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Die Preisträger des Grimme Online Awards 2009

… werden heute Abend bei der Preisverleihung in Köln bekanntgegeben. So zumindest der Plan.

Hier ist die Liste der nominierten Websites.

Nachtrag, 22:30 Uhr

Und hier die Preisträger:

Information: Carta, Blog von Jens Weinreich, ZDF Parlameter

Wissen und Bildung: Design Tagebuch

Kultur und Unterhaltung: Krimi-Couch.de, TOM und das Erdbeermarmeladebrot mit Honig

Spezial: Byte FM

Publikumspreis: Wissen macht Ah!

Die Jury hat eine gute Auswahl getroffen: Parlameter und Jens Weinreich haben wir bei onlinejournalismus.de auch in hohen Tönen gelobt, besonders freut mich darüber hinaus die Ehrung für das häufig von mir zitierte Design Tagebuch. Carta taucht bei uns auch häufiger auf – da ist aber sicher noch Raum nach oben. Und Byte FM kann ich zum Reinhören nur empfehlen. Der unbekannte Rest lohnt sich dann sicher auch zu entdecken.

Unterstützt Jens Weinreich!

Jens Weinreich ist freier Sportjournalist, Gründer des Sportnetzwerkes und bekannterweise kein Vertreter eines Jubeljournalimus. Er liegt seit Monaten in einem Konflikt mit dem Deutschen Fussball-Bund (DFB), der beispielhaft für den Umgang grosser Organisationen mit Journalisten ist.

Da der Konflikt mit dem DFB seine finanziellen Mittel zu übersteigen droht, bittet Jens Weinreich nun um Spenden. Über die Hintergruende informiert er in seinem Weblog: Zwanziger/DFB ./. Weinreich: Spenden und Mitleidsbekundungen (22. Februar 2009)

Kontoname: Spenden DFB ./. Weinreich
Kontonummer: 1005801897
Deutsche Kreditbank AG (BLZ 12030000)
BIC/SWIFT BYLADEM1001
IBAN DE71120300001005801897

Diesen Text entnahm ich dem sehr empfehlenswerten Newsletter des Netzwerk Recherche.

Update 02.03.2009
“Am Donnerstag, 5. März, kommt es vor dem Landgericht Frankfurt am Main zur nächsten Verhandlung über den Widerspruch des DFB gegen eine von Weinreich erwirkte Gegendarstellung zur diffamierenden und mit Unwahrheiten gespickten Pressemitteilung des DFB vom 14. November 2008″, meldete heute der Newsletter des Sportnetzwerks.

Jens Weinreich Sport- und Onlinejournalist des Jahres

Nachdem er vor wenigen Tagen vom “Medium Magazin” zum Sportjournalisten des Jahres ernannt wurde, gab es gestern beim Goldenen Prometheus des Medienmagazins “VISDP” eine weitere Auszeichnung für Jens Weinreich: Onlinejournalist des Jahres.

Selbstverständlich kannmuss man Journalisten- und Medienpreise kritisch betrachten. “Mit ihren Bewertungskriterien sollen sie handwerkliche Standards festlegen und damit zur Professionalisierung beitragen”, schrieb ich 2002 – ach, was für ein edles Ansinnen, könnte ich in der Rückschau über mich selbst höhnen.

Aber bei Jens Weinreich kann ich guten Gewissens sagen, dass die Juroren mit seiner Wahl allein diesem hehrem Anspruch gerecht werden. Denn sie weisen damit auf die Arbeit eines Journalisten hin, der unter anderem mit beharrlicher und unbequemer Recherche aber auch mit dem vielfältigen und umfangreichen Publizieren auf seinem Weblog nolens volens so etwas wie Vorbildcharakter erlangt hat. Wir gratulieren Jens Weinreich!

Nachtrag 06.02.09

Eine “Inflation der Journalistenpreise” moniert der Evangelische Pressedienst und schlägt zugleich einige neue, eher nicht ernst zu nehmende Journalistenpreise vor.

Wie Journalismus im Internet finanziert werden kann, neues Beispiel

Da wir uns ja hier öfters Gedanken um dieses Thema machen, möchte ich gerne auf ein von Jens Weinreich angepriesenes Projekt hinweisen, Jens schreibt in seinem Blog:

“Ein sensationelles journalistisches Internetprojekt über den Einfluss der Mafia im osteuropäischen Fußball, finanziert von den Vereinten Nationen im Rahmen des Organized Crime and Corruption Reporting Projects (OCCRP) von Paul Radu und Drew Sullivan. (btw ist das ein sehr schönes Beispiel dafür, wie Journalismus im Internet auch finanziert werden kann: über internationale Organisationen, Stiftungen und Projekte).”

Vielleicht findet der ein oder andere mal die Zeit, sich das genauer anzuschauen.

Nachtrag 16.01.09

Ulli Schauen weist auf der Mailingliste des Jonets auf folgendes hin (ich gebe Ulli da recht):

Das ist dann aber nicht mehr Journalismus “pur” – der sich an den Kriterien Aktualität, Relevanz, Nähe etc. orientiert. Sondern PR-Journalismus, der induziert und evt. auch geleitet ist von den Interessen der Organisation, die ihn sponsert.

Ich mache da keinen systematischen Unterschied zwischen eindeutig unterstützenswerten Sponsoren und anderen.

Und, klar, leider wird der Journalismus “pur” auch seltener, weil unter anderem die Kriterien Genre, Format, Einschaltquote, die Eigeninteressen der Medieneigentümer, Sparwut und Geldmangel und diverse Leser(des)interessen die “puren” Kriterien verwässern.”

Blogs, Meinungsfreiheit, PR & Lügen: DFB vs. Jens Weinreich

Der freie Sportjournalist Jens Weinreich hatte im Juli im Blog Indirekter Freistoss in einem Leserkommentar den DFB-Präsidenten Theo Zwanziger als “unglaublichen Demagogen” bezeichnet.

“Dagegen hatte Zwanziger vor Gericht geklagt und bis jetzt zwei Mal verloren, ein drittes Mal [wollte] er es offenbar in seiner Heimat Koblenz versuchen. Nun macht sein Verband aus dem Schmierenspiel eine einzige dummdreiste Lüge und fantasiert von einer diffamierenden Kampagne, die der Journalist angezettelt habe. Kein Wort von den verlorenen Prozessen, kein Wort davon, dass der Journalist nicht eingeknickt ist und keine Erklärung abgegeben hat, sondern bei seinem Wortlaut bleibt”,

beschreibt Hal Faber in seiner Heise.de-Kolumne “Was war. Was wird.” den Sachverhalt. Weiter heißt es dort:

“Vom DFB-Präsidenten ist dieser Satz unstrittig zitierbar: “Wenn sie die Kommunikationsherrschaft nicht haben, sind sie immer Verlierer.” Ein Verlierer will er auf keinen Fall sein, der Kommunikationsherrscher. Was ist eigentlich jemand, der zwei Gerichtsbeschlüsse unterschlägt? Macht ihn die Defraudation zu einem Defraudagogen?”

Wer den ganzen Sachverhalt noch mal nachlesen will (es lohnt sich wirklich!), möge die folgenden Quellen nutzen. Die Sache bietet viel Materie für Lehrbücher oder Seminare: Ob – wie zuletzt – völliges PR-Versagen, Medienethik, das Ausreizen der Meinungsfreiheit oder irrationale Ängste vor der Internet-Kommunikation. Und alle Quellen sind so weit als möglich für jedermann zugänglich. Weiterlesen …

“Einfach der Wahnsinn” – ein ORF-Blog aus Peking

Vor einigen Tagen habe ich hier das Blog des freien Journalisten Jens Weinreich als großen Blogsport angepriesen. Auch der Österreichische Rundfunk bloggt aus Peking: “Thomas Hölzl schildert in seinem Blog Eindrücke und Impressionen rund um die Olympischen Spiele in China”.

Wer’s gerne “kuschelig” mag, der kommt in diesem “Blog” (ohne Kommentarfunktion!) voll auf seine Kosten: Hölzl findet einfach alles leiwand, gigantisch, supertoll (“Einfach der Wahnsinn”) und – ganz wichtig für ein Blog – er bietet viele handverlesene Links zu den Architekten der Spielstätten, der Wettervorhersage für Peking, dem Hotel undsoweiterundsofort … Endlich wird man als Leser mal nicht der ständigen Stinkstiefelei von Journalisten ausgesetzt. Einzig über den erwähnten “Smog” müsste man vielleicht noch mal mit Hölzl reden. Hier geht’s zum Olympia-Wohlfühl-Blog.

Nachtrag 12.08.08

Weitere Olympia-Blogs/”Tagebücher” von Journalisten:

(Die ersten drei Blogs fand ich in Jens Weinreichs Blog, dort finden sich auch Links zu Blogs von ausländischen Kollegen.)

Noch ein Meta-Blog: “Die gelben Seiten” bei taz.de: “Wie reagieren die nichtoffiziellen Teile der chinesischen Öffentlichkeit auf die olympischen Spiele? Shi Ming beobachtet für die taz die Blogger-Szene in China.”

Auch in diese Auflistung gehört das “Olympia-Tagebuch – Medien unter Kontrolle” von Medienlese.com.

Ganz großer Blog-Sport

Nicht erst seit seiner Ankunft in Peking bietet der Sportjournalist Jens Weinreich großen Sport in seinem Blog: Hintergründiges, Persönliches, witzig geschrieben. So solls sein. Wie immer in Hochform ist auch Kai Pahl mit seinem Blog allesaussersport.



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