der IVW gemeldeten Visits sank von 6,4 Millionen im November auf 5,6 Millionen im Dezember. Das sind fast 14 Prozent weniger als im November. Blickt man allein auf die Angebotsteile, die gegenüber der IVW als redaktioneller Content definiert werden, ergibt sich ein ähnliches Bild (13,2 Prozent weniger Kategorien-Visits aus dem Inland).

Sind die Verluste darauf zurückzuführen, das Besucher von Abendblatt.de seit dem 15. Dezember regionale Beiträge nur gegen Bezahlung abrufen können (es sei denn, sie kommen über Suchmaschinen)? Das lässt sich aus den Zahlen (Excel-Datei) auf den ersten Blick nicht herauslesen. Zwar waren die Visit-Einbußen stärker als im Vergleich November/Oktober (minus 5,4 Prozent). Aber im Dezember ist auch die Gesamtzahl der Visits aller bei der IVW gemeldeten Angeboten zurückgegangen (minus 3 Prozent), sicherlich wegen der Feiertage. Auch Spiegel Online verbuchte beispielsweise rund 7,5 Prozent weniger Visits, tagesspiegel.de und taz.de ähnlich wie das Abendblatt jeweils rund 14 Prozent Verlust.

Wie sieht es bei der “Berliner Morgenpost” aus, die ebenfalls zum Springer-Verlag gehört und zeitgleich mit dem “Hamburger Abendblatt” ein entsprechendes Bezahlmodell eingeführt hat? Dort sind die Visits im Dezember noch drastischer gesunken – um mehr als 20 Prozent. Das könnte möglicherweise ein Indiz dafür sein, dass der Rückgang bei beiden Sites tatsächlich mit der Bezahlschranke für die lokalen Inhalte zu tun hat, da diese bei der “Berliner Morgenpost” mutmaßlich noch eine größere Rolle spielen als beim “Hamburger Abendblatt”, die gerne ihren überregionalen Anspruch herausstreicht.

(Hinweise und Meinungen zur Deutung der Zahlen gerne in den Kommentaren.)

Weitere Links
… im übrigen Internet:

  • Horizont.net Bild.de überholt Spiegel Online
  • Meedia - mit ähnlichem Tenor aber ausführlicheren Betrachtungen.

Audio-Slideshow vs. Video: Nie mehr als Nische?

Von Fiete Stegers am 10. Januar 2010

Soundslides-Logo [Montage]
Matthias Eberl hat kürzlich den Deutschen Reporter-Preis für eine Audio-Slideshow gewonnen und dabei einige Aufmerksamkeit auf diese onlinespezifiische Darstellungsform gelenkt, für die er sich seit Jahren einsetzt.

Fabian Mohr hat sich nun Gedanken zum Thema Audio-Slideshow vs. Video gemacht und kommt zu dem Schluss: Audio-Slideshows “stagnieren kreativ”. Sie werden nie aus der Nische herausfinden, waren vielleicht nur ein Übergangsphänomen multimedialen Erzählens. Mit HD und videofähigen DSLR-Kameras geraten reine Audio-Slideshows ins Hintertreffen, meint der Zeit Online-Entwicklungsredakteur, der beide Darstellungsformen kennt und beherrscht. Er führt einige treffende Argumente ins Spiel, unter anderem:

  • den Arbeitsaufwand für eine ausgefeilte Slideshow
  • die Tatsache, dass schon ein schlechtes Bild in einer Slideshow enorm stören kann - während eine Video-Sequenz weniger störend auffällt
  • die Hürden, die es selbst beim Erstellen mit dem Wunderwerkzeug Soundslides innerhalb einer Online-Redaktion gibt (FTP-Upload-Rechte? Einbinden externer Flash-Objekte?)
  • die auf Video ausgelegte Infratstruktur von Online-Redaktionen und externen Hosting-Plattformen

Wer als Multimedia-Reporter arbeiten will, solle sich auf Video konzentrieren, rät Fabian Mohr deshalb. Richtig? Ich finde viele Argumente sehr nachvollziehbar, vermisse ähnlich scharfe Überlegungen für den Einsatz von Video. Dort hat sich ja einerseits immer wieder gepredigte Einsatz von schnell gedrehten Sequenzen, die in textegetriebene Beiträge eingebunden werden, bisher - ähnlich wie die Slideshows - noch nicht durchgesetzt. Und qualitativ hochwertige gedrehte und geschnittene Video-Beiträge sind andererseits in der Gesamtproduktion immer noch ein wenig komplexer zu erstellen als vergleichbare Audio-Slideshows.

In nächster Zeit werden sich die Produktionsvoraussetzungen dank Flip-Kameras in Lokalredaktionen und videofähigen DSLR weiter verändern. Aber die potenziellen technischen Möglichkeiten bedeuten ja nicht zwangsläufig, dass diese auch extensiv genutzt werden: Kurze Video-Schnipsel, aufwändige Audio-Slideshows und noch aufwändigere Kombinationen aus Video, Audio und Stills könnten auch weiterhin die Ausnahme bleiben, während eingleisige Formate - stumpfer Text, bloßes Video oder stumpfe Bilderstrecke - weiter dominieren.

(Matthias Eberl und Fabian Mohr sind/waren Autoren von onlinejournalismus.de).

Weitere Links
… bei onlinejournalismus.de:

Stimmen zu Fabian Mohrs Blog-Post:

  • Marco Maas: “[Fabian Mohr] hat wohl leider recht.”
  • Oliver Bechmann: “… fasst gut zusammen, warum ich mich von Soundslides & Audio-Slideshows ab- und den Video-Audio-Slide-Kombis zugewandt habe. […] Ich glaube allerdings nicht an das vollständige Aus der Audioslideshows.”
  • Steffen Leidel (Deutsche Welle) “Im Prinzip stehen wir am Ende der Ära von reinen Audioslideshows und am Anfang einer neuen Zeit im Multimedia-Storytelling, in der es um die Frage geht, wie man Foto, Ton und Film am besten zusammenführt.”
  • Markus Hündgen (DerWesten): “Auch wir haben damit experimentiert. Und nach einigen Versuchen das Stilmittel zu den Akten und Soundslides in den Papierkorb geschoben. Ausschlaggebend war nicht das User-Feedback - dieses war durchgehend positiv - sondern schlicht ökonomisches Kalkül.”
  • Dirk Kirchberg (HAZ): “Guter Journalismus, egal welche Gattung, war schon immer eine Nische (…). Daher darf es nicht um Technik oder Vermarktung gehen.”
  • Fabian Schweyher: Das Missverständnis liegt in der Annahme, dass Audio Slideshows eine gleichwertige Alternative zu Videos darstellen. Denn Ton-Bild-Strecken bieten sich nur für ganz bestimmte journalistische Darstellungsformen an.

Gelungene Sueddeutsche.de-App und ein neues App-Blog

Von Thomas Mrazek am 5. Januar 2010

Werbung für die iPhone-App der SZ (Screenshot)

Ausgerechnet ein geschätzter Kollege den ich eher für einen Paid-Content-Skeptiker halte, machte mich eben in einem Twitter-Beitrag auf die App von Sueddeutsche.de aufmerksam: Giesbert Damaschke schrieb dort: “Ah, die SZ als iPhone App – für 1,59 im Monat könnte ich das glatt abonnieren.”

Dabei braucht man – zunächst – gar nicht die kostenpflichtige “Gold-Version”, denn die so genannte “Basic-Version” tut’s auch: Ohne Schnickschnack findet man dort übersichtlich angeordnet eine Auswahl von 15 Ressorts unter “News”; sehr gut angepriesen wird auch die Paradedisziplin der “Süddeutschen Zeitung”: aktuelle Meinungsbeiträge finden sich unter einem eigenen Menüpunkt (auf der Website geht diese Rubrik neben vielen anderen eher etwas unter).

In der Gold-Version auf deren Existenz man beim Aufruf der Kostenlos-Version in einem zehnsekündigen Vorspann zwangsweise hingewiesen wird, gibt es eine “Offline-Nutzung durch Download-Funktion”, einen News-Alert und keine Werbung – für 1,59 Euro/30 Tage. Mehr bei Sueddeutsche.de.

Sicher ist das Ganze nicht perfekt und bietet auch keine endgültige Lösung der Finanzierungsfrage, aber die Münchner Tageszeitung bietet damit einen weiteren, unprätentiösen Einstieg in den Mobil-Bereich.

Neues App-Blog
Zum Jahresanfang haben altbekannte Blogger und Journalisten, nämlich Franziska Bluhm, Daniel Fiene, Thomas Knüwer und Jens Schröder ein Blog “über Smartphone-Apps für iPhones & Co.” gestartet: Mind the App.

Nachtrag 06.01.2010
Was natürlich bei den Sueddeutsche.de-Artikeln, die alle aus der aktuellen Online-Ausgabe kommen, fehlt, ist der Datumsstempel, den es auch in der in der Bezahlversion nicht gibt. Iphone-Nutzer haben offenbar schon länger auf dieses Angebot des Süddeutschen Verlags gewartet – bei Itunes liegen sowohl die kostenlose als auch die kostenpflichtige Version in der Kategorie Nachrichten bei den Downloads derzeit an zweiter Stelle. Bei den meistgekauften Apps steht “Bild” (0,79 Euro) an erster Stelle, Dritter ist Welt Mobil (1,59 Euro).

Nachtrag 11.01.2010

Spreeblick bemängelt via Twitter: Habe die Push-Benachrichtigungen über “Eilmeldungen”, die ich schon vor zwei Tagen gelesen habe, abgestellt.

Sueddeutsche.de berichtet heute in einem Artikel: “App in die Zukunft! iPhone: Verleger hoffen”; im Vorspann heißt es: “Goldgräberstimmung im Online-Journalismus: Bezahl-Apps für das iPhone sind ein Verkaufsschlager. Damit könnten Nachrichten im Netz endlich profitabel werden.” Zahlen, die diese Aussagen belegen, werden allerdings nicht genannt.

Nachtrag, 18.01.2010
Das Upload Magazin meint “Peinlich, peinlich: “Süddeutsche Zeitung” kauft sich lobende Blogposts” für die iPhone-App. Die zuständige Marketing-Agentur Trigami reagiert mit einer Stellungnahme.

Kleiner Relaunch bei taz.de

Von Thomas Mrazek am 29. Dezember 2009

Zum 3. Januar kündigt im taz-Hausblog der Leiter von taz.de, Matthias Urbach, “ein neues und großzügigeres Layout” seiner Seite an. Die umfangreiche Internet-Berichterstattung soll in einem neuen Ressort “Netz” ausgebaut werden. Urbach resümiert, dass 2009 ein gutes Jahr für taz.de gewesen sei, zugleich räumt er aber auch ein, dass das Angebot trotz gestiegener Anzeigenerlöse “die vollen Kosten der Onlineausgabe noch nicht erwirtschaften” könne.

Weitere Artikel über taz.de bei onlinejournalismus.de

Nachtrag 03.01.2010
“Der Relaunch wird sich ein paar Tage verzögern”, schreibt Matthias Urbach im taz-Hausblog, es gibt technische Probleme, zutreffend ist der Beitrag “Eichhörnchen beim Relaunch” betitelt.

Nachtrag 07.01.2010
Während der Relaunch noch auf sich warten lässt, berichtet einer der beiden “taz”-Geschäftsführer, Andreas Bull, heute im taz-Hausblog über “Spektakuläre Zuwächse bei der Nutzung von taz.de”.

Bull nennt einige Zahlen, die dieses Wachstum belegen, unter anderem diese: Im 4. Quartal 2009 hatte taz.de 9.849.589 Visits während es 2008 im gleichen Zeitraum noch 5.731.321 Visits waren - ein Zuwachs von 4.118.268 Visits (72 Prozent).

“Die wahrscheinlich eigentlich wichtige Nachricht daran ist, dass diese Zuwächse nicht durch oberflächlich pfiffige Suchmaschinenoptimierung oder hinterhältige „clickmonster“, die unbefangene Besucher zu immer neuen Seitenaufrufen verführen, oder durch publizistisch abwegige Spieleangebote „generiert“ sind. Sie sind vielmehr Ergebnis von sorgfältiger Präsentation originärer Texte der taz-Redaktion und Beteiligung der Lesenden an den Debatten, die dadurch angestoßen werden.”


Nachtrag 15.01.2010

Es ist vollbracht! “Die Web-Revolution fällt aus”, stichelt Meedia. Es ist tatsächlich nix Sensationelles nicht, solide Arbeit und eben richtig bemerkt Stefan Winterbauer bei Meedia, dass es bei der “taz” eh mehr auf die Inhalte als auf die Verpackung ankomme. Allerdings sollten die taz.de-Verantwortlichen auch einige der im taz-Hausblog geäußerten Kritiken an Technik und Barrierefreiheit der neuen Seite berücksichtigen.

Vertane Chance

Von Fiete Stegers am 17. Dezember 2009

Spiegel Online bietet eine großformatige Infografik zum Luftangriff bei Kundus - die leider aber in der vorliegenden Form überhaupt nicht funktioniert. Man sieht ihr an, dass sie fürs gedruckte Heft produziert und nicht onlinegerecht angepasst wurde. Schade.

Selbstmörderisch? Hamburger “Abendblatt” startet mit Paid Content

Von Thomas Mrazek am 15. Dezember 2009

abendblatt.de (Screenshot)

“Vielleicht ist es aussichtslos. Vielleicht ist es selbstmörderisch. Vielleicht ist es auch unverschämt. Doch vor allem ist es eins: Es ist alternativlos”, orakelt Matthias Iken auf Abendblatt.de, weiter heißt es: “Der Zugriff auf Lokal- und Regionalberichte sowie das Archiv ist nun für 7,95 Euro pro Monat im Abo zu haben. Für Zeitungs-Abonnenten bleibt das komplette Angebot von abendblatt.de kostenfrei.”

Nachtrag, 15.12.09, 18.50 Uhr
Herrje, ich habe nur wenig Zeit, hier etwas zum Thema zu schreiben, wer eine fundierte Analyse sucht, findet sie bei Stefan Niggemeier. Nur ein paar Notizen: “Eine neue Phase des Journalismus im Internet beginnt”, heißt es bei Abendblatt.de verheißungsvoll, das ist nicht ganz richtig.

Der Axel Springer Verlag startete unter dem Markennamen “Go On” schon im September 1996 (!) in Hamburg und Berlin lokale Angebote, die nur über T-Online erreichbar waren. “Bis Ende 1997 sollen 10.000 zahlende Mitglieder pro Stadt gewonnen werden”, schreibt Klemens Polatschek in einem Papier mit dem Titel “When Newspapers Go Electric - Bausteine zu einer Chronologie des Hypes” (PDF-Dokument). Springer soll in diese Projekte 30 Millionen Mark investiert haben. Das Projekt scheiterte. Lesenswert hierzu auch ein DPA-Artikel von Christoph Dernbach bei Heise Online aus dem Jahr 2001 mit dem bezeichnenden Titel “Bezahl-Web - Springer, geh du voran …”.

Übrigens gibt es solche Formen des Bezahljournalismus längst bei anderen Angeboten, wie etwa bei der Sächsischen Zeitung Online. Dort wurden die Bezahlschranke wohl auch nicht über Nacht eingeführt. Unter anderem an dieser meines Erachtens kundenunfreundichen Vorgehensweise wird das Experiment beim Hamburger “Abendblatt” und bei der Berliner “Morgenpost” wohl scheitern (apropos über Nacht, Chip Online weist schon auf eine “löchrige Content-Sperre” hin …, aber das wird sich ja wohl beheben lassen, ebenso wie die undeutsche Datumsanzeige “December”).
Obendrein gibt es noch eine “Hintertür” für die Leser, die via Suchmaschinen auf die kostenpflichtigen Artikel zugreifen können, wie unter anderem DWDL berichtet.

Wie könnte es weitergehen? Klar wird es signifikante Einbrüche bei der Reichweite geben, das ist freilich einkalkuliert, andererseits wird das starre Abo-Modell wie beim “Abendblatt” wohl nicht lange Bestand haben. Spätestens im Januar, Februar könnte ich mir vorstellen, dass lokale und regionale Inhalte zu einem geringen Teil wieder frei erhältlich sein werden und das es vielleicht flexiblere Preismodelle geben wird.

Dass die Kassenhäuschen wieder verschwinden, könnte ich mir hingegen frühestens im Sommer vorstellen, aber das ist eher unwahrscheinlich, weil es auch mit einem Gesichtsverlust verbunden wäre. Von Seiten des Axel Springer Verlags wird in den nächsten Wochen wohl eher gut kontrollierter PR-Sprech in dieser Sache zu hören sein: “Unser Paid Content-Angebot wird für uns selbst überraschend gut angenommen, kaum Reichweitenverluste”; Leserstimmen, Testimonials: “Das ist es mir wert!”.

Nachtrag, 16.12.09, 9.30 Uhr
Auf Abendblatt.de äußern sich prominente Befürworter des Paid Content-Angebots “Guter Online-Journalismus ist umsonst nicht zu haben” und weniger Prominente, die das Bezahlangebot eher ablehnen: “Das denken Leser und Internet-Community - “Das wird sich nicht durchsetzen”.

Weitere Links
… bei onlinejournalismus.de

IVW: Klickvieh zählt weniger

Von Fiete Stegers am 8. Dezember 2009

Die IVW veröffentlicht die Online-Nutzungsdaten für November in einer “einer neu strukturierten und im Datenangebot erweiterten Ausweisung” (Pressemitteilung). Künftig sollen Visits statts PIs entscheidend sein.